Die Bank in Zuzwil konnte an der 114. Generalversammlung vom Freitag in der Doppelturnhalle Zuzwil einen Bilanzgewinn über 933'000 Franken vorstellen. Beschlossen wurde weiter die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre mit 360'000 Franken. VR-Präsident Rico Bischof betonte in seiner Präsidialadresse einmal mehr die Konzentration auf die Erhaltung der Selbständigkeit. Bankleiter Dominik Keller konnte über 4,2% Zuwachs, bzw. 9,2 Mio. Franken, bei den Hypothekarausleihungen informieren. Mit Patrick Felix, dem Zuckenrieter Bauunternehmer, zeigt sich ein neues Gesicht im Bankrat. Er löst Käsermeister Niklaus Allenspach ab. Music life Wil Land bereicherte zum Unterhaltungsteil. Für die Gastronomie stand einmal mehr das Gasthaus Kreuz im Einsatz.Weil Niklaus Allenspach nach Ablauf seiner Amtsdauer sich zurückziehen wollte, galt es einen passenden Ersatz zu finden. VR-Präsident Rico Bischof wies auf die nicht einfach Suche einer geeigneten Person hin, welche neben den Kriterien seitens des Bankrates auch die Vorgaben der Aufsichtsbehörde erfüllt. Neben finanzverständigen Personen seien auch Mitglieder handwerklicher Herkunft gefragt. Wichtig nannte Bischof weiter, dass die Person aus dem Marktgebiet der Bank kommt.

Bauunternehmer Patrick Felix, neuer Bankrat
Eingangs der Abwicklung der Traktanden wurde die Nachwahl in den Bankrat vorgezogen. Der Vorsitzende stellte den 41-jährigen Patrick Felix aus Zuckenriet vor. Der Familienvater zweier Kinder ist seit 2012 Inhaber und Geschäftsführer des Bauunternehmens Brunner-Felix AG in Zuzwil. Seit 2018 auch Inhaber und Geschäftsführer der Felix Immo AG.

Der eidgenössisch dipl. Bauleiter Hochbau sieht sich überaus motiviert für die Herausforderung im Bankrat, wie er gegenüber InfoWILplus.ch informierte. Mit dem erreichten Wahlergebnis von 2'278 Stimmen erhält er seitens der Aktionäre entsprechende Abstützung. Für die Bank in Zuzwil ergibt sich im Rahmen der Beteiligung am Bauvorhaben Räbgrueb eine ideale fachliche Unterstützung. Wie Felix zu verstehen gab, wird er am Bauvorhaben nicht als Investor auftreten.

Gestärkt dank Kapitalerhöhung
In seiner Präsidialadresse blickte VR-Präsident Rico Bischof auf die im Vorjahr beschlossene Kapitalerhöhung zurück. Damit sei die Bank gestärkt worden und das strategische Ziel der Selbständigkeit untermauert, auch als kleine Bank erfolgreich zu wirken. Die Bank konzentriere sich auf das Kerngeschäft, die Vergabe von Hypotheken, und verzichte auf unüberschaubare Diversifikationen.

Als Regionalbank gebe die Bank in Zuzwil dem sonst eher anonymen Finanzwesen mit dem leistungsbereiten Mitarbeiterstab ein Gesicht, zusammen mit dem motivierten Geschäftsleiter und dem Bankrat. Sie stellten erfreut fest, dass die Kunden und Aktionäre die Kleinheit, Überschaubarkeit und Persönlichkeit der Bank im Dorf schätzen. Im Zuge der Straffung des administrativen Aufwandes beschloss der Verwaltungsrat den Beitritt zum Verband der Regionalbanken, der Mitte Mai gegründet wird, nicht zuletzt auch zum Erhalt der Selbständigkeit.

Beteiligung an der Überbauung Räbgrueb
Im Ausblick informierte der Vorsitzende über die Beteiligung an der Überbauung Räbgrueb, auf dem der Bank angrenzenden Bauland, auch im Besitz der Bank. Von den acht Mehrfamilienhäuser wird die Bank in Zuzwil für drei Wohnhäuser als Bauherrin auftreten.

Ein Mehrfamilienhaus soll für die Eignung zum Wohnen im Alter ausgestattet werden. Bereits bestehen Kontakte zur kürzlich gegründeten Genossenschaft Wohnen im Alter zur Prüfung einer Zusammenarbeit. Während die fünf Wohnblöcke der Ed. Vetter AG als Eigentumswohnungen geplant sind, sind die drei Wohneinheiten der Bank als Mietwohnungen gedacht, welche im Eigentum der Bank bleiben werden, wie Bankpräsident Rico Bischof informierte. Ein möglicher Baustart kann im Jahr 2020 stattfinden.

Erfreuliche Abschlusszahlen
Bankleiter Dominik Keller informierte zu den Abschlusszahlen 2017 von einer Fortsetzung des kontinuierlichen Wachstums. Rund 87% der Aktiven seien Krediten und Hypotheken reserviert. Die Ausleihungen hätten im 2017 um 9,2 Mio. oder 4,2% zugenommen. Die Liquidität mit 20 Mio. zeige sich nach wie vor hoch. Zugenommen hätten die Kundengelder um 8,9 Mio (4,7%). Mit dem Volumen von 197 Mio. stellten diese Gelder die wichtigste Refinanzierungsquelle dar.

Trotz Wachstum beim im 2017 habe sich das Zinsengeschäft wie erwartet rückläufig entwickelt. Für die Abnahme um 111'000 Franken seien die anhaltende Margenerosion und der Aufwand für Minuszinsen verantwortlich. Erfreulich zeigt sich nach Keller der Geschäftsaufwand mit 0,5% tieferem Aufwand. Verantwortlich seien das bewährte Mitarbeiterteam ohne Fluktuationen. Der Jahresgewinn zeigt einen Anstieg um 0,5 im Betrag von 629'000 Franken.

Die Abnahme der Rechnung wie auch die Entlastung des Bankrates erfolgte ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen.

Die musizierende Jugend begeisterte
Für den Unterhaltungsteil hatte der Bankrat unter der Leitung von Niklaus Allenspach Music life Wil-Land engagiert. Musiklehrer Alberto Näf trat mit 10 Musizierenden und Gesangstalenten vor das Publikum. Die Herausforderung des Auftritts vor grossem Publikum meisterten die jungen Musik- und Gesangstalente bravourös.

Für beste Gaumenfreuden sorgte Patrick Züger vom Restaurant Kreuz. Für den Service waren wiederum die Mitglieder des FC Zuzwil engagiert. Die Banknacht konnte bis über die Stunde Null genossen werden mit dem anschliessenden Angebot an der Bar.