Schon kurz nach Spielschluss war die Niederlage im Cupspiel des FC Bazenheid weit weg. Auf dem Ifang kam es vor dem Clubhaus zum emotionalen Abschied von Trainer Heris Stefanachi, der zum Promotion-League-Klub SC Brühl St. Gallen wechselt. Der gebürtige Italiener hatte das Team aus dem unteren Toggenburg in den vergangenen fünfeinhalb Jahren von der 2. Liga regional an die Spitze de 2. Liga interregional geführt. Ein Höhepunkt war dabei der Cup-Sechzehntelfinal gegen die Young Boys im Herbst 2016. Nur zu gerne hätte sich Stefanachi mit einem Sieg im Cup Richtung Kantonshauptstadt verabschiedet. Allerdings setzte es in der ersten von drei Qualifikationsrunden gegen Tabellennachbar Widnau eine 2:4-Heimniederlage ab, womit das frühzeitige Ausscheiden bereits Tatsache ist. Schon im Meisterschafts-Auftaktspiel dieser Saison waren die Banzenheider nicht imstande gewesen, die Widnauer zu besiegen, und hatten sich mit einem 0:0 zu bescheiden. Dieses Mal gerieten die Gastgeber nach einem Freistoss von der Strafraumgrenze aus bereits früh in Rückstand. Noch bevor die erste Viertelstunde verstrichen war, erhöhten die Gäste mit ihrem zweiten nennenswerten Angriff auf 2:0 – und stellten fünf Minuten vor der Pause auf 3:0. Doch die Gastgeber gaben sich noch nicht geschlagen. Bereits früh in der zweiten Halbzeit verkürzte Demian Titaro mittels Direktabnahme auf 1:3, ehe Patrick Peters nach gut einer Stunde per Kopf der Anschlusstreffer glückte. In der Folge war Bazenheid dem Ausgleich zweimal sehr nahe, scheiterte aber jeweils am Pfosten. So konnte Widnau kurz vor Schluss mit einem Penalty auf 4:2 erhöhen und das Schlussergebnis herstellen. Somit haben die Toggenburger eine im Prinzip starke Hinrunde mit drei Pflichtspiel-Niederlagen beendet.

Den Anschluss gefunden, den Ausgleich nicht

Auch der FC Uzwil wird nächsten Sommer nicht im Lostopf sein, wenn die erste Hauptrunde im Schweizer Cup ausgelost wird. Denn die Mannschaft von Trainer Sokol Maliqi beendete ein über weite Strecken enttäuschendes Halbjahr mit einer 1:2-Auswärtsniederlage gegen die Eagles Aarau. Auf dem Kunstrasenplatz Schachen in Aarau ging der Tabellen-Dritte der Gruppe 5 kurz vor der Pause mittels umstrittenen Penaltys entgegen dem Spielverlauf in Führung und erhöhte nach knapp einer Stunde auf 2:0. Doch Uzwil kämpfte sich heran. Nachdem Dario Koller seinen Mitspieler Kristian Nuhsi lanciert hatte, erzielte der Kosovare 20 Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer. Als danach Koller Nushi ein nächstes Mal bediente, war der Ausgleich nahe, fiel aber nicht. Dafür fiel in der Schlussphase auf dem Feld so manch ungebührliches Wort, weshalb sich die Gemüter erhitzten und es zu unschönen Szenen kam. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.

Somit stehen im nächsten Sommer höchstens zwei Mannschaften der Region Wil in der Cup-Hauptrunde. Gesetzt ist der Challenge-League-Klub FC Wil. Noch qualifizieren kann sich der FC Flawil aus der 3. Liga. Er müsste dazu im Frühjahr allerdings drei Qualifikationsspiele gewinnen – angefangen am 23. März zuhause gegen den 2.-Liga-Klub St. Margrethen.

Somit befinden sich nun alle Nicht-Profi-Mannschaften der Region in der Winterpause, die bis in den März hinein dauert.