Die Vorfreude auf dieses erste gemeinsame Konzert nach langer Zeit war gross: Nach der Lagerwoche Ende April in St. Arbogast (Österreich) konnten die Jugendlichen die neu einstudierten Lieder endlich präsentieren. Zusätzlich wurden auch Choreographien unter der Leitung von Thirza Möschinger eingeübt. Nach einer intensiven Vorprobe am Samstagnachmittag durften die Sängerinnen und Sänger ein feines Nachtessen im Pfarreizentrum geniessen. Bald darauf trafen bereits die ersten Zuhörerinnen und Zuhörer ein. Nach einem erneuten kurzen Aufwärmen vor dem grossen Auftritt waren alle bereit, ihr Können zu zeigen. Das Konzert unter der Leitung von Anita und Markus Leimgruber-Mauchle wurde von Andreas Hausammann am Piano begleitet.

Vielseitige Liedauswahl

Das Konzertprogramm bot eine Vielfalt von Musikstilen, Kulturen und Klängen. So starteten die Singenden auf der Empore mit drei geistlichen Stücken, darunter auch ein Ausschnitt der «Mass for peace» von Karl Jenkins. Als die letzten Töne im Raum nachklangen, begaben sich die Jugendlichen hinunter ins Kirchenschiff. In der ganzen Kirche verteilt sangen sie daraufhin das Lied «Come by here». Im Anschluss darauf nahmen die Chöre ihre Position vor dem Altar ein. Weitere Lieder sowohl auf Englisch als auch Italienisch folgten. Zum Teil sangen die Jugendlichen zum Publikum hin, zum Teil stellten sie sich aber auch in einem Kreis auf, was für ein ganz neues Klangerlebnis sorgte.

Im Anschluss daran präsentierten die Frauenstimmen das traditionelle Stück «Lauliku lapsepõli», welches aus Estland stammt. Die einzelnen Strophen wurden solistisch von kleinen Grüppchen vorgetragen, während der Rest der Sängerinnen im Hintergrund für harmonische Klänge sorgte. Bald darauf hatten auch die Männerstimmen ihren grossen Auftritt: Die jungen Sänger haben den Song «The longest time» von Billy Joel einstudiert. Diesen präsentierten sie mit sehr viel Charme und begeisterten damit das Publikum. Lange Holzstäbe - welche bereits zuvor als vielseitiges Accessoire eingesetzt wurden - dienten ihnen dabei als Mikrofon. Danach trugen die jüngeren Chormitglieder das Lied «Can you hear me» vor, welches sie in Gebärdensprache begleiteten. Mit den Stücken «Schönster Abestärn» und «Meiteli wenn du witt go tanze» folgten daraufhin zwei Volkslieder aus der Schweiz.

Zum Abschluss erklang das Lied «I am what I am», welches dem Konzertprogramm auch seinen Namen verlieh. Mit viel Energie und Freude gaben die Jugendlichen diesen Popsong aus dem Musical «La cage aux folles» zum Besten. Nebst dem Singen war hier auch noch Körpergefühl gefragt, denn zu diesem Lied wurde eine Choreographie einstudiert. Als die Sängerinnen und Sänger in der Schlusspose verharrten, brach tosender Applaus aus. Das Publikum war begeistert und zeigte dies mit einer Standing Ovation. Als nach der ersten Zugabe «Guten Abend, gut Nacht» der Applaus noch nicht enden wollte, entschieden die Dirigenten Anita und Markus Leimgruber-Mauchle spontan, noch einmal das Lied «Meiteli wenn du witt go tanze» anzustimmen.


Weitere Auftritte

Ganz nach dem Motto «Wer hat noch nicht, wer will noch mal?» haben Interessierte die Möglichkeit, das Konzert am 22. Mai 2022 um 17 Uhr in der Kathedrale St. Gallen oder am 10. Juli 2022 um 17 Uhr erneut in der Kirche St. Peter in Wil (noch einmal) zu geniessen. Ausserdem wurde dieses Programm für das diesjährige Schweizer Kinder- und Jugendchorfestival einstudiert, welches über die Auffahrtstage in Winterthur stattfinden wird. Die Singbox Wil und die Domsingschule St. Gallen werden dort nebst zahlreichen anderen Chören aus der ganzen Schweiz einige Konzerte bestreiten. Das Festival ist ein Highlight für alle Musikbegeisterten und die Teilnehmenden freuen sich über viele Besucher!

Die Chöre der Singbox Wil und der Domsingschule St. Gallen bedanken sich herzlich bei allen treuen Zuhörerinnen und Zuhörer für den tollen Applaus und die grosszügige Kollekte.