Die Verkehrsplaner des Kantons kommen zum Schluss, dass ein durch Lichtsignalanlagen gesteuertes Verkehrssystem die leistungsfähigste und sicherste Umsetzung für alle Verkehrsteilnehmenden ist. Sie rechnen mit Gesamtinvestitionen von rund 6,5 Millionen Franken und mit der Realisierung ab 2020. Die Fahrbahn an der Augarten-Kreuzung, die in einem sehr schlechten Zustand ist, könnte vor den geplanten Bauarbeiten saniert werden.

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«Warum dauert es so lange, bis die Verbesserung der Verkehrssituation im Augarten in Angriff genommen wird?», war die dringlichste Frage an Regierungsrat Marc Mächler.

Achse gesamthaft sanieren

Regierungsrat Marc Mächler betonte einleitend, dass das Problem nicht isoliert auf die Augarten-Kreuzung gesehen und angegangen werden dürfe. Die ganze Achse mit den beiden Oberbürer Autobahnanschlüssen bis zum Fust-Kreisel sei verkehrsmässig miteinander verknüpft. Eine Lösung müsse deshalb alle neuralgischen Punkte einbeziehen.

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Einfahrt A1 nach St. Gallen und Ausfahrt von Zürich soll mit Lichtsignalanlage geregelt werden.

Die Tatsache, dass trotz mancher Vorstösse bisher keine Verbesserungen realisiert worden sind, begründete Marc Mächler mit der Zuständigkeit verschiedener Gremien. So liege die Verantwortung für die Nationalstrassen beim Bund, und beim Amt für Strassen habe man die Sanierung der Oberbürer Autobahnanschlüsse lange nicht prioritär eingestuft. Mittlerweile habe man sich aufgrund umfangreicher Vorstudien klar für eine Lösung mit vier aufeinander abgestimmten Lichtsignalanlagen entschieden. Der Verkehr wird von der Gupfenstrasse zweispurig zu den Autobahnanschlüssen geführt. Die Linksabbiegespur vom Autobahnzubringer Richtung Oberbüren bei der Augarten-Kreuzung wird aufgehoben. 

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Einfahrt Richtung Zürich und Ausfahrt von St. Gallen soll ebenfalls mit Lichtsignalanlage versehen werden.

Für den Augarten-Knoten liege ein Bauprojekt vor, welches ohne Einsprachen 2020 bis 2021 realisiert werden könne, betonte der kantonale Bauchef. Die Bauarbeiten an den Autobahnanschlüssen würden darauf abgestimmt in enger Koordination mit dem Bund erfolgen. Der Knoten Sonnental figuriere erst im nächsten Strassenbauprogramm. Vorgesehen sei die Aufhebung des Fust-Kreisels und die Verkehrsregelung durch eine Lichtsignalanlage.

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Der Fust-Kreisel soll in einer nächsten Phase aufgehoben und der Verkehr mit Ampeln geregelt werden.

Divergierende Meinungen

Er habe erwartet, dass einmal mehr Kreisel gefordert werden würden, erwiderte Marc Mächler einem Votanten. Kreisel seien aber nicht in jedem Fall eine gute Lösung. Sie könnten bei Überlastung im Gegenteil zu einem Verkehrszusammenbruch führen. Im konkreten Fall könnten sie nicht mit dem erforderlichen Radius gebaut werden. Für Doppelkreisel fehle der Platz – und vielen Schweizern ausserdem das nötige Fahrverhalten.

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Die Versammlungsbesucher machten von der Möglichkeit, Fragen zu stellen und Vorschläge zu machen, rege Gebrauch.

Angesprochen wurde beispielsweise auch, ob die Spitze des Verkehrsaufkommens durch verändertes Verhalten der Verkehrsteilnehmer gebrochen werden könnte. Weil das nur auf freiwilliger Basis möglich wäre, verspricht man sich davon aber nicht viel. Während manchen das Vertrauen in die Verkehrsplaner fehlt, warb ein Votant für mehr Vertrauen in die Fachleute. Angeregt wurde ausserdem, es sollte beim Einlenker von Oberbüren in die Augarten-Kreuzung eine dritte Spur gebaut werden, um damit einen besseren Verkehrsfluss für Lastwagen und das Postauto zu erreichen. Bemängelt wurde schliesslich das vollständige Fehlen von Lärmschutzmassnahmen.

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Ob sich die Probleme mit der Verkehrssituation für den kantonalen Bauchef versüssen lassen?

Abschliessend führte Regierungsrat Mächler noch drei Grossprojekte auf der Achse Wil-Rorschach an: die Arealerschliessung Wil-West, die Engpassbeseitigung in St. Gallen durch den Bau einer dritten Röhre und einen neuen Autobahnanschluss Rorschach.

Für ein attraktives Uzwil

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Bruno Lusti forderte als FDP-Ortsparteipräsident, Uzwil müsse für gute Steuerzahler attraktiver werden.

Als Zwischenwahljahr sei 2017 für die FDP-Ortpartei Uzwil ruhig verlaufen, führte Präsident Bruno Lusti in seinem Rechenschaftsbericht aus. Die Mitglieder haben sich zu vier Versammlungen, der Vorstand zu fünf Sitzungen getroffen. Die Partei bemühe sich, sich in der Gemeinde gut zu positionieren. Ein vorrangiges Anliegen sei es ihr, sich für ein attraktives Uzwil einzusetzen. Dazu sei der Steuerfuss ein wesentliches Merkmal. Die Gemeinde müsse für gute Steuerzahler attraktiv sein.

Parteiintern habe man sich um neue Mitglieder bemüht. Ausserdem sei man im Hinblick auf die nächsten kantonalen und kommunalen Wahlen aktiv auf der Suche nach fähigen Bewerbern.

Im Vorfeld dieser Wahlen ist man auch froh um eine Kasse mit Inhalt. Kassier Martin Brunnschweiler legte Rechenschaft über einen Gewinn von 1’400 Franken und ein Vermögen von 11'000 Franken ab. 

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Der Vorstand der FDP Uzwil: Heinrich Schiess, Ruedi Müller, Jan Metzger, Natasha Weber, Bruno Lusti und Martin Brunnschweiler.