Das grosse Wiler Sommerfest mit der Hofchilbi vom Samstagabend fand dank bester Wetterlage beim Publikum grossen Anklang. Ein erster Publikumsschub erfolgt jeweils bereits zum Auftakt mit der Einfahrt des Sechsspänners von Feldschlösschen, in diesem Jahr mit dem Ehrengast Skisportlerin Mirena Küng. Sie gab sich im Gespräch mit OK-Präsident Rolf Kreis überaus erfreut über den gelungenen Einsatz zum Bierfass-Anstich. Für beste Stimmung war auch mit den Bandleadern der Mürztaler gesorgt, welche schon mehrere Jahre das Hofchilbi-Publikum mit ihren Melodien erfreuen. Mitten in der Ferienzeit herrscht zum Ende des Monats Juli in der Äbtestadt Wil immer Hochbetrieb, wenn die Hofchilbi angekündigt ist. Der Sechsspänner von Feldschlösschen und der jeweilige Ehrengast bilden noch immer das Highlight des Sommerfestes. Deren Auftritt zum Auftakt der Hofchilbi lässt die Besucherströme schon zu Beginn anwachsen. Nochmals Zuwachs gibt es beim Publikum zu späterer Stunde, wo sich dann eher die jüngere Generation auf dem Platz zeigt.

Helferteam maximal gefordert
Bereits zur Vorbereitung des Anlasses ist das OK-Team maximal gefordert, um für alle Ansprüche eine Lösung bereit zu halten. In Erwartung von Besucherzahlen zwischen 3'000 bis 5'000 Personen gibt es immer eine ganze Reihe Vorkehrungen zu treffen. Tische und Bänke auf dem Hofplatz reichten bereits zu früher Abendstunde nicht mehr und mussten in Richtung Markt- und Kirchgasse erweitert werden.

Reibungslos ging es nicht nur beim obligaten Bierausschank zu und her. Auch beim Küchenteam war man auf einen Grossandrang vorbereitet. Neben Schnitzelbrot, Grillwurst standen auch Grillspiesse und Älplermagronen im Angebot. Trotz bester Vorbereitung ergaben sich anfänglich Werteschlangen beim Speiseangebot.

Bieranstich nach Mass
Ehrengast Mirena Küng war bereits ganztags mit dem Sechsspänner von Feldschlösschen in der Stadt unterwegs, um die Städter auf den Anlass aufmerksam zu machen. Dabei wurde seitens Feldschlösschen den Gästen auf Wunsch immer auch ein Bier ausgeschenkt. Für Mirena Küng folgte punkt 18.30 Uhr auf dem Bock des Sechsspänners sitzend die Einfahrt auf den Hofplatz unter grossem Applaus des Publikums. Hoch zu Ross genoss sie den herzlichen Empfang des Publikums.

Zweites Highlight folgte mit dem Anstechen des ersten Fass Biers, geschichtlich als Bierzins verbrieft. Mit der Lederschürze ausgerüstet, machte sich Mirena Küng mit dem Holzhammer ausgerüstet an den Anstich des Fasses. Dank gezieltem ersten Schlag spritzte bereits erstes Bier aus dem Fass, allerdings anfänglich noch neben dem Bierhahn. Ein Nachschlagen war noch nötig, bis der Ausschank des ersten Biers erfolgen konnte.

Einmalige Gefühle
Im Interview mit OK-Präsident Rolf Kreis gab sich Mirena Küng überaus erstaunt über den Verlauf des Empfangs mit Anstich des Bierfasses. Sie sei von einmaligen Gefühlen erfasst gewesen. Skifahrerin Mirena Küng informierte im Gespräch mit Rolf Kreis, dass es für sie als Skifahrerin nicht etwa eine Sommerpause gebe. Nach der längeren Verletzung sei sie aktuell in Zermatt wieder im Training und hoffe, baldmöglichst wieder beim Weltcup dabei zu sein.

Einfach geniessen
Schaute man sich beim Publikum etwas um, stellte man unschwer fest, dass die vielen Gäste den sommerlichen Abend nach den vielen Regentagen einfach geniessen wollten. Nachdem die Sitzgelegenheiten mehrheitlich besetzt waren, war auf dem ganzen Hofplatz Zirkulieren angesagt. Vielmals war kaum mehr ein Durchkommen möglich. Nach Einbrechen der Dunkelheit ergab sich mit dem Lichtermeer auf dem Hofplatz ein neues Stimmungsbild, passend für das Wiler Sommerfest. Die Mürztaler sorgten bis in die frühen Morgenstunden für beste Stimmung.

Ein Anlass zu Gunsten des Handball-Sports
Die Wiler Hofchilbi wird bekanntlich alljährlich vom KTV Wil Handball organisiert. Für den Handballverein unter Präsident Roman Rutz ist das Gelingen des Anlasses mit entsprechendem Ertrag wichtig, weil damit die Handball-Saison massgeblich finanziert wird. Vom Ertrag erhält alljährlich auch die Hofstiftung und eine soziale Institution einen Beitrag. Entsprechend dem optimalen Verlauf des Anlasses dürfte der diesjährige Ertrag über Erwarten positiv ausfallen.