Top oder Flop – es mag in der Nationalliga A momentan nicht viel leiden. Die Mannschaften sind alle nahe beieinander. Dies bekam auch Uzwil am Wochenende zu spüren. Erst gewann das Team in Best-besetzung gegen Yverdon mit 7:1. Einen Tag später traten die Uzwiler gegen das in etwa gleich starke Lausanne an – und verloren mit 2:6. Dies auch, weil Spielertrainer Iztok Utrosa seinen Platz den jüngeren Spielern überliess. Grundsätzlich sind solche Entscheidungen im Verein gern gesehen und werden be-sonders von den eigenen Zuschauern goutiert. Doch es zeigt eben auch, wie schmal der Pfad ist. Wenn Uzwil nicht mit den besten Spielern antritt, dann wird es gegen alle Mannschaften schwierig. Und trotz-dem gilt es immer den richtigen Mittelweg zu finden – und für genau diesen hat sich Spielertrainer Iztok Utrosa am vergangenen Wochenende konsequent entschieden.

Spielerisch hat Uzwil in der Heimpartie gegen Yverdon nahtlos an die starken Leistungen aus den letz-ten Runden angeschlossen. Und wenn es doch mal knapp wurde, dann behielten die Uzwiler stets das bessere Ende für sich. Die einen Kritiker nennen das Glück, für andere ist es das nötige Selbstvertrau-en. Zumindest die Häufigkeit spricht für die starke mentale Verfassung der Uzwiler. Rundum überzeu-gend war der Auftritt von Julien Scheiwiller. Nach seiner dreimonatigen Verletzung kehrte er mit einem beeindruckenden Sieg im Männereinzel zurück. Zeitweise schien es, als sei er stärker denn je. Ebenso erfreulich war der Sieg im Frauendoppel. Das Duo mit Sereina Hofstetter und Gayle Mahulette konnte mit einem guten Auftritt endlich den ersten Saisonsieg feiern. Die einzige Niederlage kassierte Artem Pochtarev im Männereinzel – hauchdünn nach Verlängerung im Entscheidungssatz.

Die heisse Phase steht an

Doch am Sonntag gegen Lausanne korrigierte Pochtarev seinen Patzer vom Vortag umgehend. Als einziger Uzwiler gewann er seine beiden Spiele. Es blieben die einzigen Siege bei der 2:6-Niederlage. Dieses klare Verdikt resultierte aber nicht nur durch den Rückzug von Iztok Utrosa. Es fehlte auch die Durchschlagskraft der anderen Stammspieler. Ausser Pochtarev sprang diesmal niemand in die Pre-sche. Und so gilt es diese Niederlage als Lehrstunde abzuhaken ¬– auch weil man in der Tabelle unbe-schadet davonkommt. Tafers bleibt vor Uzwil und knapp dahinter folgen Zürich und La Chaux-de-Fonds.

In zwei Wochen steht die letzte Doppelrunde der Qualifikation an, unter anderem mit dem Spitzenspiel Tafers gegen Uzwil. Der Vorsprungn auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt aktuell vier Punkte. (pd/red)

Resultate, NLA, 11. + 12. Runde:
11. Runde:
Uzwil – Yverdon 7:1
Argovia – Zürich 2:6
La Chaux-de-Fonds – Lausanne 5:3
Tafers-Fribourg – St. Gallen-Appenzell 4:4

12. Runde:
Lausanne – Uzwil 6:2
St. Gallen-Appenzell – Argovia 5:3
Yverdon – La Chaux-de-Fonds 2:6
Zürich – Tafers-Fribourg 4:4

Rangliste:
1. Tafers-Fribourg 12/34. 2. Uzwil 12/27. 3. Zürich 12/25. 4. La Chaux-de-Fonds 12/25. 5. Argovia 12/23. 6. St. Gallen-Appenzell 12/23. 7. Lausanne 12/19. 8. Yverdon 12/16.

Nächste Spiele (13. + 14. Runde):
Samstag, 29. Februar (13. Runde): Argovia – Tafers-Fribourg (16.00 Uhr), Zürich – St. Gallen-Appenzell (16.00 Uhr), Uzwil – La Chaux-de-Fonds (17.00 Uhr), Yverdon – Lausanne (17.00 Uhr).
Sonntag, 1. März (14. Runde): Tafers-Fribourg – Uzwil (14.00 Uhr), La Chaux-de-Fonds – Argovia (14.00 Uhr), Lausanne – Zürich (14.00 Uhr), St. Gallen-Appenzell – Yverdon (14.00 Uhr).