Die Freude beim Inhaber-Ehepaar Augustin und Lidia Ballabani ist gross. Mit Stolz halten sie den Wanderpokal in Händen, der seit über 20 Jahren jeweils an den besten Schweizer Spar vergeben wird. Nachdem die Trophäe 1999 in Bütschwil und 2006 in Eschlikon stand, bekommt sie nun einen Platz bei der Käsetheke im Spar Rossrüti. Denn dieser darf sich nun ein Jahr lang «schönster Spar des Landes» nennen. «Das ist eine seelische Befriedigung für meine Frau und mich, aber auch für das ganze Team», sagt Augustin Ballabani. Personen zu 550 Stellenprozenten sowie zwei Lernende und ein Praktikant werden beschäftigt.

Doch was macht der Spar Rossrüti, der mit 750 Quadratmetern relativ gross ist, besser als alle anderen? «Wir legen grossen Wert auf die Kundenzufriedenheit. So tragen wir auf Wunsch schwere Einkäufe ins Auto oder ins nahe gelegene Altersheim», sagt der Inhaber. Besonderen Wert legt er auf regionale Produkte im rund 3000 Artikel umfassenden Sortiment. So gibt es Käse von der nahe gelegenen Bodensee-Käserei zu kaufen, Eier von einem Rossrütner Bauer, Äpfel aus der Region und auch die bekannten «Rossrütterli» sind im Angebot. «Wir sind ein Dorfladen, der von der lokalen Kundschaft lebt. Deshalb sind uns lokale Produkte wichtig» sagt der Ballabani.

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Im markanten runden Gebäude untergebracht: So sieht der schönste Schweizer Spar von aussen aus.


Pfadiheim: Es fehlen noch 200'000 Franken

Ganz allgemein zeigt er sich mit der Region verbunden. Denn nächste Woche wird eine weihnachtliche Sammelaktion gestartet, deren Erlös der Pfadi Wil zu gute kommt. Im Spar Rossrüti können Weihnachtskugeln aus Papier bezogen und an den fast zwei Meter hohen Weihnachtsbaum gehängt werden, welcher demnächst im Laden aufgestellt wird. Pro aufgehängte Kugel spendet Ballabanis Spar einen Franken für die Pfadiheim-Sanierung. Dazu kommt ein Sockelbetrag von 500 Franken. Sechs Wochen lang läuft die Aktion – also bis zum 6. Januar. Einem Teilnehmer winkt ein 150-fränkiger Einkaufs-Gutschein bei der Schlussverlosung. Natürlich hofft der Inhaber, dass auch der eine oder andere Kunde einen Betrag für die Pfadi spendet. Pflicht ist dies aber nicht.

980’000 Franken braucht die Pfadi Wil, um das 1957 erbaute Pfadiheim «Roter Ziegel» nahe des Wiler Stadtweiers zu sanieren. Das Spendenbarometer steht aktuell bei gut 773'000 Franken, womit knapp vier Fünftel der Gesamtsumme beisammen sind. Für Augustin Ballabani gehört es mittlerweile dazu, in der Weihnachtszeit für ein lokales Projekt Geld zu sammeln. Vergangenes Jahr profitierte die Wiler Kindertagesstätte.