Ginge es nach Valeska Stolz (SP), sollten alle sechs Wiler Tagesstätten das gleiche Betreuungsangebot anbieten und zwar so, wie es derzeit einzig die Tagesstruktur Thurau macht: Dort werden die Kinder jeden Tag ab 6.30 Uhr bis 18 Uhr betreut, es gibt einen Mittagstisch und in den Schulferien wird das Angebot aufrecht erhalten. 

In ihrer Motion schreibt die die Stadtparlamentarierin: „Wil soll ein attraktiver Ort zum Wohnen mit hoher Lebensqualität sein, insbesondere für Familien. Dazu gehört heutzutage auch die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung.“ Sie führt des Weiteren aus, dass die Einwohnerzahl der Stadt Wil kontinuierlich steigt und dass gemäss kantonalem Richtplan mit einem Bevölkerungswachstum von 5000 Einwohnern bis im Jahr 2040 zu rechnen ist. Eine Konsequenz davon ist, dass mit diesem Wachstum auch die Schülerzahlen und somit der Bedarf an schulergänzenden Betreuungsmöglichkeiten steigen werden. 

Im Moment sieht das Angebot in den verschiedenen Tagesstätten so aus: 

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Abgesehen von den Thurauer Kinder müssen alle andern für die Betreuungszeiten, die nicht an ihrer eigenen Tagesstruktur angeboten werden, einen anderen Standort besuchen. „Vor allem für jüngere Kinder ist der Weg unzumutbar“, sagt Stolz. So fordert sie den nicht mehr Tagesstrukturen, sondern lediglich den Ausbau des derzeitigen Angebots. 

Vereinfacht gesagt, setzt sich Stolz dafür ein, dass in obiger Tabelle alle Farben auf grün gestellt werden und zwar innerhalb der aktuellen Legislaturperiode. „Dieser Ausbau ist mein vordergründiges Anliegen, damit alle Kinder in ihrer Schuleinheit betreut werden können“, sagt Stolz gegenüber hallowil.ch.

Der nächste Schritt ist nun, dass der Stadtrat einen Bericht und einen Antrag für einen vollständigen Ausbau des Tagesstrukturangebots vorlegen muss, über den dann das Parlament zu befinden hat.