Die Wanderung beim Familienanlass 2018 der CVP Uzwil führte einige Schritte dem neu angelegten 10-Dörfer-Weg entlang, ein Projekt, den unter anderem Gemeinderätin Renate Graf angeregt hatte. „Vor 200 Jahren gab es hier eine viel breitere Flusslandschaft, die Thur schwenkte hin und her, und das ermöglichte viel mehr Amphibien, hier zu leben,“ begann Jürg Kolb, Präsident des Uzwiler Natur- und Vogelschutzvereins, seine mit Einzelheiten zur Tier- und Pflanzenwelt gespickten Ausführungen. Die 2018 in der Felsegg neu erstellten Laichplätze dienen dazu, gewissen Tieren wieder eine Lebensgrundlage zu ermöglichen.

Neben „natürlichen“ Gesichtspunkten kamen bei dieser Exkursion auch unrühmliche Fakten zur Sprache. So die Altlasten beim ehemaligen Fabrikkanal, welcher von der früheren Textilfirma Mathias Naef erstellt worden war. Oder, dass es mindestens zwei Projekte gab, das in den 70er Jahren aufgegebene Kraftwerk in der Felsegg neu zu erstellen. Dies nicht zuletzt wegen der Einsprache von Pro Natura, die als Besitzer des Prallhangs auf der Zuzwiler Seite der Thur solche Vorhaben verhindern konnte, obwohl die Thur hier ja schon gestaut ist.

27 Meter lang und 12 Meter breit
Neben zwei Teichen bei der Mailllart-Thurbrücke wurde auch gegenüber dem Prallhang in der Wiese ein neuer Teich angelegt. Bauherrschaft war Pro Natura, Grundbesitzerin die politische Gemeinde Uzwil. Der Teich ist nur 27 Meter lang und 12 Meter breit. Es wurde eine Folie mit einem Geotextil eingebracht; die Wassertiefe beträgt nur 50 Zentimeter. Die Anlage verfügt über einen Schacht mit einer Ablassvorrichtung. Das Ziel dieses 2018 erstellten Teichs ist, hier ein Laichgewässer für Laubfrösche, Unken, Molche oder Kreuzkröten anzubieten. Den Unterhalt der drei neuen Teiche übernimmt der örtliche Natur- und Vogelschutzverein. Die Baukosten beliefen sich auf 35’000 Franken.

Picknick statt Grilliertes
Im Anschluss an diese auch landschaftlich abwechslungsreiche Führung luden Remo und Christine Wirth am Grillplatz an der Felseggstrasse zu einem Picknick ein. Auf das vorgesehene Grillieren verzichtete man wohlweislich, da ja immer noch ein Feuerverbot im Freien besthet. Aber auch so kam es zu einem gemütlichen Ausklang.