Ein Eisfeld mit 500 Quadratmetern Fläche bestimmt zur Zeit das Bild an der Ifang-Strasse in Bazenheid. Anlässlich ihres 60-Jahr-Jubiläums stellt die Dorfkorporation Bazenheid der Öffentlichkeit das Feld zur freien Verfügung. Das Motto: Winterzauber. Und der Zauber wird noch bis zum 5. Januar 2020 anhalten. Mit Fondue-Chalet, Bar, Eisstockschiessen und verschiedenen Events möchte sich die Dorfkorporation bei der Bevölkerung bedanken. «Wir wollen etwas für alle bieten», betonte der Präsident der Dorfkorporation Felix Forster am Freitagabend in seiner Eröffnungsansprache. «Jung, alt, arm, reich, dick, dünn, hässlich oder schön, egal.» An die 150 Neugierige aus der ganzen Region wohnten der Eröffnungfeier bei, darunter auch Ehrengast und Winterzauber-Botschafter Hausi Leutenigger. 

Sie hätten sich verschiedene Dinge überlegt, wie die Korporation ihr 60-jähriges Bestehen feiern könnte, erzählte Forster. In der Diskussion sei man dann auf die Idee des Winterzaubers gekommen, denn so liessen sich 45 Tage lang verschiedene Anlässe für alle Bevölkerungsgruppen durchführen. Wichtig sei dabei auch ein energetisches Nachhaltigkeitskonzept gewesen – die beiden Hütten wollen geheizt sein, das Eisfeld gekühlt. Das Winterzauber-Areal sei entsprechend ans Fernwärmenetz Bazenheid angeschlossen, Photovoltaik ergänze den Energie-Mix.


Ökologisch verträgliches Jubiläum

Das Konzept begleitet hat energietal toggenburg. Der Förderverein unterstützt die zwölf Toggenburger Gemeinden auf dem Weg zur Energie-Selbständigkeit: Bis ins Jahr 2034 will das Tal sämtliche dort verbrauchte Energie selbst produzieren können, energietal toggenburg dient dabei als Kompetenzzentrum und berät Private wie Gemeinden – wie jetzt beim Winterzauber. «Der Anlass soll ökologischen Ansprüchen genügen», erklärte so auch der Kirchberger Gemeindepräsident Roman Habrik an der Eröffnung.


Vielfältiges Programm bis ins neue Jahr

Habrik sagte, dass die Dorfkorporation zur guten Atmosphäre in Bazenheid und Kirchberg beitrage und freute sich auf die «längere Geburtstagsparty», die der Winterzauber für die Dorfkorporation Bazenheid sein würde. Wintersport-Ikone Hausi Leutenegger fasste sich kurz und erzählte gut gelaunt, wie er als Kind in der Region Heu geholt hatte. «Bazenheid ist ein schönes Dorf mit viel Zusammenhalt», sagte er. «Länger redet dann am Sonntag der Pfarrer.» Das Publikum spendete Leutenegger viel Applaus, begleitet von der Musikgesellschaft Bazenheid wurde noch viele Stunden lang in Chalet, Bar und natürlich auf dem Eisfeld gefeiert.

Bis zum 5. Januar stehen viele Sonderveranstaltungen auf dem Winterzauber-Programm. Heute Abend etwa lädt zum dritten Mal das Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum zum «Advent i dä Schmittä» ein, am 27. und 28. November tritt der Komiker und Gewinner des silbernen Swiss Comedy Awards Schösu beim Winterzauber auf – inklusive Fondue Chinoise und Ausklang an der Bar. Ein Jassturnier (30. November) darf genau so wenig fehlen wie die 40. Bazenheider Chlaus-Ischelle (7. Dezember) oder die volkstümliche Jam-Session «Musiktobete» (16. Dezember). Bazenheid, Kirchberg und die ganze Umgebung erwarten also 45 magische Tage, wie OK-Präsident Sandro Götschi es in seiner eigenen kurzen Ansprache zusammenfasste. Oder, ganz gemäss des Mottos des Winterzaubers: «E glatti Sach!»