Der FC Aarau und der FC Wil haben auch nach dem zweiten Saisonspiel gleich viele Punkte auf dem Konto. In einer unterhaltsamen Partie trennen sich die beiden Mannschaften mit einem Leistungsgerechten Unentschieden. Trotz dem Wler Führungstreffer in der 84. Minute gelang den Hausherren in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich.Wie schon vor Wochenfrist gegen Vaduz, waren die Wiler auch im Aargau der Aussenseiter. So zumindest auf dem Papier. Doch was sich auf dem Papier wiederholte, repetierte sich auch auf dem Spielfeld. Von Beginn an versuchten die Äbtestädter mitzuhalten und den Gegner früh zu stören. So dauerte es keine fünf Minuten ehe die Gäste zum ersten Abschluss kamen. Kellers Aussenristschuss flog aber knapp über das Tor.

In der Folge versuchten die Hausherren das Spieldiktat an sich zu reissen. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite scheiterte Patrick Rossini am überragenden Noam Baumann. Es sollte aber eine der wenigen Aarauer Chancen bleiben. Beide Mannschaften agierten in einigen Situationen unpräzise und überhastet.

Aarauer Weckruf zeigt Wirkung

Mitte der ersten Halbzeit die nächste Aarauer Chance. Ein Abschluss von Itaperuna ging knapp am Gehäuse vorbei. Da wäre wohl auch Baumann chancenlos gewesen. Diese Aktion schien jedoch wie ein Weckruf zu sein. Der FC Wil zeigte sich in der Folge wieder konsequenter und war sichtlich bemüht, wieder besser ins Spiel zu kommen.

Trotz allen Bemühungen gehörte das erste Tor dem Heimteam. Nachdem dem zwei Abschlüsse geblockt werden konnten, landete der Ball auf Rossinis Füssen, welcher zum 1:0 traf. Unbeeindruckt von dieser Führung gaben die Wiler nicht auf. Trainer Fünfstück reagierte in der Pause und ersetzte Scholz durch Breitenmoser und Maroufi durch Cortelezzi.

Der Joker bringt den Ausgleich

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und drängten den FC Aarau tief in die eigene Platzhälfte zurück. Marko Muslin scheiterte nach einem Kopfball aus kürzester Distanz an Steven Deana. Nur fünf Zeigerumdrehungen später landete eine Flanke von Breitenmoser mustergültig bei Cortelezzi. Der Joker liess sich nicht zweimal bitten und schob den Ball zum 1:1 ein. Auch in der Folge hatte der FC Wil mehr vom Spiel und erspielte sich gute Möglichkeiten.

Der Jubel im Gästesektor war riesig, als Johan Vonlanthen in der 84. Zur Führung der Gäste traf. Nach herrlichem Zuspiel von Goncalves narrte er seinen Gegenspieler und traf flach in die untere Torecke. Der FC Wil war auf dem Weg zum ersten Sieg in der neuen Saison. Doch ein Aarauer hatte etwas dagegen. Nach herrlichem Zuspiel von Rossini traf Leo zum vielumjubelten 2:2 Schlussstand. Ein Resultat, dass für die Wiler vielleicht bitter ist, gemessen an den Spielanteilen aber in Ordnung geht.

FC Aarau – FC Wil 1900 2:2 (1:0)

Brügglifeld: 2902 Zuschauer. – Sr: Klossner.

Tore: 35. Rossini 1:0. 58. Cortelezzi 1:1. 84. Vonlanthen 1:2. 93. Itaperuna 2:2.

FC Aarau: Deana; Peralta, Thrier, Thaler (70. Garat), Perrier; Cani (78. Misic), Hammerich (62. Mehidic), Siegfried, Josipovic; Itaperuna, Rossini.

FC Wil: Baumann; Gonçalves, Muslin, Atila, Schällibuam; Maroufi (46. Cortelezzi), Scholz (46. Breitenmoser), Stillhart, Keller; Savic (85. Latifi), Vonlanthen.

Bemerkungen: Aarau ohne Besle, Burki, Jäckle, Tasar, Nganga (alle verletzt), Joos und Ccorradi (beide nicht im Aufgebot). Wil ohne Lombardi, Sacirovic, Huber (alle verletzt), Hamdiu, Audino, Bottani, Korkmaz, Schiavano, Kucani, Roesler, Gjoshi und Rahimi (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 19. Itaperuna (Schwalbe). 21. Scholz (Foul). 63. Breitenmoser (Foul). 72. Keller (Foul). 75. Savic (Unsportlichkeit). 76. Rossini (Foul). – 70. Thaler verletzt ausgewechselt. – 86. Goalietrainer Lehmann wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen.