Das Abschneiden von Beat Gisler im ersten Wahlgang am 27. September war enttäuschend. Er machte nur gerade 1927 Stimmen und somit rund die Hälfte des Absoluten Mehrs. Alle anderen Kandidaten hatten mehr Stimmen auf sich vereint – selbst Oliver Baumgartner, der seine Kandidatur schon weit vor dem Urnengang zurückgezogen hatte. Dass Beat Gisler im zweiten Wahlgang nicht mehr antritt, ist somit alles andere als eine Überraschung. Es stellte sich aber die Frage, ob die CVP einen neuen Kandidaten ins Rennen schickt. Nun steht die Antwort fest. Sie lautet: Nein.

Die CVP wird im zweiten Wahlgang einzig mit Hans Mäder vertreten sein. Dass er wieder antritt, hatte Mäder noch am Abend des 27. Septembers kommuniziert. Dies ist nun von der CVP bestätigt worden. Das heisst auch: Die Partei setzt alles auf den Eschliker Gemeindepräsidenten. Dieser hatte im Rennen um das Stadtpräsidium im ersten Wahlgang 2884 Stimmen gemacht – rund 750 mehr als der erste Verfolger Dario Sulzer (SP), der im zweiten Wahlgang für das Stadtpräsidium ebenfalls wieder antritt. Das Absolute Mehr verpasste Mäder aber doch um gut 800 Stimmen. Trotzdem scheint seine Ausgangslage vorzüglich, neuer Wiler Stadtpräsident zu werden. Und das ganz unabhängig davon, ob die FDP im zweiten Wahlgang des Stadtpräsidiums einen Kandidaten stellt oder nicht. Auch die Hürde «Stadtrat» dürfte Mäder überspringen. In diesen muss er gewählt werden, um Stadtpräsident werden zu können. Im ersten Wahlgang hatten Mäder nur 84 Stimmen gefehlt, um Stadtrat zu werden.

Was machen FDP und Breitenmoser?

Dieses Einer-Ticket bringt für die CVP aber auch eine Gefahr mit sich: Sollte Mäder nicht Stadtpräsident werden, ist die CVP im katholischen Wil nicht nur das Stadtpräsidium los, sondern auch den einzigen Stadtratssitz. Das wäre Tatsache, weil Mäder von Anfang an kommuniziert hat, dass er das Amt des Stadtrats nicht annimmt, sondern nur jenes des Stadtpräsidenten.

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Tritt nicht mehr an im zweiten Wahlgang: Beat Gisler wird nicht Wiler Stadtrat.

Somit sind noch zwei Fragen zu klären: Erstens: Wen schickt die FDP ins Rennen? Und in welches? Bringt sie einen Kandidaten für das Stadtpräsidium, nachdem das Ergebnis von Daniel Meili im ersten Wahlgang ernüchternd gewesen war? Und kandidieren sowohl Daniel Meili als auch Jigme Shitsetsang erneut für den Stadtrat? Und zweitens bleibt noch abzuwarten, ob der parteilose Andreas Breitenmoser wieder antritt. Vergangene Woche hatte er gegenüber hallowil.ch verlauten lassen, es wohl wieder tun zu wollen. Bis am Donnerstag dieser Woche müssen diese Fragen beantwortet sein. Dann ist Meldeschluss für Kandidaten, die im zweiten Wahlgang am 29. November dabei sein wollen. Bis jetzt haben folgende Personen ihre Kandidatur für den zweiten Stadtrats-Wahlgang eingereicht: Hans Mäder (CVP), Dario (Sulzer, SP), Ursula Egli (SVP), Daniel Stutz (Grüne Prowil) und Jutta Röösli (parteilos). Alle fünf Sitze sind noch zu vergeben, nachdem im ersten Wahlgang niemand gewählt worden ist.

Schulrat: Munishi tritt nicht mehr an

Fest steht mittlerweile, dass die CVP weiterhin nicht im Wiler Schulrat vertreten sein wird. Denn es wurde parteiintern entschieden, dass Franklin Munishi im zweiten Wahlgang nicht mehr antritt. Im ersten Wahlgang hatte er 1841 Stimmen gemacht und das Absolute Mehr von 3340 Stimmen deutlich verfehlt.

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Franklin Munishi wird nicht Schulrat. Er tritt im zweiten Wahlgang nicht mehr an. (Archivbild: Niklaus Jung)