Unter einem Spatenstich versteht man den Beginn der Arbeiten auf einer Baustelle. Er wird in der Regel  an einem Festakt als symbolische Handlung durchgeführt. «Ein solcher Festakt inklusive Spatenstich war auch für den Beginn der Bauarbeiten bei der Erweiterung des Schulzentrums Oberhofen in Münchwilen geplant», informiert die Gemeinde Münchwilen einem Pressecommuniqué. Bereits im Januar sei der Termin auf den 20. Mai festgelegt worden. Auf dem Plan stand unter anderem ein Liedersingen der Kinder aus den beiden Kindergärten Strumpfi und Sommerau. «Vertreter der Schulgemeinde, Anwohner und Pressevertreter sollten eingeladen werden, um den kurzen Reden der Architekten, des Schulpräsidenten und des Bauführers beizuwohnen», so die Gemeinde. Und eigentlich hätte dann mit dem symbolischen Spatenstich und einem Apéro auf ein gutes Gelingen des Erweiterungsbaus angestossen werden sollen.

Eigentlich. Denn das Coronavirus stoppte Mitte März das öffentliche Leben in der ganzen Schweiz. Der Bundesrat erliess ein Versammlungsverbot für mehr als fünf Personen, das bis heute andauert. «Schnell war klar, dass unter diesen Voraussetzungen die geplante Durchführung des Spatenstichs nicht möglich war», erklärt die Gemeinde in der Mitteilung. Kurze Reden ohne Publikum zu halten, machte für die Hinterthurgauer Gemeinde keinen Sinn. Deshalb haben Schulbehörde und Schulleitung in Absprache mit den Architekten und dem Bauleiter, den Spatenstich auf ein Minimum zu beschränken und es bei der reinen Symbolik zu belassen. «Somit steht der Spaten, der am 20. Mai am Standort des neuen Schulhauses in die Erde gesteckt wurde, im übertragenen Sinn für den Beginn des Neubaus im Schulzentrum Oberhofen», so die Gemeinde. (pd)