Der FC Wil hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Um zumindest für eine Nacht von ganz oben zu grüssen, wäre im Letzigrund bei den Grasshoppers mindestens ein Punkt nötig gewesen. Doch am Ende mussten die Wiler – wie schon zweimal in der vergangenen Saison – mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck den Leitathletik-Tempel verlassen.

Trotzdem hatten die Wiler vieles richtig gemacht. Mit einer harten Gangart versuchten sie den zweifelsohne besser besetzten Grasshoppers den Schneid abzukaufen. Das klappte gut. Doch Mitte erster Halbzeit trug sich die matchentscheidende Szene zu, welche zu jenem Zeitpunkt nicht also solche wahrgenommen wurde. Sturmspitze Léo Bonatini musste verletzt raus und wurde durch Shkelqim Demhasaj ersetzt. Dieser verwertete die einzige GC-Tormöglichkeit der ersten Halbzeit – und doppelte kurz nach der Pause nach. Der erste Treffer war fein herausgespielt. Emir Lenjani brachte eine Flanke von links zur Mitte, wo sich Demhasaj gegen Wils Verteidiger Ilan Sauter behauptete und direkt abschloss. Beim zweiten Gegentreffer wurde der GC-Neuzugang zum Toreschiessen eingeladen, da Wils Goalie Kader Abubakar einen ziemlich harmlosen Schuss von Nikola Gjorgjev vor die Füsse von Demhasaj abprallen liess. Dieser nahm die Offerte dankend an.

GC in den wichtigen Szenen besser

Mit diesen beiden Treffern war die Partie in eine Bahn gelenkt, die nicht mehr zu verlassen war. Eine Möglichkeit zur Korrektur hätte es zuvor gegeben, als Noah Jones mit einem raffinierten Lupfer aus beträchtlicher Distanz die Latte traf und dem 1:1-Ausgleich nahe kam. Beim Stand von 2:0 für die «Hoppers» starteten die Wiler zwar eine Schlussoffensive, die aber nicht fruchtete. Zu wenig konsequent waren die Angriffsbemühungen der Gäste, zu gut standen die Zürcher defensiv. Zwar hatten die Ostschweizer ihre Möglichkeiten und zumindest ein Ehrentor wäre verdient gewesen. Für einen Punktgewinn war die Zwei-Tore-Hypothek bei den Grasshoppers aber zu viel. In der Schlussminute wurde sogar noch eine Dreitore-Differenz daraus. Petar Pusic traf von der Strafraumgrenze aus ins rechte Eck.

Post inside
Die Wiler waren über weite Strecken ebenbürtig - und doch klarer Verlierer.

Die aufstiegswilligen Zürcher waren alles andere als ein übermächtiger Gegner. Aber sie waren routinierter, kaltschnäuziger und in den wichtigen Szenen des Spiels einfach besser. So konnte man den Sieg der Gastgeber zwar als zu hoch, aber doch als verdient bezeichnen. Die Glanzlichter beim dritten Vollerfolg im dritten Saisonspiel setzten nicht etwa die zahlreichen portugiesischen Spieler bei GC, sondern die Schweizer. Drei Partien, neun Punkte: Der Saisonstart ist den Zürchern geglückt und die Basis zum angestrebten Aufstieg gelegt.

Weiterhin kein Treffer vor der Pause

Die Wiler waren auch im dritten Meisterschaftsspiel dieser Saison mit 0:1 in Rückstand geraten. Erstmals gelang es ihnen nicht, nach der Pause eine Wende herbeizuführen. Es bleibt somit auch nach dem vierten Pflichtspiel dieser Saison dabei, dass die Äbtestädter Tore erst ab der 57. Minute fallen - wenn überhaupt.

Das Spiel zeigte auch auf, dass die Bäume beim FC Wil nicht in den Himmel wachsen. Für einmal hatte er jenes Wettkampfglück nicht, welches ihnen in den ersten beiden Partien noch hold gewesen war. Die neuformierten Wiler sind aber durchaus fähig, dem wohl stärksten Gegner dieser Liga die Stirn zu bieten. Um dann auch zu punkten, müsste noch ein Stück mehr zusammenpassen.

Im Video: Die Highlights des Spiels (Quelle: www.sfl.ch)

 

Resultate, Challenge League, 3. Runde:
Grasshoppers - Wil 3:0
Schaffhausen - Stade Lausanne-Ouchy 1:3
Aarau - Chiasso 2:1
Kriens - Winterthur 0:2
Thun - Xamax 1:3

Grasshoppers – FC Wil 1900 3:0 (1:0)

Letzigrund: 2550 Zuschauer. – Sr: Turkes.

Tore: 37. Demhasaj 1:0. 49. Demhasaj 2:0. 90. Pusic 3:0.

Grasshoppers: Matic; Nadjack (26. Fehr), Zvetkovic, Toti, Lenjani; Santos; Pusic, Morandi (75. Schmid), Pina (46. Ronan), Gjorgjev (75. Kalem); Bonatini (20. Demhasaj).

FC Wil 1900: Abubakar; Talabidi, Izmirlioglu, Sauter, Kronig (76. Schäppi); Muntwiler, Krasniqi; Jones, Fazliu, Ballet (76. Sarcevic); Camara (59. Haile-Selassie).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Salvi, Dadashov, Ponde, Arigoni (verletzt), Nóbrega, Dickenmann, Yang, Diani und Mesonero (nicht im Aufgebot). Wil ohne Kamber (nicht spielberechtigt), Köhn, Klein, Brahimi, Ndau, Ismaili, Zumberi (verletzt), Paunescu und Blasucci (nicht im Aufgebot). – 45. Lattenschuss Jones. – Verwarnungen: 44. Kronig (Foul), 45. Talabidi (Foul). 50. Fazliu (Foul). 55. Morandi (Foul). 69. Ronan (Foul). 85. Jones (Foul). 91. Sarcevic (Foul). 

Rangliste:
1. Grasshoppers 3/9. 2. Stade Lausanne-Ouchy 3/7. 3. Schaffhausen 3/6. 3. Winterthur 3/6. 5. Wil 3/6. 6. Kriens 3/3. 7. Xamax 3/3. 8. Aarau 3/3. 9. Thun 3/1. 10. Chiasso 3/0.

Nächste Spiele (4. Runde):
Freitag, 16. Oktober: Stade Lausanne-Ouchy - Aarau (19.00 Uhr), Chiasso - Thun (19.30 Uhr), Wil - Kriens (20.00 Uhr), Winterthur - Schaffhausen (20.00 Uhr), Xamax - Grasshoppers (20.00 Uhr).

Im Video: Die Stimmen zum Spitzenspiel

 

_______________________________________________________________________________

Der Liveticker:

Ich bedanke mich für das Interesse an diese Liveticker und wünsche noch ein schönes Rest-Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Für beide Teams geht es nun in die Länderspielpause. Danach empfängt der FC Wil am Freitagabend, 16. Oktober um 20 Uhr den SC Kriens. Und zwar im heimischen Bergholz.

Schlussfazit: Es war gar kein so schlechter Wiler Auftritt. Aber es hat dann doch zu wenig zusammengepasst. Aus dem Nichts gingen die Zürcher vor der Pause in Führung. Ein Wiler Goaliefehler sorgte dann für die frühe Vorentscheidung. Das 3:0 war noch für die Galerie. Im dritten Spiel der Saison haben die Wiler die erste Niederlage kassiert. Aber natürlich: Die Wiler müssen nicht gegen GC ihre Punkte holen, sondern gegen Mannschaften in Reichweite. Wobei die Hoppers heute durchaus in Reichweite gewesen wären. Die Wiler blieben im Letzigrund ohne jenes Wettkampfglück, welches sie gegen Aarau und Thun noch gehabt hatten.

Schlusspfiff im Letzigrund: Der FC Wil verliert gegen die Grasshoppers mit 0:3 und verpasst den Sprung auf den Leaderthron.

93. Minute: Die Wiler vergeben den Ehrentreffer grad doppelt: Zuerst Krasniqi mit einer Topchance. Aber Matic klärt. Ein paar Sekunden später kommt auch Muntwiler recht frei zum Abschluss. Dieses Mal klärt ein Verteidiger. Es will heute nicht sein.

91. Der eingewechselte Sarcevic sieht Gelb für ein Foul an Doppeltorschütze Demhasaj.

91. Minute: Mindestens vier Minuten Nachspielzeit.

90. Minute: TOOOOR für die Grasshoppers durch Pusic zum 3:0. Bei einem GC-Konter landet der Ball an der Strafraumgrenze vor den Füssen von Pusic. Dieser hat alle Zeit der Welt, kann sich den Ball noch zurechtlegen und trifft dann schön in die rechte Ecke.

89. Minute: Fazliu fasst sich nochmals ein Herz und schliesst aus knapp 20 Metern ab. Aber Matic ist da und fischt den Ball raus.

87. Minute: Es ist nun schon ein Wiler Anrennen. Aber das wird wohl nichts mehr.

85. Minute: Gelbe Karte für Wils Jones für ein grobes Foul an Schmid.

84. Minute: Beinahe der Anschlusstreffer: Der aufgerückte Verteidiger Sauter kommt aus kurzer Distanz zum Kopfball. Aber hier auch der andere Goalie, Matic, mit einem starken Reflex. Es gibt Corner. Am Ende der  Szene setzt Fazliu den Ball ins Aussennetz.

83. Minute: Das ist ein Big-Save von Wil-Goalie Abubakar: Wieder gegen Demhasaj. Da hatte manch einer im Stadion das 3:0 schon verbucht.

82. Minute: Die Wiler versuchen es. Der konkrete Plan ist aber nicht wirklich ersichtlich. Oder anders formuliert: GC lässt kaum etwas zu.

81. Minute: Ein GC-Schüsschen von Santos geht deutlich am rechten Pfosten vorbei.

78. Minute: Die Wiler sind zwar bemüht, offensiv aber zu harmlos. Das wird eine Herkulesaufgabe.

76. Minute: Abubakar spielt übrigens weiter. Dürfte nicht so schlimm sein. Er hat wohl einen Schuss in die untere Bauchgegend bekommen. Das mit den Goalies ist ja so eine Sache beim FC Wil. Zwei sind schon verletzt. Abubakar spielte am vergangenen Samstag gegen Thun nicht fit zu Ende und konnte keine Abstösse mehr ausführen. Heute ist er jedoch topfit in die Partie gegangen.

76. Minute: Auch ein Doppelwechsel beim FC Wil: Kronig wird ersetzt durch Schäppi. Und Ballet macht Platz für Sarcevic.

73. Minute: Während Wils Goalie Abubakar am Boden liegt, wechselt GC doppelt. Morandi hat Feierabend und macht dem Ex-Wiler Schmid Platz. Zudem wird Gjorgjev ausgewechselt und durch Kalem ersetzt.

72. Minute: GC ist hier dem 3:0 nahe: Morandi knallt den Ball wuchtig drüber. Und das aus sieben, acht Metern. Den dürfte man machen. Wäre aber irgendwann auch ein gar fürstlicher Lohn.

71. Minute: Die Wiler versuchen sich nochmals in die Partie zu beissen. Nur läuft die Zeit unerbittlich gegen sie. Es scheint hier im Letzigrund eine weitere Niederlage gegen GC abzusetzen. Zur Erinnerung: Vergangene Saison waren die Wiler hier mit 0:3 und 1:4 unterlegen.

69. Minute. Ein weiterer Hopper wird verwarnt: Es trifft Ronan nach einem Foul an Fazliu.

68. Minute: Guter Rat ist für die Wiler nun teuer. Viel Offensives ist da auch nicht auf der Bank. Am ehesten noch Mayer als Flügelspieler.

66. Minute: Beinahe der Anschlusstreffer: Krasniqi, ein Zürcher in den Reihen Wils, kommt halblinks schon recht nahe am Tor zum Abschluss. Aber Matic kann mit einem starken Reflex und dem linken Fuss klären. Das wäre dieser Schlüsselmoment gewesen.

64. Minute: Hier ist die Zuschauerzahl: 2550 Zuschauer sind da bei diesem Spitzenspiel. "Hardturm-Stadion, Hardturm-Stadion" skandieren die GC-Fans. Das Zürcher Stimmvolk hat ja am vergangenen Sonntag klar Ja gesagt für das neue, alte GC-Stadion, welches mit dem FC Zürich geteilt werden soll.

62. Minute: Momentan fehlt etwas die Spannung. GC kontrolliert die Partie. Die Wiler brauchen einen Energieschub, ein Erfolgserlebnis - ja schlicht ein Tor.

61. Minute: Es bleibt übrigens auch dabei: Vor der 57. Minute schiessen die Wiler in dieser Saison kein Tor. Und es ist immerhin schon das vierte Pflichtspiele.

59. Minute. Hier ist der angetönte Wechsel: Camara macht Platz für Haile-Selassie. Stossstürmer ist neu Ballet.

59. Minute: Momentan haben die Hoppers das Ganze ziemlich sicher im Griff.

56. Minute: Wil mit einem Corner: Krasniqi kommt zwar an die Kugel. Aber doch weit am Tor vorbei. Die Äbtestädter bereiten einen ersten Wechsel vor. Haile-Selassie kommt gleich.

55. Minute: Erste Verwarnung nun auch für einen Zürcher: Morandi sieht Gelb nach einem Foul an Krasniqi.

54. Minute: Während die Zürcher Zuschauer schon wacker feiern, hat Wils Trainer Alex Frei einiges zu korrigieren von aussen. Geht hier noch was?

5o. Minute: Gelb für Wils Fazliu nach einem Frust-Foul nahe der Mittellinie an Santos.

49. Minute: TOOOOOR für die Grasshoppers durch Demhasaj zum 2:0. Den muss Goalie Abubakar klar auf sich nehmen. Einen harmlosen Schuss von Gjorgjev kann der Ex-GC-Goalie in seinem zweiten Challenge-League-Einsatz nicht festhalten und lässt direkt vor die Füsse von Demhasaj abprallen. Dieser schnürt locker den Doppelpack. Zur Erinnerung: Demhasaj wurde erst in der 20. Minute eingewechselt.

49. Minute: Das früheste Wiler Tor dieser Saison war in der 57. Minute. Das wird langsam eng, wenn diese Marke fallen soll.

46. Minute: Dritter Wechsel bei GC: Für Pina ist Ronan gekommen. Wil-Trainer Frei hat noch nicht gewechselt.

46. Minute: Der Ball rollt wieder.

Mit zeitlicher Verzögerung zur Marschtabelle von rund zehn Minuten kehren die Mannschaften zurück aufs Feld. Gleich geht es weiter mit GC gegen FC Wil. Gibt es wieder eine Wende?

Pausenfazit: Die Wiler liegen auch im dritten Spiel dieser Saison bei Halbzeit mit 0:1 im Hintertreffen. Die Leistung im ersten Umgang war heute aber besser als in den ersten beiden Partien. Man gestand den Hoppers nicht viel zu. Aber eben doch genug, um in Rückstand zu geraten. Ein schöner Spielzug genügte den Hausherren, um in Führung zu gehen. Es war eine ereignisarme erste Halbzeit auf Augenhöhe. Die Wiler hatten beim Lattenschuss von Jones kurz vor der Pause Pech. Zur Pause mit 0:1 im Hintertreffen zu liegen, heisst bei den Wilern per se nichts Schlechtes. In den ersten beiden Partien gegen Aarau und Thun drehten die Wiler nach der Pause die Partie noch zu einem 3:1-Sieg. Ein gutes Omen? Entschieden ist hier noch nichts. Die Leaderposition sind die Äbtestädter aber mal los.

Pausenpfiff im Letzigrund: Die Grasshoppers führen gegen den FC Wil bei Spielhälfte mit 1:0.

45. + 3. Minute: Lattenschuss für die Wiler. Jones von rechts und aus grosser Distanz ansatzlos ans Gebälk. Das waren sicher 40 Meter. Matic stand da zu weit vor seinem Kasten.

45.+1. Minute: Da sind die Wiler schlecht sortiert: Gomes kommt zum Kopfball. Das Visier ist aber nicht gut eingestellt. Daneben.

45. Minute: Mindestens fünf Minuten gibt es noch obendrauf. Das hat mit den beiden Unterbrüchen bei den Verletzungen von Bonatini und Nadjack zu tun. Corner GC.

45. Minute: Auch Talabidi holt sich Gelb ab - völlig zurecht. Er fällt nahe der Mittellinie Lenjani. Auch wenn das übermotiviert war: Die Wiler bieten den Zürchern mit einer harten Gangart Paroli.

44. Minute: Erste Verwarnung des Spiels: Es trifft Kronig. Nach einem Foul an Fehr am GC-Strafraum notabene.

43. Minute: Die Wiler versuchen zu reagieren. Geht noch was vor der Pause?

41. Minute: Du müsste eigentlich der Ausgleich sein für die Wiler: Nach einer Flanke von Kronig von links kommt der Ex-Hopper Fazliu aus fünf, sechs Metern völlig frei zum Kopfball. Den macht er normal im Schlaf. Der Ball geht aber am Tor vorbei. Au Backe.

37. Minute: TOOOOOR für die Grasshoppers durch Demhasaj zum 1:0. Ui, das ist effizient von den Zürchern. Und fein gespielt. Lenjani mit einer Flanke von links in den Wiler Strafraum. Der eingewechselte Demhasaj nimmt den Ball direkt und trifft in die linke Ecke. Der FC Wil gerät auch im dritten Meisterschaftsspiel der Saison in Rückstand. Abgezeichnet hatte sich das freilich nicht.

35. Minute: Eine Variante: Zuerst kurz gespielt. Dann flankt Krasniqi an Freund, Feind und Tor vorbei. In allen Fällen ziemlich deutlich.

35. Minute: Erster Corner für Wil. Wir nehmen alles.

33. Minute: Gjorgjev mit einer weiten Flanke. Wils Sauter dann mit einer Art Querschläger. Aber die Gäste kriegen das geklärt.

30. Minute: Fehr setzt sich da gleich in Szene und bringt von rechts einen Ball flach rein. Abubakar kommt raus und hat den Ball im Nachfassen. Aktuelle Schuss-Statistik nach 30 Minuten: 0:1 für Wil. Schüsse aufs Tor: 0:0. Da ist noch Luft nach oben.

29. Minute: Wie reagieren die Hoppers auf diesen frühen Doppel-Ausfall? Wir werden das beobachten. Förderlich ist es sicher nicht.

26. Minute: Da ist der Wechsel: Nadjack wird unter Applaus verabschiedet. Fehr kommt rein.

24. Minute: Es dauert, weil das Letzi-Mobil aufs Feld muss. Es kommt wohl zu einem weiteren Wechsel bei GC. Fehr steht schon bereit.

22. Minute: Du liegt schon der nächste Hopper am Boden. Nadjack muss gepflegt werden.

19. Minute: GC muss ein erstes Mal wechseln: Bonatini geht verletzt runter nach einem Zweikampf mit Muntwiler. Demhasaj kommt rein.

19. Minute: Camara hatte da viel Platz zur Flanke. Er findet aber keinen Wiler. Da war mehr drin.

16. Minute: Die Zürcher bisher noch ohne Gefahr. Sie stellen sich reichlich kompliziert an in der heissen Phase.

15. Minute: Die Wiler sind die kämpferischere Mannschaft und rücken den Hoppers auf die Pelle. Das gefällt.

13. Minute: Der erste Abschluss gehört den Wilern: Fazliu versucht es aus rund 20 Metern Distanz. Aber knapp rechts daneben.

11. Minute: Die Wiler verstecken sich hier keineswegs, ohne bisher allzu viel Risiko einzugehen.

8. Minute: Wie viele Zuschauer sind denn hier? Schwer zu sagen, beim Blick ins weite Letzigrund-Rund. Ich schätze mal, so um die 3000 dürften das sein.

6. Minute: Gemächlicher Start. GC mit mehr Ballbesitzt, aber beidseits noch ohne Gefahr.

4. Minute: Die Wiler können per Kopf befreien.

4. Minute.  Erste Ecke für die Hoppers.

2. Minute: Bereits ein erster Unterbruch. Wils Stürmer Camara liegt am Boden. Es dürfte aber weitergehen bei ihm.

1. Minute: In diesem Moment ist der FC Wil Leader in der Blitztabelle. Immerhin.

1. Minute: Der Ball rollt ...

Die Spieler kommen aufs Feld. Zuerst der FC Wil, dann die Grasshoppers. Gleich geht es los. Viel Spass mit dem Spitzenspiel GC gegen den FC Wil.

Post inside
Einlaufen für das Spitzenspiel im Letzigrund.

Geleitet wird das Spiel von Mirel Turkes aus Hochdorf im Kanton Luzern.

Die Grasshoppers beginnen in einem 4-1-4-1-System unter der Leitung von João Pereira mit Matic im Tor. Er erhält den Vorzug gegenüber von Minder, der diese Woche geholt wurde, weil Stammgoalie Salvi weiter verletzt ausfällt. Die 4er-Abwehr bilden von rechts nach links Nadjack, Captain Cvetkovic, Toti und Lenjani. Vor der Abwehr spielt Santos. Das 4er-Mittelfeld stellen von rechts her gesehen Pusic, Morandi, Pina und Gjorgjev. Stoss-Stürmer ist Bonatini.

Kommen wir nun zu den Mannschaftsaufstellungen. Die Wiler unter Trainer Alex Frei beginnen in einem 4-2-3-1-System mit Abubakar im Tor. Er hütete noch vergangene Saison den Kasten von GC U21 und ersetzt nun beim FC Wil Philipp Köhn, der an einer Hirnerschütterung leidet. Die Verteidigung bilden von rechts her gesehen Talabidi, Izmirlioglu, Sauter und Kronig. Im defensiven Mittelfeld laufen Captain Muntwiler (rechts) und Krasniqi auf. Das offensive Mittelfeld bestücken von rechts nach links Jones, Fazliu und Ballet. Einziger Stürmer ist Camara. Verletzt sind Köhn, Klein, Ismaili und Ndau. Auch dem ex-Hopper Brahimi reicht es noch nicht für einen Einsatz. Kamber ist weiterhin nicht spielberechtigt.

Ein Wort zu den Zuschauern. Ab Oktober sind ja wieder mehr Fans erlaubt in den Schweizer Stadien. Zwei Drittel aller verfügbaren Sitzplätze dürfen verkauft werden. Heisst konkret für den Letzigrund: 15'800 Zuschauer wären willkommen. Ich sag’s mal so: Die Tageskasse ist noch geöffnet, die «Schlachthof»-Beiz vor dem Stadion besser besiedelt als auch schon.

Nutzten die Äbtestädter auch mal die erste Halbzeit für Produktives? In den ersten drei Pflichtspielen haben sie noch keinen Treffer vor der 57. Minute erzielt. Eines scheint fix: Wenn Zählbares aus dem Letzigrund mitgenommen werden soll, braucht es zwei gute Halbzeiten. Ein Steigerungslauf nach der Pause, wie gegen Aarau und Thun, dürfte zu wenig sein.

Obwohl der FC Wil in der Tabelle wegen dem Torverhältnis aktuell vor den Grasshoppers steht, sind die Rollen klar verteilt. Die Zürcher sind Favorit. Alles andere als ein Heimsieg gegen den FC Wil wäre für sie eine Enttäuschung und ein erster Rückschritt bei der Mission «Wiederaufstieg im zweiten Anlauf». Die Wiler können hingegen weiterhin unbeschwert auftreten. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Trainer Alex Frei vor der Partie.

Guten Abend, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus Zürich zum Spitzenspiel der 3. Challenge-League-Runde. Die aufstiegswilligen Grasshoppers treffen auf den lernwilligen FC Wil. Eines dieser beiden Teams wird mit dem Schlusspfiff Tabellenführer – zumindest über Nacht. Simon Dudle begrüsst sie aus dem Letzigrund und wünscht einen spannenden Fussball-Abend. 

_______________________________________________________________________________

Die Vorschau:

Zwei Spiele, sechs Punkte. Dass der FC Wil nach den beiden Partien gegen Aarau und Thun mit einer blütenweissen Weste in den Letzigrund zu den Grasshoppers reisen würde, hätten vor Saisonbeginn wohl nur wenige gedacht. Mit den beiden 3:1-Siegen zum Saisonstart haben sich die Äbtestädter aber ein Spitzenspiel verdient. Auch wenn die Aussagekraft der Tabelle in dieser frühen Phase der Saison noch bescheiden ist, so lässt sich doch festhalten: Punkten die Wiler gegen den Rekordmeister, sind sie Leader – zumindest bis Sonntagnachmittag. Ansonsten grüssen die Grasshoppers von ganz oben.

Besteht bei dieser verheissungsvollen Aufgabe die Gefahr, dass die Spieler abheben? «Wir können uns genau einschätzen. Die Grasshoppers spielen in einer anderen Liga», sagt Wils Trainer Alex Frei. Aus seiner Sicht sind die Zürcher der deutliche Favorit, weil sie aus einem Fundus von 34 Spielern auswählen können. Drei Viertel der Spieler sind aus seiner Sicht «mehr als Challenge-League-tauglich».

Beide haben auf der Goalie-Position nachgerüstet

Der Wiler Übungsleiter klärt vor dem Gastspiel im Letzigrund die Torhüterfrage. Auf jener Position hatte sich das Personal zuletzt so stark ausgedünnt, dass nachgerüstet werden musste. Stammgoalie Philipp Köhn leidet seit dem Zusammenstoss mit Ride Munsy im Thun-Spiel an einer schweren Hirnerschütterung, Ersatz Yuri-Gino Klein aktuell an muskulären Problemen. Darum wurde unter der Woche der 19-järhige Nils de Mol von der U21 des FC Basel bis Jahresende verpflichtet. In Zürich steht aber 21-jährige Kader Abubakar zwischen den Pfosten. Dieser hatte am vergangenen Samstag gegen Thun sein Debüt in der zweithöchsten Spielklasse gegeben und kommt nun ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub zur Premiere in der Startformation. «Ich habe vollstes Vertrauen in ihn», sagt Alex Frei.

Auch die Grasshoppers können nicht auf ihren Stammtorhüter zurückgreifen. Mirko Salvi wird auch das dritte Spiel dieser Saison verletzt verpassen. Wie die Wiler haben auch die «Hoppers» reagiert und Matthias Minder verpflichtet.

Sportwetten: Kein Duell auf Augenhöhe

Ist es nun ein Spitzenspiel oder nicht? Nimmt man die Quoten des Sportwett-Anbieters «Sporttip», so wird es keine Partie auf Augenhöhe. Während man für einen Sieg der drittplatzierten Grasshoppers gerade einmal das eineinhalbfache des eigenen Einsatzes bekommt, wird bei einem Sieg des Tabellenzeiten FC Wil beinahe das Fünffache bezahlt. Ob es da viel Geld zu verdienen gibt?

Die Erinnerungen der Wiler an den Rekordmeister sind gut und schlecht. Gut, weil sich die Äbtestädter im bis dato letzten Vergleich dieser beiden Teams im Juli mit der besten Leistung der vergangenen Saison mit 3:2 durchgesetzt hatten. Das war im heimischen Bergholz. Schlecht, weil man von den Zürchern in der vergangenen Saison im Letzigrund zweimal mit drei Toren Differenz besiegt worden war.