Abwechslung ist im Seniorenzentrum willkommen. Am Mittwochvormittag war es ein Ereignis der besonderen und seltenen Art. Den ersten Spatenstich zu einem Neubau- und Erweiterungsprojekt von ansehnlicher Grösse verfolgten die Bewohner der Sonnmatt mit Interesse. Einige wurden symbolisch mit einem Spaten ausgerüstet.

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Der Uzwiler Gemeindepräsident Lucas Keel bat die Bewohnerinnen und Bewohner,  unvermeidbare Unannehmlichkeiten während der Bauzeit grosszügig zu ertragen.


«Nomen est Omen»

Der Uzwiler Gemeindepräsident Lucas Keel stellte in seiner kurzen Ansprache fest, dass man für den Neubau nicht lange nach einem Namen habe suchen müssen. Sonnmatt – sonnige Matte – sei Programm. Ein Wermutstropfen sei, dass die alte Scheune abgebrochen werden müsse. Oft habe er vor der Scheune Menschen an der Sonne sitzen sehen. Aber es gebe ja etwas Neues, worauf er sich freue und auf das sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner freuen dürften. 

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Die Gemeindepräsidenten der Trägergemeinden und der Heimleiter: Lucas Keel, Uzwil, Cornel Egger, Oberuzwil, Kurt Marti, Heimleiter, und Alexander Bommeli, Oberbüren.


Zweieinhalbjährige Bauzeit

Man stehe nun am «Point Of No Return». Also am Punkt, von dem es kein Zurück mehr gebe. Jetzt gehe es nur noch vorwärts, und zwar rasch. Beeindruckend sei, welche Vorarbeiten in wenigen Tagen schon geleistet worden seien. Es stehe eine spannende Bauzeit bevor. Keel ermunterte die Bewohner, die Arbeiten interessiert zu verfolgen und gewisse unvermeidbare Unannehmlichkeiten grosszügig zu ertragen. In zweieinhalb Jahren dürfte dann eine der grössten regionalen Aufgaben der drei Gemeinden Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren abgeschlossen sein.

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Die Architekten: Werner Meier und Patrick Frauendorf vom Zürcher Büro Architektur Design Planung AG.


Demografie berücksichtigt

Für den Neubau und die Erweiterung haben die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil an der Urne und Oberbüren an der Gemeindeversammlung Kredite im gesamten Umfang von 38 Millionen Franken und zusätzlich rund 8 Millionen für den Grundstückkauf bewilligt. Das Seniorenzentrum Uzwil gehört zu den grössten öffentlichen Pflegeheimen im Kanton St. Gallen. Die kontinuierlich stegendende Einwohnerzahl in den drei Trägergemeinden liegt aktuell bei rund 23‘000. Der Anteil älterer Leute dürfte sich noch deutlich erhöhen. Diese demografische Entwicklung wirkt sich auch auf die Zahl der nötigen Pflegeheimplätze aus.


79 neue Bewohnerzimmer

Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen und die aktuellen Erkenntnisse ist ein Bauprojekt ausgearbeitet worden, in welchem 79 Bewohnerzimmer das bisherige Angebot ergänzen. Gleichzeitig verschwinden bestehende Mehrbettzimmer. Das steigert den Komfort. Der älteste bestehende Gebäudeteil, das ehemalige Altersheim Uzwil mit neun kleinen Einzelzimmern, wird abgebrochen und macht Platz für die geplante Erweiterung.


Viergeschossiger Erweiterungsbau

Der Erweiterungsbau umfasst ein viergeschossiges Gebäude, welches mit einem Zwischentrakt sowohl unterirdisch als auch via Erdgeschoss direkt mit den bestehenden Häusern verbunden ist. Zum Projekt gehören eine Tiefgarage mit 30 Plätzen und die Neugestaltung von 70 Parkplätzen für Besucher und Mitarbeitende.


Cafeteria im Provisorium

Die Anpassungs- und Umbauarbeiten betreffen Räume im Untergeschoss, im Erdgeschoss und teilweise auch im Obergeschoss. Im Erdgeschoss des bestehenden Verwaltungstrakts werden weitere Büros eingebaut. Im Untergeschoss wird die Wäscherei verlegt und deren Kapazität erhöht. Es gibt zusätzliche Garderoben, WC- und Duschanlagen für die Mitarbeitenden. Lager- und Technikräume werden umdisponiert. Für die Cafeteria muss während der Bauzeit ein Provisorium erstellt werden.