Im dritten Stock des Baronenhauses hatte Hanspeter Strang seine Werkbank einreichet. Anhand von verschiedenen Werkstücken zeigte er den Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt der Intarsientechnik. Gemäss Angaben des Wiler Kunsthandwerkers stammt sie ursprünglich aus dem arabischen Raum und kam in der Renaissance in Italien zur vollen Entfaltung und Weiterentwicklung.

Künstliche Schattierungen

Laut Hanspeter Strang werden unterschiedlichste Hölzer, wie etwa Nussbaum, Erle oder Thuja, eingesetzt. Ihre Maserung und Farbtönung ist entsprechend unterschiedlich. Der Experte zeigte, die die Holzstücke durch Eintauchen in erhitzten Sand eine Dunkelverfärbung und damit ein Schatteneffekt erzielt werden kann. Dieser bewirkt beim Intarsienmuster die Illusion einer räumlichen Tiefe. Auf Wunsch konnten sich die Besucher mittels einer Schablone selber im Anfertigen einer kleinen Intarsie mit einem geometrischen Muster versuchen.