Am 20. Juli 1961 brannte es nach der Mittagszeit im Warenhaus Brockmann an der Oberen Bahnhofstrasse. Dem Brand war mutmasslich eine Explosion im Gebäude vorausgegangen. Das Aufbieten der Feuerwehr gestaltete sich als schwierig, da die Sirene nicht ausgelöst werden konnte. Bei Umbauarbeiten war die entsprechende Telefonleitung abgehängt worden, ohne dass die Feuerwehr davon wusste. Mit Verzögerung waren schliesslich insgesamt 158 Einsatzkräfte auf dem Brandplatz im Einsatz.

Da das Gebäude zum Teil mit Blech und Schiefer bedacht war, kam es durch die Flammen zu einem grossen Hitzestau im obersten Geschoss. Mit einem mutigen Einsatz wurde das Blechdach geöffnet, damit auch dort ein Löscheinsatz möglich wurde. 


Tausende brennende Reifen

Am 9.Dezember 1970 brach um die Mittagszeit in einer Gewerbeliegenschaft an der Pestalozzistrasse ein Grossfeuer aus. Im Gebäude waren einerseits ein Aufgummierwerk für Autoreifen sowie Werkstätten zum Zusammenbau von Telefonapparaten untergebracht. 

In der Liegenschaft verteilt waren mehrere tausend Reifen eingelagert. Wahrscheinlich nahm in einem dieser Lager das Feuer seinen Anfang. Die aus Kautschuk bestehenden Reifen gelten als schwer zu löschen, zudem führen sie zu einer grossen Hitze- und Rauchentwicklung. Der Feuerwehreinsatz dauerte insgesamt 32 Stunden, wobei vor allem das drohende Übergreifen der Flammen auf die Gebäude in der Nachbarschaft verhindert werden musste. Insgesamt arbeiteten 150 Personen auf dem Brandplatz. Der Sachschaden betrug mehrere Millionen Franken.

Grossfeuer bei Wind

Am 12.Oktober 1998 wurde ein Brandausbruch in der Liegenschaft Scheidweg an der Ecke Konstanzer-, Fürstenlandstrasse gemeldet. Drei Häuser standen in Vollbrand, der damals stark wehende Wind trug seinen Teil zur raschen Brandausbreitung bei. Die Gefahr, dass das Feuer auf weitere Liegenschaften übergreifen könnte, war sehr gross. Rund 130 Personen standen bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Der Sachschaden betrug rund drei Millionen Franken. Aus der Brandruine wurde die Leiche einer 47-jährigen Frau geborgen, sie war an einer Rauchvergiftung gestorben. Zum Todeszeitpunkt war sie stark alkoholisiert.

Brand im Samstagsverkehr

Am 26. Juni 1998 wurde am frühen Morgen ein Brand im Hotel «Landhaus» gemeldet. Im Dachstock war ein Feuer ausgebrochen, möglicherweise war ein Defekt an einem Haushaltgerät der Auslöser. Rund 100 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Um sie nicht zu gefährden, wurde der Strom auf Bahngleis 1 abgeschaltet und die Züge mussten entsprechend umgeleitet werden.

Die Untere Bahnhofstrasse war für die Busse, Lieferwagen und Privatfahrzeuge nicht mehr passierbar. Da sich der Brand an einem Samstag ereignete, waren die Verkehrsbehinderungen besonders gravierend. Der Sachschaden wurde auf 3,3 Millionen Franken geschätzt.