Eineinhalb Monate nach den Grasshoppers macht auch der andere Zürcher Grossklub seine Aufwartung im Bergholz. Am 14. oder 15. September gastiert der FC Zürich zum Cup-Sechzehntelfinal im Wiler Südquartier. Dies hat die Auslosung am Sonntagabend ergeben. Die Zürcher haben sich nur Ach und Krach für die zweite Hauptrunde qualifiziert. Der Siegtreffer auf der Schützenmatte bei Black Stars Basel aus der Promotion League fiel erst in der 83. Minute. Zuvor hatten die Basler beim Stand von 1:1 einen Penalty an die Lattenunterkante gesetzt.

Das Duell im Bergholz verspricht Spannung. Es ist eine Art Cup-Klassiker. In den 1990er-Jahren hatte sich der FC Wil gleich dreimal gegen die Zürcher durchgesetzt. Beim bis dato letzten Aufeinandertreffen im Frühjahr 2013 gewannen allerdings die Zürcher im Viertelfinal mit 4:2, wenn auch erst in der Verlängerung. In der regulären Spielzeit hatte der FC Wil einen Penalty verschossen. Gespielt wurde damals in der St. Galler Arena, da das Bergholz umgebaut wurde. Alles in allem gab es dieses Duell im Cup schon siebenmal. Viermal gewannen die Zürcher. Den bis dato letzten Vergleich unter Wettkampfbedingungen entschieden allerdings die Wiler für sich. Es war im Mai 2017 im Letzigrund vor über 10'000 Zuschauern, als die Zürcher gerade die Rückkehr in die Super League feierten. «Ich hätte lieber nochmals gegen einen Unterklassigen gespielt. Nun werden wir halt dem FC Zürich das Leben schwer machen», sagt FC-Wil-Präsident Maurice Weber. Und wie sieht er die sportlichen Chancen? «Wenn die Zürcher so spielen wie bis anhin in der Meisterschaft, sind wir nicht von vorherein chancenlos», sagt Weber.

Fünf Zürcher diesen Sommer zu Wil

Das Spiel ist auch deshalb brisant, weil der FC Wil diesen Sommer gleich fünf Spieler übernommen hat, die beim FC Zürich ausgebildet worden sind. Es sind dies Lindrit Kamberi, Kastriot Ndau, Fabian Rohner, Bledian Krasniqi und Filip Stojilkovic.

Die Wiler messen sich somit auch in der zweiten Runde mit einem Stadtzürcher Klub. Am Samstag war Red Star Zürich aus der 1. Liga nach einem frühen Rückstand doch noch sicher mit 3:1 ausgeschaltet worden. Gespielt wurde auf der Brunau in Zürich, wo der FC Zürich trainiert. Mit zwei Toren und einer Vorlage war Silvio, eine ehemaliger FCZler, die grosse Figur.

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Der Bericht von FC Red Star Zürich - FC Wil:

Der FC Wil hat geschafft, was Schweizer Meister YB gerne bewerkstelligen würde: Roter Stern aus dem Bewerb werfen. Zugegeben: Der Gegner war nicht aus Belgrad, es ging auch nicht um die Champions-League-Millionen und es waren auch keine heissblütigen Fans zugegen. Gegner Red Star Zürich ist ein Quartierverein, der aus Amateuren besteht. Stimmungsmässig war das Autobahn-Anschlusswerk nebenan tonangebend und es war die Runde der letzten 64 im Schweizer Cup.

Diese hätte für die Wiler allerdings zum Stolperstein werden können. Denn schon früh lagen sie in Rückstand. Mit der ersten nennenswerten Aktion gingen die Zürcher schon in der 4. Minute durch Argjent Gashi in Führung. Er schloss eine Aktion von der Strafraumgrenze aus ab, die über mehrere Stationen geführt hatte und deshalb sehenswert war. Was nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass zu wenig Widerstand vom Challenge-League-Vertreter kam.

Ausgleich 14 Sekunden nach der Pause

Diese Szene war ein Abbild der ersten halben Stunde. Einmal mehr waren die Wiler zu Beginn einer Partie zu wenig konsequent und mussten untendurch. Das war schon in der Meisterschaft gegen die Grasshoppers und Stade Lausanne-Ouchy der Fall gewesen. Die Wiler waren zu passiv und hatten grosse Schwierigkeiten, zu Chancen zu kommen. Genau gesagt war in der gesamten ersten Halbzeit kein einziger Hochkaräter zu notieren. So konnten die Wiler zur Pause froh sein, nur mit 0:1 im Hintertreffen zu liegen. Denn Red Star war dem 2:0 mehr als einmal nahe: Zum Beispiel bei einem Fallrückzieher von Fabio Eid, der von Wils Goalie Zivko Kostadinovic mit einem starken Reflex um den Pfosten gedreht werden konnte. Später war der Ball im Wiler Strafraum am Arm von Captain Philipp Muntwiler. Doch ein Penaltypfiff erfolgte nicht.

Es folgte eine zweite Halbzeit, in der zwei Spieler mit Vergangenheit beim FC Zürich – der Stadtklub trainiert auf jener Anlage, wo Red Star gegen Wil gespielt wurde – für die Wende sorgten. Knackpunkt der Partie war, als die Äbtestädter aus dem Anspiel zur zweiten Halbzeit heraus den Ausgleich erzielten. Nach einem Vorstoss über rechts flog der Ball zur Mitte, wo Bledian Krasniqi, der vom FC Zürich nach Wil ausgeliehen ist, den Ausgleich erzielte.

Silvios erste Treffer seit fast zehn Monaten

Fortan waren die Wiler Herr im Haus und liessen nichts mehr anbrennen. Ausgerechnet Silvio machte den Sack zu. Ausgerechnet darum, weil Silvio einst beim FC Zürich gespielt hat und seine ersten beiden Pflichtspieltreffer seit dem 21. Oktober 2018 erzielte. Wobei anzumerken ist, dass ihn eine Verletzung zwischenzeitlich ausser Gefecht gesetzt hatte. Neun Minuten nach dem Ausgleich verwertete der Routinier ein Zuspiel von Mergim Brahimi per Kopf zur Wiler Führung, Mitte zweiter Halbzeit verlud er bei einem selbst herausgeholten Foulpenalty Red-Star-Goalie Jan Beeler und netzte ein. Damit war der Mist geführt. Der FC Wil liess kein Aufbäumen von Red Star mehr zu und bei den Zürchern schwanden die Kräfte.

So war es am Ende ein standesgemässer Wiler Sieg, auf den in der Pause noch wenig hingedeutet hatte. Zwar hatten die Wiler das Spieldiktat noch vor dem Seitenwechsel an sich gerissen, kamen aber erst nach Wiederbeginn in die heisse Zone des Gegners. Bei diesem stand übrigens Promi-Neuzuzug Kay Voser nicht im Aufgebot, da sein Fitness-Zustand noch nicht ausreichend ist. Aus Wiler Sicht gefiel, dass nach dem mageren Auftritt in der Startphase eine Reaktion folgte. Diese war so deutlich, dass von einem verdienten Sieg zu berichten ist.

Die Auslosung für die Cup-Sechzehntelfinals findet am Sonntagabend um etwa 18.20 Uhr im Rahmen der Sendung «Schweizer Cup Goool» auf SRF zwei statt. Möglich ist, dass den Wilern für jene Partie Mitte September ein Super-League-Verein als Gegner zugelost wird. Auch hallowil.ch wird über die Auslosung berichten.

Doppeltorschütze Silvio im Interview:

 
"Jeder Gegner ist schlagbar", sagt Silvio zu einem möglichen nächsten Gegner.

FC Red Star Zürich (1. Liga) – FC Wil 1900 1:3 (1:0)

Allmend Brunau: 300 Zuschauer. – Sr: Turkes.

Tore: 4. Gashi 1:0. 46. Krasniqi 1:1. 54. Silvio 1:2. 69. Silvio (Foulpenalty) 1:3.

FC Red Star Zürich: Beeler; Schnidrig, Valeri, Thalmann, Scherrer; Figueiredo (71. Salkic), Gashi, Bailargeault (82. Büchel), Ribeiro; Janett, Eid (62. Durand).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner, Schmied, Kamberi, Schmid; Krasniqi (90. Bosic), Ndau (56. Abedini), Muntwiler, Brahimi; Silvio (74 .Stojilkovic), Duah.

Bemerkungen: Red Star Zürich ohne Reiffer, Manikuttiyil, Doe (verletzt), Voser, Graf, Aeberli, Scheller und Ryffel (nicht im Aufgebot). Wil ohne Schäppi, von Niederhäusern (verletzt), Klein, Sejdija, Rahimi und Beka (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 2. Figueiredo (Foul). 17. Scherrer (Foul). 79. Muntwiler (Foul). 80. Rohner (Foul).

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Der Liveticker:

Das soll es gewesen sein aus Zürich. Wir gehen nun auf Stimmenfang und melden uns dann nochmals mit einem zusammenfassenden Artikel. Haben Sie noch ein schönes Rest-Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

In der Meisterschaft geht es für die Wiler am kommenden Samstag mit einem Heimspiel weiter. Ab 17.30 Uhr gastiert der SC Kriens in der IGP-Arena. Auch dieses Spiel können Sie im hallowil.ch-Liveticker mitverfolgen.

Es sei nochmals erwähnt: Die Auslosung für die Cup-Sechzehntalfinals findet morgen Sonntag um circa 18.20 Uhr im Rahmen der Sendung «Schweizer Cup Goool» auf SRF zwei statt. Auch hallowil.ch hält Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Schlussfazit: Der FC Wil brauchte eine halbe Stunde Anlaufzeit. Sein Glück war, dass er in dieser Phase nur mit 0:1 zurück lag. Doch dann nahmen die Wiler das Spieldiktat in die Hand. Wendepunkt war der Ausgleich nur 14 Sekunden nach Wiederbeginn. Dann spielten die Wiler ihre Überlegenheit aus. Alles in allem geht der Sieg in Ordnung.

Schlusspfiff auf der Brunau: Der FC Wil gewinnt dieses Cupspiel gegen den FC Red Star Zürich schliesslich standesgemäss mit 3:1.

90. Minute: Und Bosic drückt den Ball auch gleich in die Maschen. War aber Offside. Der Treffer zählt nicht. Weiter 3:1 für Wil.

90. Minute: Letzter Wechsel bei Wil: Torschütze Krasniqi macht platz für Bosic.

88. Minute: So wird dann das doch noch eine standesgemässe Sache. Auch wenn es eine Halbzeit Anlaufzeit brauchte für die favorisierten Gäste.

86. Minute: Red Star ist zwar bemüht. Aber die Amateure aus Zürich scheinen nicht die Kraft zu haben, um nochmals in die Partie zu finden.

82. Minute: Wechsel bei Red Star: Bailargeault macht platz für Büchel.

80. Minute: Nächste Verwarnung gegen eine Wiler: Es trifft Rohner. Ebenfalls wegen eines hohen Ellenbogens, praktisch an der genau gleichen Stelle des Feldes wie vorhin bei Muntwiler. Ein spezielles Geburtstagsgeschenk für den Zürcher in den Reihen des FC Wil. Er wird heute 21. Wir gratulieren … zum Geburtstag.

79. Minute: Darauf haben wir gewartet: Muntwiler wird verwarnt. Und zwar nach einem hohen Ellenbogen unweit des eigenen Strafraums. Die Freistoss-Flanke wird dann geklärt. Bei Muntwiler halten wir fest: Fünftes Pflichtspiel, fünfte Verwarnung.

78. Minute: Die Luft ist raus in dieser Phase. Rein vor der Spannung her wäre es gut, Red Star würde noch irgendwie der Anschlusstreffer gelingen. Aber wir kommen auch ohne weitere Spannung durch.

74. Minute: Auch Wil wechselt nochmals und bringt einen weiteren Zürcher: Stojilkovic ersetzt Silvio.

73. Minute: Das dürfte dann schon mehr als die halbe Miete sein. Die nächste Runde ist übrigens vom 13. bis 15. September, wenn Sie sich das schon mal merken wollen. Die Auslosung dazu findet morgen Sonntag-Abend statt.

71. Minute: Red Star wechselt nochmals: Figueiredo macht platz Salkic.

69. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil auf Foulpenalty durch Silvio zum 1:3. Schön den Goalie verladen und rechts unten getroffen.

68. Minute: Penalty für den FC Wil nach einem Foul von Gashi an Silvio.

66. Minute: Man hat nun das Gefühl: Wenn Wil das 3:1 macht, ist die Sache gelaufen. Aber so lange es "nur" 2:1 steht für die Gäste, ist natürlich alles offen.

64. Minute: Nach dem Startfurioso in der zweiten Halbzeit ist nun wieder etwas Ruhe eingekehrt. Nun kann man es positiv sehen und feststellen, dass die Wiler das Spiel kontrollieren.

62. Minute: Erster Wechsel bei Red Star: Eid geht raus, Durand kommt.

59. Minute: Das Ding ist also gekehrt. Und plötzlich muss Red Star das Spiel machen. Haben die Zürcher die Kraft, um zu reagieren? Wie auch immer: Die Wiler tun gut daran, den dritten Treffer anzustreben.

56. Minute: Erster Wechsel beim FC Wil: Ndau macht Platz für Abedini. Ein Zürcher weniger auf dem Feld. Wobei ja Abedini letzte Saison noch beim FC Winterthur gespielt hat.

54. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Silvio zum 1:2. Der Bärenanteil an diesem Treffer gehört Brahimi. Er lässt gleich mehrere Spieler stehen und flankt dann in den Strafraum. Dort trifft Silvio per Kopf aus rund einem Meter. Es ist Silvios erster Pflichtspieltreffer seit dem 21. Oktober 2018.

52. Minute: Aber dann wieder Red Star: Ribeiro schiesst aus rund 20 Metern. Der Ball wird noch gefährlich abgefälscht, geht aber am Tor vorbei. Der Corner bringt dann nichts ein.

51. Minute: Ein ganz anderer Auftritt der Wiler nach der Pause. Auch mit einer ganz anderen Körpersprache. Was wurde da in der Pause besprochen? Es scheinen die richtigen Worte gewesen zu sein. Aber natürlich: Gewonnen ist noch lange nichts.

46. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Krasniqi zum 1:1. Nach 14 Sekunden in der 2. Halbzeit schlägt es ein. Die Reaktion kommt also tatsächlich umgehend. Aus dem Anspiel heraus kommen die Wiler über rechts. Dann Ball zur Mitte, wo Krasniqi per Dropkick trifft. Ein Leispieler des FC Zürich skort auf dem Trainingsgelände des FC Zürich - gegen einen Zürcher Klub. Wichtig für Wil.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben. Mit einer 1:0-Führung für Red Star.

Die Mannschaften sind zurück. Gleich geht es weiter mit FC Red Star - FC Wil. Kommt nun die Reaktion der Wiler?

Pausenfazit: Auch wenn man hier natürlich nicht ein Schützenfest erwarten durfte, so war das doch eine enttäuschende erste Halbzeit der Ostschweizer. Keine einzige klare Möglichkeit haben sich die Wiler erarbeitet. Da waren die Zürcher prickelnder - mit dem Tor und dem Fallrückzieher. Einmal mehr waren die Wiler zu Beginn nicht bereit. Das war schon am vergangenen Sonntag in der Meisterschaft gegen Stade Lausanne-Ouchy und auch gegen die Grasshoppers so. Immerhin haben die Gäste gegen Ende der Halbzeit das Heft in die Hand genommen. Aber eben: Es schaute nichts raus. Da muss eine deutliche Leistungssteigerung her, um noch eine Runde weiterzukommen. Momentan droht ein böses Erwachen.

Pausenpfiff auf der Brunau: Der FC Red Star Zürich führt gegen den FC Wil überraschend, aber verdient mit 1:0.

42. Minute: Die Wiler Überlegenheit wird deutlicher. Wird das noch was vor der Pause?

40. Minute: Tja, es bleibt weiterhin bei Ansätzen der Gäste, obwohl diese nun schon ein spielerisches Übergewicht haben.

36. Minute: Nach der Flanke kann Thalmann den Fuss reinhalten. Doch der Ball geht drüber. Da fehlte doch ein bisschen was.

36. Minute: Das gibt einen gefährlichen Freistoss für Red Star von der Ecke des Strafraums aus.

34. Minute: Die Frage ist vor allem: Wo bleiben die Wiler Chancen? Ein Hochkaräter war noch nicht dabei.

32. Minute: Diese halbe Stunde war aus Wiler Sicht nichts. Die Hypothek beträgt ein Tor. Nur ein Tor.

28. Minute: "Spielt schneller, Jungs", fordert Wils Trainer Ciriaco Sforza. Auch dies ist sicher nicht verkehrt.

27. Minute: Die Wiler versuchen nun, das Spiel an sich zu reissen. Sicher keine falsche Idee.

24. Minute: Ein erster Zürcher liegt am Boden. Ein Schelm, der denkt, dass es schon früh losgeht ...

22. Minute: Dann doch mal die Wiler: Muntwiler versucht es aus rund 20 Metern. Doch der Ball rauscht rund einen Meter drüber.

20. Minute: Da war das 2:0 praktisch schon Tatsache. Eid mit einem Fallrückzieher, der gepasst hätte. Aber Kostadinovic taucht sehr gut ab und dreht die Kugel noch um den Pfosten. Wow, von beiden.

17. Minute: Wieder ein gar hartes Einsteigen eines Zürchers: Scherrer grätscht im Halbfeld nahe der Seitenaus-Linie Duah um und wird verwarnt. Die Zürcher geben den Tarif durch.

16. Minute: Ui, da haben die Wiler Glück: Der Ball geht Muntwiler an den Arm. Und dies im eigenen Strafraum. Grosses Geschrei von der Red-Star-Bank aus, aber kein Pfiff des Schiedsrichters. Heikel, heikel. Glück für die Wiler.

15. Minute: Eine Viertelstunde ist gleich rum. Eine ausgeglichene Startphase, in welcher Red Star die einzige Chance verwertet hat. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied ist aber nichts zu sehen bisher.

11. Minute: Ein erster Corner für Wil: Bleibt aber harmlos. Somit warten wir weiter auf die erste Chance der Gäste.

8. Minute: Die Reaktion der Wiler? Bis anhin äusserst zaghaft.

4. Minute: TOOOOOOR für den FC Red Star Zürich durch Gashi zum 1:0. Das geht viel zu leicht. Janett kann sich im Zentrum durchsetzen, legt dann auf links zu Ribeiro. Der spielt von nahe der Grundlinie zurück zu Gashi, der von der Strafraumgrenze aus sicher in die linke Ecke trifft. Kaltstart für die Wiler an diesem schwülwarmen Nachmittag.

2. Minute: Der erste Aufreger ist eine Gelbe Karte gegen Figueiredo von Red Star. Er hält den Fuss gegen Ndau gar hart drüber. Zu recht Gelb.

1. Minute: Los geht's. Der Ball rollt.

Die Mannschaften sind da. In Kürze geht es los. Viel Spass mit dem Cupspiel FC Red Star Zürich gegen FC Wil.

Geleitet wird das Spiel vom Unparteiischen Mirel Turkes.

Red-Star-Zürich-Trainer Simon Rodunerhat sich auch für ein 4-4-2-System entschieden. Im Tor steht Beeler. Die Abwehr bilden von rechts nach links Schnidrig, Valeri, Thalmann und Scherrer. Im Mittelfeld laufen auf von rechts her gesehen Figueiredo, Gashi, Bailargeault und Ribeiro. Die beiden Stürmer sind Janett (rechts) und Eid. Nicht im Aufgebot steht Promi-Neuzuzug Kay Voser - wegen Trainingsrückstand.

Kommen wir nun zu den Mannschaftsaufstellungen. Der FC Wil beginnt heute mal in einem 4-4-2-System statt im gewohnten 4-2-3-1. Im Tor ist Kostadinovic. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Rohner, Schmied, Kamberi und Schmid. Im Mittelfeld spielen von rechts nach links Krasniqi, Ndau, Muntwiler und Brahimi. Die beiden Stürmer sind Silvio (rechts) und Duah. Also fast die volle Portion Zürich. Einzig Stojilkovic ist Ersatz. Nur zivil hier ist Nick von Niederhäusern. Er hat sich gestern im Training den Fuss vertreten bei einer Landung und fehlt heute verletzt.

Muss nicht zwangsläufig sein. Denn gerade im Cup setzt Red Star immer wieder Ausrufezeichen und kommt wiederholt weit. Im vergangenen Herbst zitterte sich der FC Zürich aus der Super League hier zu einem 3:2-Sieg – dies nach einer 3:0-Führung. Wenn die Wiler also den Gegner unterschätzen, könnte es eine Bruchlandung geben. Favorisiert sind aber klar die Ostschweizer.

Beide Mannschaften gehören schon lange ihrer Liga an. Der FC Wil ist nun im 16. Jahr am Stück in der zweithöchsten Spielklasse. Red Star Zürich spielt schon fast seit Menschengedenken in der 1. Liga, die ja mittlerweile die vierthöchste Spielklasse das Landes ist. Die beiden Teams trennen also zwei Ligen. Eine alte Faustregel besagt: Zwei Tore Unterschied pro Liga. Gibt das also einen deutlichen Sieg für die Wiler?

Heute muss es einen Sieger geben. Schweizer Cup ist angesagt. In diesem Sinne: Herzlich willkommen aus der Zürcher Brunau, vielen vom Auto her bekannt, zum Spiel der ersten Cup-Hauptrunde zwischen dem FC Red Star Zürich aus der 1. Liga und dem FC Wil aus der Challenge League. Simon Dudle tickert für sie durch den Nachmittag, der ja nicht zwangsläufig spannend werden muss.

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Die Vorschau:

Es wird viel «Züri-Dütsch» gesprochen auf der Allmend Brunau. Natürlich einerseits beim 1.-Liga-Verein Red Star Zürich. Aber eben auch beim Gegner aus Wil. Denn die Äbtestädter haben diesen Sommer eine ganze Reihe an Spielern aus dem Nachwuchs des FC Zürich verpflichtet. Es sind dies Verteidiger Lindrit Kamberi, die Mittelfeldspieler Kastriot Ndau, Fabian Rohner, Bledian Krasniqi und Stürmer Filip Stojilkovic, der beim Zürcher Stadtklub fussballerisch ausgebildet worden ist. Dazu kommen Silvio, der mit den Zürchern in der Super League spielte, und Mergim Brahimi, der bei den Grasshoppers eine schöne Zeit hatte. Das sind nicht weniger als sieben Spieler mit einer ansehnlich starken Bindung an die Stadt Zürich. Apropos FC Zürich: Dieser trägt seine Trainings auf der Allmend Brunau aus, wo der FC Red Star am Samstag den FC Wil im Cup fordern wird.

Die Wiler:

Wie üblich gilt es für den FC Wil, die erste Runde zu überstehen, um dann bereits in den Sechzehntelfinals auf einen Gegner aus der Super League treffen zu können. Der Cup-Aufgalopp ist in der jüngeren Vergangenheit unterschiedlich gut geglückt. Vor Jahresfrist gab es einen ungefährdeten 3:0-Erfolg im Derby gegen den FC Uzwil aus der 2. Liga interregional. Ein Jahr zuvor war es gar ein 7:0-Sieg bei Arbon aus der 2. Liga regional. Doch ein weiteres Jahr davor hiess der Gegner Stade Lausanne-Ouchy, spielte damals in der 1. Liga und war eine viel zu hohe Hürde für den damals türkisch geprägten Champions-League-Aspiranten aus Wil.

Diese Zeiten sind längst vorbei und nur noch ein Spieler von damals ist übrig: Silvano Schäppi, der auch schon beim FC Zürich gespielt hat, derzeit aber verletzt ist. Spielberechtigt ist am Samstag Captain Philipp Muntwiler. Dieser kassierte zwar am vergangenen Sonntag im vierten Saisonspiel die vierte Verwarnung. Die daraus resultierende Sperre hat er aber in der Meisterschaft abzusitzen, also eine Woche später im Heimspiel gegen Kriens.

Die Zürcher:

Der FC Red Star Zürich ist eine Mannschaft, die im Cup immer wieder für Aufsehen sorgt. So auch in der vergangenen Saison, als nach Siegen gegen Zug und Cham im Achtelfinal der FC Zürich auf der Brunau blieb – und nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 3:0 führte. Doch eine weitere halbe Stunde später hatte Red Star vor 3500 Fans auf 2:3 verkürzt und für eine spannende, jedoch torlose Schlussphase gesorgt. Auch im Herbst 2015 stand Red Star im Achtelfinal, hatte aber Lospech und auch kein Spielglück. Gegen Köniz aus der Promotion League resultierte eine 1:2-Heimniederlage.

In der laufenden Saison sind die Zürcher mit zweimal einem 0:3 gestartet. Zuhause gab es gegen Aufsteiger Balzers eine deutliche Niederlage, in Tuggen dann aber einen ebenso ungefährdeten Sieg – bei jedoch rund 85-minütiger Überzahl. Trainiert wird die Mannschaft von Simon Roduner, der als Aktiver mal eine Saison beim FC St. Gallen bestritt – in der Challenge League. Bekanntester Spieler ist Kay Voser, der noch vergangenes Jahr beim FC Zürich unter Vertrag stand und nun als Journalist tätig ist. In den ersten beiden Meisterschaftsspielen kam er allerdings noch nicht zum Einsatz.