«Blues in der Pampas», ein Theatererlebnis in und um der Komturei, hievte die elf teilnehmenden Kinder in den Olymp der Theaterschauspielerei. Stilsicher, wortgewandt und mimikstark, schauspielerten sich die Nachwuchstalente in die Herzen der vielen Zuschauer. Auch für die Requisiten haben sie selber gesorgt, so verblüfft nicht nur die Garderobe, sondern auch das eigens erbaute UFO im Estrich des ehemaligen Gefängnisses. 

Richtig gelesen, ein UFO in der Komturei, wer es verpasst hat, ist selber schuld. Aus der Komturei wurde nämlich ein Hotel, in welchem Bruno, der Kameramann, filmte was das Zeug hielt und die ewig gleichen Hotelgäste, sorgten wenigstens für ein bisschen Betrieb – im besagten Hotel Komturei.


Leben wie im Zirkus

Die theaterspielenden Jugendlichen verzichten auf eine Woche Herbstferien, wohnen zusammen auf dem Areal der Komturei, spielen Theater und geniessen das Zusammensein. Vom Napfgebiet bis Schaffhausen und vor allem aus dem Raum Zürich, stammen die Kinder, die in ihren Ferien etwas Sinnvolles machen wollen. Conni Stüssi, als Theaterfrau und der eigentliche Kopf von FAHR.WERK.ö! ist einmal mehr voll des Lobes. «Die Kinder waren mit viel Herzblut mit dabei. Dass sie in ihren Ferien auf freiwilliger Basis an der rollenden Theaterwerkstatt teilnehmen zeugt davon, dass sie etwas erreichen und erleben wollen.» 

Die Theaterwerkstatt inszeniert in Landschaften und Liegenschaften, so entstehen immer wieder geistreiche, humorvolle und unterhaltende Theaterstücke für Gross und Klein. Dass das Schauspiel mit Livemusik untermalt wird, könnte als i-Tüpfelchen bezeichnet werden. Bei «Blues in der Pampas» wird aus der Komturei ein altehrwürdiges Hotel, welches einst Gäste aus aller Welt beherbergte, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Es wird alles versucht, dem darbenden Hotel neues Leben einzuhauchen, gar nicht so einfach, bei diesen drei nicht ganz einfachen Gästen, die noch verblieben sind. Das Schauspiel findet in verschiedenen Räumlichkeiten statt, eine Begebenheit, welches das Publikum enorm geniesst, so erhaschen sie nämlich auch Einblicke hinter die alten Gefängnismauern.

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Leben wie in einem Zirkus, das haben auf dem Areal der Komturei über zehn Kinder während einer Woche erlebt.


Lebensgemeinschaft auf Zeit

Nebst dem Theaterspielen gehört auch das gemeinsame Leben in den Wagen dazu. «Die ganze Truppe, dazu gehören auch einige professionelle Theaterschaffende, wohnt, kocht und lebt in den Wagen vor Ort. So entsteht eine kleine Lebens- und Produktionsgemeinschaft auf Zeit», sagt Conni Stüssi. Ein herrliches Erlebnis, mit einem finalen Höhepunkt; den zwei Aufführungen, vor viel Publikum.

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Conni Stüssi