Spielerisch war es ein durchzogenes Wochenende für Uzwil. Am Samtag verlor die Mannschaft die Auswärtspartie in Zürich mit 2:6, am Sonntag resultierte ein 6:2-Heimsieg gegen Lausanne. In beiden Begegnungen konnte der Badmintonclub Uzwil nicht in Bestbesetzung auflaufen. Die ausländischen Profispieler*innen fehlten allesamt aus unterschiedlichen Gründen. Während Artem Pochtarev (UKR) und Zvonimir Durkinjak (CRO) immer noch verletzungshalber ausfielen, wurde Cheryl Seinen (NED) vom holländischen Badmintonverband mit einem Ausreiseverbot belegt. Dies weil in einer Woche die Europameisterschaften stattfinden und man coronabedingt keine Risiken eingehen wollte. So lag es an den einheimischen NLA-Spieler*innen die Playoffqualifikation in trockene Tücher zu bringen. «Das war unser Ziel und dieses haben wir erreicht», sagte der zufriedene BCU-Spielertrainer Iztok Utrosa am Sonntagabend.

Harzige Partie gegen Zürich

Besonders harzig gestaltete sich die Partie gegen das stark besetzte Zürich. Nur gerade Milena Schnider und Julien Scheiwiller konnten im Einzel für Uzwil punkten. Alle anderen Spiele gingen trotz kämpferischen Leistungen verloren. Auch Ramon Kropf musste sich erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Besser sah es dann gegen das schwächere Lausanne aus. Uzwil ging rasch in Führung und musste nie um den Sieg bangen. Letztlich war der Heimsieg eine klare Angelegenheit. Dies freute auch den St.Galler Regierungsrat und Sportminister Stefan Kölliker, der sich vor Ort persönlich ein Augenschein von der Situation rund um das Geisterspiel nahm.

Titelentscheidung im Mai

Nun stehen die verkürzten Playoffs an. Die Titelentscheidung fällt an einem einzigen Wochenende und zwar am 15./16. Mai. Dafür wurde eigens ein neutraler Spielort gesucht. Fündig wurde Swiss Badminton in Uster. Dort werden am Samstag beide Halbfinalspiele ausgetragen und am Sonntag das Finalspiel. Alle Partien finden ohne Zuschauer*innen statt. 

Für den Badmintonclub Uzwil als amtierender Schweizermeister hat die Titelverteidigung oberste Priorität. Die Chancen dafür sind realistisch, wenn die Mannschaft in bester Formation auflaufen kann. «Wir rechnen damit, dass unsere ausländischen Spieler*innen die Playoffs spielen werden», sagt Iztok Utrosa. Uzwil trifft im Halbfinal auf Yverdon. Das andere Duell bestreiten Argovia und Zürich. 

(Matthias Zindel, BC Uzwil)