Die Revision der Ortsplanung der Gemeinde Zuwzwil ist im Gange. Nachdem der Gemeinderat im letzten Jahr eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt hat und im Frühjahr 2018 das Raumkonzept verabschiedet wurde, läuft aktuell eine Umfrage zur Baulanderhältlichkeit.

Totalrevision vorantreiben
Im Jahr 2004 bzw. im Jahr 2008 wurden die Teile «Nutzung» sowie «Landschaft und Schutz» der kommunalen Richtplanung letztmals umfassend revidiert. Mit der Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) sowie der Inkraftsetzung des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG) haben sich neue Anforderungen an die kommunalen Planungsinstrumente ergeben.

Das bau- und planungsrechtliche Instrumentarium ist auf der Basis des kantonalen Rechts grundsätzlich neu aufzubauen. Für die Anpassung der Planungsinstrumente wie Zonenplan und Baureglement bleibt bis im September 2027 Zeit. Bis zur Gesamtrevision der Unterlagen sind keinerlei Anpassungen möglich. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, die Totalrevision zügig voranzutreiben.

Planungsziele festgelegt
Das Raumkonzept definiert die konzeptionelle und strategische Ausrichtung der Gemeinde, formuliert Entwicklungsziele und gibt die grobe Stossrichtung der Gemeindeentwicklung vor. Der Gemeinderat hat sich nebst der Anpassung der kommunalen Unterlagen im Zusammenhang mit der Revision der Ortsplanung folgende drei Ziele gesetzt:
- Das Potenzial der Innenentwicklung ist konsequent zu mobilisieren.
- Die Ortsplanung soll auf einer klaren Entwicklungsstrategie aufbauen.
- Der Kommunikation und Mitwirkung ist Beachtung zu schenken.

Fokus auf Innenentwicklung
Nebst der Grundlagenerarbeitung ist auch dem Grundsatz der Innenentwicklung konsequenter Nachachtung zu verschaffen. Um eine Gemeindeentwicklung zu ermöglichen, ist die Gemeinde auf ein zweckmässiges Angebot an baulich nutzbaren Bauzonenflächen angewiesen. Im Sinne der Innenentwicklung und unter Berücksichtigung einer angemessenen Wohnqualität sind Flächen, die dem Baugebiet zugewiesen und grob erschlossen sind, grundsätzlich zu bebauen respektive ihre Erhältlichkeit ist zu sichern.

Nicht erhältliche Grundstücke sind dem Nichtbaugebiet zuzuordnen. Die Gemeinde könnte gar ein gesetzliches Kaufrecht ausüben. Es besteht die Absicht, die Erhältlichkeit zusammen mit den Eigentümern gegenseitig zu vereinbaren.

Baulandumfrage
Derzeit läuft eine Umfrage bei sämtlichen Grundeigentümern, die im Besitz von eingezonten und noch nicht überbauten Flächen sind. Im Fragebogen ist unter anderem anzugeben, weshalb die freien Flächen bislang noch nicht überbaut wurden oder weshalb das Bauland allenfalls nicht erhältlich ist. Der Gemeinderat erwartet bis Ende September 2018 die ausgefüllten Fragebogen zurück. Die Ergebnisse werden anschliessend in den Richtplantext einfliessen.

WEITERE THEMEN

Neue provisorische Haltestelle
Durch die Bauarbeiten bei der «ehemaligen Post» kann die Postautohaltestelle nicht mehr angefahren werden. In Fahrtrichtung Wil wurde eine provisorische Haltestelle «Schule» geschaffen. Diese befindet sich rund 100 Meter südlich und bleibt bis zur Vollendung der Bauarbeiten bestehen.

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Halltestelle alte Post wegen Baustelle verschoben.

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Aus dem Gemeinderat
Gemeindeanteil öffentlicher Verkehr

Das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr hat mitgeteilt, dass mit dem Fahrplan 2019 in verschiedenen Regionen ein Ausbau des Regional- und Ortsverkehrs stattfinden wird. Dies teilweise als Folge der Änderungen im Fernverkehr. Der zu erwartende Gemeindeanteil 2019 beträgt 424‘300 Franken. Im diesjährigen Budget sind 436‘000 Franken enthalten. Aufgrund der aktuellen Berechnungen gegenüber den bisherigen Prognosen wird sich der Gemeindeanteil für das Jahr 2018 deutlich reduzieren, weil mit fast allen Transportunternehmen Angebotsvereinbarungen abgeschlossen werden konnten. Die Rückerstattungen von PostAuto im Zusammenhang mit den Verstössen gegen subventionsrechtliche Bestimmungen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

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Sanierung Dorfbach
Für die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie für einen Hochwasserentlastungs-Stollen waren verschiedene Bohrungen erforderlich. Sie sollen zeigen, wie die Bodenbeschaffenheit aussieht. Diese wird einen massgeblichen Einfluss auf die Kosten haben. Die sechs Bohrungen wurden durch die UGS Bauuntergrunduntersuchung AG, Au, ausgeführt.

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Bohrungen zur Bodenbeschaffenheit für einen Stollen im Rahmen Dorfbachsaneriung.

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Aus der Schule
Erfolgreicher Abschluss
Hauswart Martin Kalberer hat sich berufsbegleitend weitergebildet. Anfang September 2018 durfte er in Zürich das Diplom als «Diplomierter Leiter in Facility Management» entgegen nehmen. Gemeinderat und Schulrat sowie alle Mitarbeitenden gratulieren Martin Kalberer zu diesem Erfolg.

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Fachkommission «Gesundheit und Prävention»
Der Schulrat hat sich die Förderung eines nachhaltigen Gesundheitsbewusstseins zum Ziel gesetzt und im Jahr 2013 die Fachkommission «Gesundheit und Prävention» eingesetzt. Im Frühjahr 2018 hat der Schulrat anlässlich seiner Klausur festgestellt, dass abgesehen vom Znüniprojekt nur einzelne Ideen aus der Kommission umgesetzt werden konnten. Auf Antrag des Schulrates hat der Gemeinderat deshalb die Fachkommission «Gesundheit und Prävention» aufgehoben. Selbstverständlich werden die verabschiedeten Legislaturziele «gesunde Schule» trotzdem weiterverfolgt.

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Fachkommission «ICT»
Ein Mitglied der Fachkommission ICT wird voraussichtlich Ende Juli 2020 in den Ruhestand treten. Um einen optimalen Übergang zu gewährleisten, wurde zur Ergänzung der Kommission Primarlehrer Claude Angehrn in die Fachkommission gewählt.