Städte werden im Hochsommer zu Saunas. Wie Messungen der Universität Würzburg ergeben haben, können die Unterschiede der Temperatur zwischen Innenstädten und der ländlichen Umgebung rund acht Grad betragen.

An intensiven Sonnentagen tragen vor allem Asphaltstrassen, mit Steinplatten abgedeckt Plätze sowie Gebäude aus Beton und Ziegeln zu einer erhöhten Temperatur in Innenstädten bei. Sie wirken als Wärmespeicher, auch in der Nacht bleibt es in der Stadt heiss. 

Intensive Verdunstung

Allerdings ist es in Städten nicht überall gleich warm, die Wahrnehmung der innerstädtischen Temperatur kann gemäss Angaben der Würzburger Forscher bis 11 Grad Unterschied betragen. Die Differenz macht der Aufenthaltsort aus: In unmittelbarer Nähe von Betonwänden erscheint die Temperatur höher als unter einem Baum. Zu diesem Effekt trägt unter anderem der Schattenwurf bei. Ein Baum mit einem Kronendurchmesser von 15 Metern kühlt mit seinem Schatten eine Fläche von 160 m2 bzw. sie heizt sich weniger auf. 

Im Weiteren verdunsten Bäume Wasser, dies reduziert die Umgebungstemperatur. Eine ausgewachsene Buche gibt an heissen Tagen rund 400 Liter Wasser ab. Zugleich produzieren ihre Blätter Sauerstoff für rund 50 Personen.

Die rund 1000 m2 Blattwerk filterten giftige Stickoxyde sowie Grob- und Feinstaub aus der Luft. In Städten mit geringem Baumbestand wurden rund dreimal höhere Konzentrationen von Schadstoffen gemessen.

Dämpfung von Schall

Der Baumbestand in Städten hat weitere positive Auswirkungen, er reduziert den Lärm, etwa vom Strassenverkehr, von Baustellen sowie von Partys. Die Blätter reduzieren die Schallreflexion durch die Hausfassaden.

Zudem sind Bäume Lebensräume für Spinnen, Käfer und Raupen, von denen sich Vögel und Fledermäuse ernähren, sie alle tragen zur Artenvielfalt in der Stadt bei.