Die Zustimmung zum Baukredit im September 2018 war mit 53 Prozent zwar äusserst knapp, doch zeigte sich damals klar, dass der auf 9,9 Millionen Franken herunterdimensionierte Baukredit für den Bau der Sporthalle, dem Bauland und der Parkplatzlösung, die richtige Entscheidung war. «Auch wenn diese Selbstbeschränkung der Baukommission viele Schweissperlen abverlangte, letztlich war die Sporthalle ein Gemeinschaftsprojekt, auf welches wir enorm stolz sein können», sagt Schulpräsident Linus Köppel. Des Weiteren erinnert er sich, dass die Vorlage einst nur mehrheitsfähig geworden sei, weil alle Beteiligten und die grosse Mehrheit der Parteien das Projekt Sporthalle unterstützten. Nun soll aber der Blick selbstredend nach vorne gerichtet werden. Die Sporthalle Friesler erscheint im frischen Glanz und wird dank der durchdachten Konzeption einen, zwar kaum messbaren, Mehrwert für die Gemeinde erbringen. Denn, und darauf sind die Beteiligten besonders stolz, gehört auch ein Schutzraum dazu. «Seitens politischer Gemeinde brachten wir den Wunsch an, einen zusätzlichen Schutzraum unterhalb der Sporthalle zu bauen. Besagter Raum bringt als Lager einen grossen Mehrwert innerhalb der Hallenbenutzung mit sich. Wir haben quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So finanzierte uns der Kanton Thurgau einerseits die willkommene Lagerfläche und nebenher konnten wir auch unseren Rückstand bei Schutzräumen im Dorf wettmachen», sagt Gemeindepräsident Bernhard Braun. Die gesamte Finanzierung des Projekts stemmen indes zum einen, die politische Seite mit einem Drittel und zum anderen, die schulische Seite mit deren zwei Dritteln.

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Nicole Wenzel (Geschäftsleitungsmitglied der ausführenden Graf-Biscioni Architekten), Schulpräsident Linus Köppel und Gemeindepräsident Bernhard Braun (von links), während der Ansprache in der neuen Sporthalle Friesler.


Rot ist nicht nur die Liebe

In Rot erstrahlt der Innenbereich der Halle, gewöhnungsbedürftig, dafür speziell. Ein Besucher aus Wallenwil meinte schlicht, die Farbe spiele doch keine Rolle, während ein anderer aus Eschlikon der Meinung ist, dass es die perfekte Farbe ist. Auch Linus Köppel ist sich bewusst, dass man sich erst daran gewöhnen muss. «Erste, an uns gerichtete Bedenken, gingen schon in die Richtung von «ist das euer Ernst»? Nur kurze Zeit später hiess dann von den gleichen Personen «sehr schön gemacht, wohlig und wie in einer Wellnessanlage». Natürlich ist das Farbkonzept mutig, doch sind wir überzeugt die richtige Entscheidung getroffen zu haben.»

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Grossandrang an der Einweihung der Sporthalle Friesler.

Der ganze Tag stand im Zeichen der Sporthallen-Einweihung. Viele Kinder vergnügten sich auf dem Areal, während sich die etwas Älteren vermehrt über das Architektonische informierten. Mit der Energy Tour, mit Rösslifahrten, Probefahrten von E-Autos und vielem mehr, neigt sich gegen Abend hin ein kleines Dorffest dem Ende entgegen.