Der Bahnhof Algetshausen-Henau bleibt vorderhand zu – so der Entscheid des Bundesamts für Verkehr. Man lasse ihn jedoch auf der Bahnhofsliste, so dass eine Wiedereröffnung möglich bleibe. Begründet wird der Entscheid damit, dass die Zeitreserve im Fahrplan für einen Halt fehle. Der Hinweis, dass der Bahnhof übrigens auch nicht behindertengerecht sei, gehört eher ins Kapitel «ergänzende Begründung».Der Gemeinderat rannte beim kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr mit seiner Erinnerung, den Bahnhof Algetshausen-Henau wieder aufzumachen, offene Türen ein. Nicht nur das Versprechen, sich für eine Wiedereröffnung einzusetzen, ist dem Kanton allzu bekannt. Er hat auch finanzielle Interessen: Die Buslinie ist deutlich teurer als der Bahnhof Algetshausen-Henau. Und der finanzielle Druck auf die Mittel des öffentlichen Verkehrs steigt. Die Angebote sollten ausgebaut werden und die Kosten sinken.

Neue Spielregeln
Seit der Abstimmung über die Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) am 9. Februar 2014 ist das Bundesamt für Verkehr und nicht mehr die SBB für die Infrastruktur zuständig. Das BAV priorisiert den Güterverkehr auf Anordnung des Bundesrats deutlich höher. Schien eine Wiedereröffnung des Bahnhofs Algetshausen-Henau auf Dezember 2018 vor wenigen Jahren noch realistisch, so hat dieser Strategie-Entscheid einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Aus größerer Flughöhe ist es sinnvoll, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren. Ein Güterzug ersetzt etwa 52 Lastwagen. Für die Einwohner im Einzugsgebiet des Bahnhofs Algetshausen-Henau ist das ein schwacher Trost. Auch der Hinweis, dass dieser Entscheid des BAV weitreichende Konsequenzen für den Knoten Wil hat und damit das ganze Busnetz in der Region auf den Kopf stellt, hilft dem Einzelnen nicht.

Vorausschauend
Unter den aktuellen Voraussetzungen – so die Einschätzung des Gemeinderates – wurde ein akzeptables Buskonzept für die ganze Gemeinde Uzwil erarbeitet. Dabei hat man die Ausbauschritte 2025 sowie 2030 bereits im Hinterkopf und versuchte sich als Gemeinde und Region strategisch richtig aufzustellen. Dafür braucht es eine gute Zusammenarbeit mit den Thurgauer Gemeinden zwischen Winterthur und Wil und auch mit dem Zürcher Verkehrsverbund.

Wenn nicht zwischen Winterthur und Wil Fahrzeitverbesserungen erreicht werden können – etwa mit der Schliessung von Bahnhöfen oder mit dem Bau des Brüttener Tunnels – werden gewisse Effizienzsteigerungen im ganzen Netz nicht zu erreichen sein. Sodann spielen die Forderungen der Hauptstadt St. Gallen eine Rolle, dass man in weniger als einer Stunde nach Zürich fahren können soll. Fragt sich, wem Fahrzeitgewinne in Zukunft nützen sollen. Der Gemeinderat und die Region Wil plädieren für faktenbasierte Entscheide: Zwischen Wil und Uzwil gehören die Fahrgastzahlen der Bahn zu den höchsten im ganzen Kanton. | Lucas Keel

WEITERE THEMEN
Uzwil und Oberuzwil gegen Jonschwil

Mehr Bewegung und gesunde Ernährung: Das steht bei den sportlichen Duellen zwischen Gemeinden im Vordergrund. Sie werden im Rahmen des «Coop Gemeinde Duells von schweiz.bewegt» durchgeführt. Vom 25. Mai bis 2. Juni 2018 kommt es zum Show-Down zwischen den Gemeinden hüben und drüben des Bettenauerweihers. Oberuzwil und Uzwil treten gemeinsam gegen Jonschwil an.

Die Gemeinden Uzwil, Oberuzwil und die IG Sport Region Uzwil – sie vereint die Sportvereine der beiden Gemeinden – haben die Idee des Gemeindeduells aufgegriffen. Auf der Suche nach einem Duellpartner wandte man sich an die Nachbargemeinde. Die Anfrage kam in Jonschwil gut an. Denn dort erinnert man sich noch gut daran, dass man vor zehn Jahren ein Duell gegen Bütschwil knapp gewann.

Bewegungsminuten und Einwohnerzahl
Für die beiden Duellpartner gilt es, während neun Tagen möglichst viele Bewegungsminuten von Einwohnern zu sammeln. Mitmachen können vom Kleinkind bis zu den Grosseltern alle. Vereinsaktivitäten und Schulsport zählen dazu. Damit die Spiesse der beiden Konkurrenten gleich lang sind, werden die Bewegungsminuten mit der Einwohnerzahl gewichtet, d.h. das deutlich kleinere Jonschwil mit rund 3'800 Einwohnern muss sich nicht vor Uzwil und Oberuzwil mit gemeinsam rund 19'000 Einwohnern fürchten.

Kreativität und Sportsgeist gefragt
Auf beiden Seiten des Bettenauerweihers wird nun ein OK für das neuntägige Duell gebildet. Kreative Ideen für vielfältige Bewegungsmöglichkeiten möglichst breiter Bevölkerungskreise sind gefragt. Dabei zählen nicht die sportlichen Höchstleistungen, sondern Bewegungsmöglichkeiten für die Allgemeinheit. Bewegung schafft auch Begegnung. Die Duell-Periode soll auch einen Festcharakter haben, indem man sich trifft und gemeinsam etwas unternimmt.

Reservieren Sie sich noch heute diese Daten. Jede Minute Bewegung zählt!
25. Mai 2018
Startanlass mit Duellgemeinde Jonschwil
27. Mai 2018
SlowUp (Freie Fahrt auf der Strasse)
2. Juni 2018
Schlussanlass

Diverse Bewegungsanlässe finden während der Woche vom 25. Mai bis 2. Juni 2018 statt. Ihr Kontakt: Christine Wirth-Angehrn, Telefon 071 385 07 07 bzw. wirthchristine@bluewin.ch und Kathrin Germann, Telefon 078 793 84 93.
Aktuelle Informationen laufend auf der Homepage www.ig-sport-uzwil.ch/oberUZWILbewegt

Am Herbstmarktfreitag, 29. September, findet um 17 Uhr in der Kreuzung eine Überraschung statt. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich bewegen!

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Mit Energie am Herbstmarkt
Auch in diesem Jahr ist die Energiewende Thema am Herbstmarkt. Spielerisch, lustvoll und informativ.

Bald schon Tradition hat das Buzzer-Quiz am Stand der Gemeinde. Wer weiss die richtige Antwort und reagiert den entscheidenden Tick schneller? Testen Sie Ihr Energiewissen, messen Sie sich mit Freunden oder treten Sie zum Familienduell an. Den spielerischen Wettbewerb um Punkte und Preise leitet wiederum frisch und witzig Joe Keller – die bekannte Stimme von Radio FM1. Auch am Stand präsent sind die Fachleute der Energieagentur St. Gallen. Von ihnen erfahren Sie alles rund um das Uzwiler Beratungs- und Förderangebot auf dem Weg zur Energiewende, wichtige Fakten und praktische Tipps für den Alltag im Umgang mit Energie. Welche Interessen Sie auch an unseren Stand führen, gewinnen werden Sie auf jeden Fall. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Skulpturenweg
Peter Bernhardsgrütter präsentiert vier Werke vor dem Gemeindesaal. Sie stehen vor dem Gemeindesaal: Vier Skulpturen von Peter Bernhardsgrütter aus Hohentannen. Den Künstler bewegen die grossen Themen des Lebens. Anlässlich des Skulpturenwegs zeigt er seine Interpretation von Behütet, Federleicht, Network und Geschlossenheit. Die Skulpturen sind aus Stahl in Rostoptik, ein Material das zum industriegeprägten Uzwil passt. Und so fügen sie sich vor dem Gemeindesaal ein, als wären sie eigens für diesen Standort geschaffen. | Melanie Müller

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Amphibien fördern
Amphibien habens schwer, sind oft stark gefährdet. Massnahmen sind erforderlich. Neue Teiche sollen helfen, die Bestände zu sichern. Das Gebiet Gill-Felsegg ist dazu sehr geeignet.

Im Kanton St. Gallen kommen 14 Amphibienarten vor. Davon sind sechs stark gefährdet. Auch wenn viel für ihren Erhalt unternommen wurde, konnte der Rückgang nicht aufgehalten werden. Besonders kritisch ist die Situation im Thurtal. Von Kreuzkröte, Teichmolch und Kammmolch sind hier nur noch einzelne völlig isolierte Vorkommen bekannt. Ihr Überleben ist nicht mehr gesichert. Laubfrosch, Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke haben einen starken Rückgang erlitten und sind aus einigen Gemeinden verschwunden. In den verbleibenden bedeutenden Amphibienlaichgebieten im Thurtal besteht die Gefahr, dass der Tierbestand in den nächsten Jahren zusammenbricht.

Amphibienförderprojekt
Die kritische Situation verlangt rasch nach Massnahmen, um die Zahl der Vorkommen zu erhöhen und die bestehenden Reliktvorkommen zu stärken und räumlich zu vernetzen. Dafür startete 2013 unter der Trägerschaft von Pro Natura St. Gallen-Appenzell ein Projekt. Dank dieser Initiative konnten bereits über 30 neue Laichgewässer geschaffen werden. Erste Erfolge lassen sich sehen.

Neue Teiche im Gebiet Gill-Felsegg
Die kleine Aue im Gebiet Gill eignet sich zur Förderung von Laubfrosch, Kammmolch und Teichmolch. Insbesondere besteht die Chance, dass dort ein Vorkommen von Kreuzkröten wieder hergestellt werden kann. Die Art kommt nur noch an zwei Stellen im Kanton vor. Sind die neuen Teiche angelegt, soll das Gebiet zu einem wichtigen Vermehrungszentrum für gefährdete Amphibien werden. Die Baugesuche für die beiden Teiche auf dem gemeindeeigenen Grundstück Nr. 3456, Gill-Henau, liegen bis zum 2. Oktober bei der Uzwiler Bauverwaltung öffentlich auf. Während der Auflagefrist sind Einsprachen möglich. Die Gemeinde wird sich an den Teichen mit einem Beitrag von 36‘000 Franken beteiligen. Weiter wird das Projekt durch Beiträge von Bund und Kanton, der Pro Natura und mehrerer Stiftungen finanziert.

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Verwaltung zügelt im Dezember
In der Woche vom 11. bis 15. Dezember zügeln die dezentralen Standorte der Verwaltung ins neue Gemeindehaus. Während der Zügelwoche gibts einen Notbetrieb für unaufschiebbare Dienstleistungen. Unsere Bitte: Wenn immer möglich nutzen Sie unsere Dienstleistungen vorher oder nachher. Danke.