Die Würfel sind gefallen: So nehmen die Stimmbürger im Kanton St. Gallen mit 69,01 Prozent das kantonale Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung für Corona-gebeutelte Unternehmen an, wie die Staatskanzlei am Sonntagnachmittag meldet. Angenommen haben die St. Galler Stimmbürger auch die «Ehe für alle», und zwar mit 59,31 Prozent. Abgelehnt hingegen wurde die 99-Prozent-Initiative, und zwar deutlich mit fast 70 Prozent (69,14 Prozent).

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Die Ergebnisse vom Kanton St. Gallen im Überblick (Screenshot: red.)

Ähnlich sieht es bei den nationalen Vorlagen im Kanton Thurgau aus: So wurde die «Ehe für alle» mit 57,2 Prozent angenommen, wie die Staatskanzlei des Kantons Thurgau am Sonntagnachmittag meldet. Die 99-Prozent-Initiative hingegen wurde mit 71,9 Prozent abgelehnt, auf kantonaler Ebene lag nichts vor.


Wil

  • Die 99-Prozent-Initative wird abgelehnt mit 5154 Nein- zu 2378 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 53,2 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 7610 Stimmen, davon waren 77 leer und 1 ungültig.
  • Die «Ehe für alle» wird angenommen mit 4689 Ja- zu 2940 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 53,8 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 7692 Stimmen, davon 63 leer und 0 ungültig.
  • Die kantonale Vorlage für das «Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung» wird mit grosser Mehrheit angenommen, und zwar mit 5142 Ja- zu 1937 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 50 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 7156 Stimmen, davon 77 leer und 0 ungültig. 

Total sind 14'305 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 7730 gültige Stimmrechtsausweise, davon 161 an der Urne und  7568 brieflich.


Flawil

  • Die 99-Prozent-Initative wird abgelehnt mit 1990 Nein- zu 982 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 49,3 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 2992 Stimmen, davon waren 20 leer und 0 ungültig.
  • Die «Ehe für alle» wird angenommen mit 1858 Ja- zu 1174 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 50,1 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 3044 Stimmen, davon 12 leer und 0 ungültig.
  • Die kantonale Vorlage für das «Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung» wird mit grosser Mehrheit angenommen, und zwar mit 2023 Ja- zu 822 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 47,7 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 2893 Stimmen, davon 47 leer und 1 ungültig. 

Total sind 6070 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 3060 gültige Stimmrechtsausweise, davon 75 an der Urne und 2985 brieflich.

Oberbüren

  • Die 99-Prozent-Initative wird abgelehnt mit 1158 Nein- zu 364 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 48,8 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1529 Stimmen, davon waren 7 leer und 0 ungültig.
  • Die «Ehe für alle» wird angenommen mit 815 Ja- zu 728 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 49,4 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1549 Stimmen, davon 5 leer und 1 ungültig.
  • Die kantonale Vorlage für das «Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung» wird angenommen, und zwar mit 932 Ja- zu 498 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 46,1 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1445 Stimmen, davon 15 leer und 0 ungültig.

Total sind 3133 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 1556 gültige Stimmrechtsausweise, davon 22 an der Urne und 1534 brieflich.

Münchwilen

  • Im Bezirk Münchwilen wurde Simone Ender-Truniger (die Mitte) als nebenamtliches Bezirksgerichtsmitglied gewählt, und zwar für die Amtsdauer von 2020-2024. Simone Ender-Truniger hat 8050 von 8403 gültigen Stimmen erhalten, und zwar bei einer Stimmbeteiligung von 31,9 Prozent.
  • Der Planungskredit für den geplanten Neubau der Mehrzweckhalle wird abgelehnt, und zwar mit 59,9 Prozent der Stimmen wie das Tagblatt meldet.

Bettwiesen

  • Die 99-Prozent-Initative wird abgelehnt mit 292 Nein- zu 72 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 48,3 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 376 Stimmen, davon waren 5 leer und 7 ungültig.
  • Die «Ehe für alle» wird angenommen mit 212 Ja- zu 156 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 48,5 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 377 Stimmen, davon 1 leer und 8 ungültig.

Total sind 778 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 379 gültige Stimmrechtsausweise, davon 35 an der Urne und 344 brieflich.

Eschlikon

  • Die 99-Prozent-Initiative wird deutlich abgelehnt mit 1231 Nein- zu 428 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 52,6 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1722, davon 26 leer und 37 ungültig.
  • Die «Ehe für alle» wird fast so deutlich angenommen wie die Kapitalbesteuerung abgelehnt wird, und zwar mit 1014 Ja- zu 674 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 53,2 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1740, davon 15 leer und 37 ungültig.

Total sind 3271 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 1755 gültige Stimmrechtsausweise, davon 193 an der Urne und 1558 brieflich.

Uzwil

  • Marcel Hilber wurde bei der Schulrats-Ersatzwahl gewählt, und zwar mit 1597 Stimmen, damit erreichte er das absolute Mehr. So meldet es das Tagblatt am Sonntagnachmittag. Gegenkandidatin Barbara Thoma-Fetz bekam 1324 Stimmen.

Zuzwil

  • Die 99-Prozent-Initative wird deutlich abgelehnt mit 1497 Nein- zu 424 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 57,1 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1935 Stimmen, davon waren 14 leer und 0 ungültig.

  • Die «Ehe für alle» wird deutlich angenommen mit 1107 Ja- zu 825 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 57,5 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1947 Stimmen, davon 15 leer und 0 ungültig.
  • Die kantonale Vorlage für das «Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung» wird mit grosser Mehrheit angenommen, und zwar mit 1203 Ja- zu 597 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 53,5 Prozent. Eingegangen sind insgesamt 1814, davon 14 leer und 0 ungültig. 

Total sind 3388 Personen stimmberechtigt, eingereicht wurden 1974 gültige Stimmrechtsausweise, davon 19 an der Urne und 1955 brieflich.

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So hat hallowil.ch bisher auf den Abstimmungssonntag hingewiesen und nach Personen gesucht, die bewusst nicht «an die Urne gehen» (22.9.21)

Nicht vergessen: Der kommende Sonntag ist Abstimmungs-Sonntag

Nächsten Sonntag, 26.9.21, wird abgestimmt. Noch reicht es praktisch überall für die briefliche Stimmabgabe. Es stehen zwei nationale Vorlagen an, eine im Kanton St. Gallen sowie diverse Kommunale. Und: hallowil.ch sucht nach Menschen, die ganz bewusst nicht an die Urne gehen und die bereit sind, mit der Redaktion darüber zu sprechen!

Die Ehe für alle und die 99-Prozent-Initative bewegen auf nationaler Ebene. Im Kanton St. Gallen wird zudem über das Gesetz abgestimmt, das die wirtschaftliche Unterstützung von Unternehmen im Zusammenhang mit der Pandemie regelt. Auf kommunaler Ebene stehen einzelne Entscheide an, wie etwa der Bau der Mehrzweckhalle «Chäferfest» in Münchwilen.

Wer lehnt den Urnengang ab und warum?

Gibt es im hallowil.ch-Land Menschen, die ganz bewusst nicht abstimmen und / oder nicht wählen? Wenn ja: Wer von Ihnen will mit uns darüber sprechen? Sie erreichen uns per Mail an die Redaktion: redaktion@hallowil.ch