In einer Stellungnahme hält Caroline Bartholet fest, dass sich die FDP für realisierbare Lösungen einsetze: «In einem Leserbrief schreibt Bruno Dudli, dass die FDP die SVP-Fraktion im Regen stehen liess. Das kann ich so nicht stehen lassen. Die FDP-Fraktion unterstützte zu keinem Zeitpunkt eine überteuerte Unterführungslösung. Die FDP hat stets die von Verkehrsplanern vorgeschlagene Lösung und von der direkt betroffenen Gemeinde Uzwil mitgetragene Lösung unterstützt. Es handelte sich dabei um eine zielorientierte, bezahlbare und innert nützlicher Frist umsetzbare Lösung für die Bevölkerung und die Wirtschaft der Region Uzwil. Die FDP setzte sich für ein vernünftiges, realisierbares Projekt zur Verbesserung der Situation an der Augarten-Kreuzung ein und nicht für Traumversionen!

Gemeinsam mit SP-Grüne, welche lieber die Mobilität an sich einschränken wollen, verhinderte die SVP ein dringend notwendiges Strassenbauprojekt, welches nach Jahrzehnten eine deutliche Verbesserung für die Industrie und Handel vor Ort sowie für die Bevölkerung gebracht hätte.»

Nachsatz der Redaktion

«Nach der Tat hält der Schweizer Rat». An dieses geflügelte Wort erinnert man sich angesichts der Diskussionen im Nachgang zum Scheitern der vorgeschlagenen Lösung zur Verbesserung der Verkehrssituation bei der Uzwiler Augarten-Kreuzung. Man kann den verantwortlichen Planern auf Kantons-, Gemeinde- und Bundesebene nicht vorwerfen, dass sie nicht schon vor der Tat Rat gehalten hätten. Sehr lange haben sie dies getan. Vielleicht hätten sie zusätzliche Varianten nicht bloss andenken, sondern auch planen und berechnen sollen. Dann hätte sich gezeigt, dass es keine Lösung ohne Haken und Ösen gibt. Jetzt müssen sie sich erneut an der «Quadratur des Kreise(l)s» versuchen. Wenn sich die politischen Kontrahenten nicht aufeinander zu bewegen, dann wird sich der Verkehr am neuralgischen Punkt zu Stosszeiten noch lange im Schritttempo bewegen oder zum Stillstand kommen. Die SVP wird sich kaum der Illusion hingeben, dass Links-Grün und auch sparsame Bürgerliche für eine teure Luxus-Variante zu gewinnen seien. Gegen etwas zu sein, das weiss die SVP aus eigener Erfahrung, ist leichter als einer alternativen Lösung zum Durchbruch zu verhelfen.