Im vergangenen Jahr leisteten die Wiler Bahnhof-Patinnen und -Paten rund 1 000 Arbeitsstunden, erklärte Marc Bilger, Departementsleiter Gesellschaft und Sicherheit der Stadt Wil gegenüber hallowil.

Nach einem coronabedingten Unterbruch von Mitte Dezember 2020 bis Ende Mai 2021 drehen die Bahnhof-Paten seit 1. Juni 2021 wieder in Zweierteams ihre Runden. 

Sie sind laut Marc Bilger in Schichten à 3 Std. zwischen 14 und 20 Uhr vor Ort . «Wobei einzelne Tage auch unbesetzt sind.» Mit ihrer Präsenz am Bahnhof würden sie dazu beitragen, dass sich Reisende und PassantInnen sicherer fühlen. Diese Freiwilligenarbeit wird in Wil von zwei Frauen und elf Männern geleistet.

Unterstützung für Bahnkunden

Speziell während der Umbauphase leisten die Bahnhof-Paten nötigenfalls Hilfe und informieren Reisende. Marc Bilger nennt als Bedarfsgruppe speziell Seniorinnen und Senioren, Familien mit Kinderwagen sowie Reisende mit eingeschränkter Sehkraft.

Gemäss Angaben des städtischen Kadermitarbeiters können dank der Aufmerksamkeit der Zweierteams Beschädigungen und Verunreinigungen rascher behoben werden. 

Im Weiteren werden sie bei Rauchen in der Nichtraucherzone sowie bei fehlenden Masken in Innenräumen, etwa im Wartebereich, aktiv.

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Das Wiler Bahnhofsareal wird Tag und Nacht von vielen Menschen in unterschiedlichsten Lebensumständen frequentiert. (Foto: Adrian Zeller) 

Laut Angaben des Departements Gesellschaft und Sicherheit der Stadt Wil intervenieren sie auch bei Missachtung der Bahnhofsordnung, z.B. Trottinett fahren auf den Perrons. Sie machen auf Gefahren aufmerksam, wenn jemand nahe an den Gleisen steht oder die weisse Sicherheitslinie überschritten hat.

Marc Bilger betont: «Die Passagiere fühlen sich sicherer, vor allem in Abendstunden; Bahnkunden geben uns positive Rückmeldungen.» 

Er fügt an, dass die Bahnhof-Paten bei Bedarf die Transport- oder die Ortspolizei rasch avisieren können.

Gut zu wissen:

Gemäss Angaben der SBB lautet das Motto des Einsatzes der Bahnhof-Patinnen und -Paten «Hinsehen, helfen und melden.»

Die angehenden Bahnhofspaten werden in einer dreitägigen Basisschulung auf ihre Einsätze vorbereitet.

Als Anerkennung für ihre Tätigkeit erhalten sie laut SBB eine Spesenentschädigung und jährlich den Betrag für den Kauf eines Halbtax-Abos. Zudem werden sie zu einem Ausflug oder zu einem Jahresschlussessen eingeladen.

Derzeit stehen Bahnhof-Paten ausser in Wil in acht weiteren Städten und Gemeinden in der Deutschschweiz im Einsatz; in der Westschweiz sind es sieben und im Tessin zwei.

Weitere Informationen: sbb.ch/railfair