An jedem Werktag passieren rund 23'000 Fahrzeuge die Augartenkreuzung in Uzwil, Tendenz klar steigend. Zwar kann noch immer keine Zahl zu den Kosten einer Unterführung genannt werden, doch für die beiden Kantonsräte Damian Gahlinger und Bruno Dudli ist klar; es wäre langfristig das beste Projekt für die ganze Region. «Die Augartenkreuzung – und das ist längstens bekannt – ist ein Nadelöhr, weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Wichtigkeit dieses Verkehrsknotenpunkts wird manchenorts noch immer unterschätzt», sagt Damian Gahlinger. Es trifft sich am Donnerstagabend eine rund 30-köpfige Schar an Interessierten, diese haben nicht nur Interesse an einer bestmöglichen Lösung, sie bringen auch weitere Ideen in die Problemzone «Augartenkreuzung».

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Das Komitee "Pro Unterführung" macht sich sichtbar.


8 Millionen Franken für nichts?

Es soll laut den beiden Kantonsräten nicht am falschen Ort gespart werden. Bruno Dudli ist sich dahingehend sicher, dass eine Investition in der Höhe von acht Millionen Franken, für einen Umbau, nichts bringt. «Wenn es doch so weit kommen sollte, haben wir spätestens im Jahr 2030 wieder das gleiche Problem und das Wasser steht uns wieder bis zum Hals». Selbstredend ist sich Dudli bewusst, dass eine Unterführung Mehrkosten mit sich bringt, «doch es wäre langfristig gesehen die beste Lösung», sagt Dudli. Die Befürworter des «Projekts» Unterführung stellen zudem in Aussicht, dass es bei einem Bau der Unterführung und dem damit verbundenen Kreisel darob, mehr Sicherheit für Alle gibt. «Vor allem das Linksabbiegen muss verhindert werden und der Langsamverkehr sollte unserer Meinung nach ausgestaltet werden», sagt Damian Gahlinger. Weiter betont der SVP Kantonsrat, dass sich die Zuständigen des Kantons für eine Unterführung aussprechen werden, würden sie die Wichtigkeit dieser Kreuzung erkennen.

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Ein gewohntes Bild an der Augartenkreuzung zur Feierabendzeit.


Pro und Kontra und doch Miteinander

Augenscheinlich ist das Interessiertenpublikum an dieser dritten Informationsveranstaltung bunt gemischt. Befürworter und Gegner stehen nebeneinander; und genau so soll das sein. Immer wieder betonen Gahlinger und Dudli, dass man, in Anlehnung an den bekannteren Kantönligeist, den Parteiengeist aufheben soll. «Wir erreichen die beste Lösung nur, wenn wir anfangen Miteinander zu arbeiten. Ideen und Inputs von allen Seiten sammeln und so, das Beste für unsere Region ausarbeiten».

Das Thema Augarten-Kreuzung wird noch längere Zeit behandelt. Damian Gahlinger ist sich jedoch sicher, dass man nun mittlerweile auf dem richtigen Weg ist. Und, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, das Wichtigste ist, sollte hinlänglich für Jeden klar sein.