An der Hauptversammlung des Johanneschors Niederhelfenschwil standen der Rückblick, die Ehrung langjähriger Mitglieder und die Informationen über die Vereinsreise im Mittelpunkt.Im Stammlokal Restaurant Kreuz trafen sich mit Ausnahme dreier verhinderter Personen die Chormitglieder zur Jahresversammlung. Einmal mehr überraschte Brigitte Okle mit einer wunderschönen Tischdekoration. Vor dem geschäftlichen Teil wurde ein feines Nachtessen serviert. Erstmals nahm der neue Mitarbeiter in der Seelsorgeeinheit Urs Vescoli an der Zusammenkunft des Chors teil. Er stellte sich persönlich vor und bekannte sich als Fan, nachdem er bei seinen Kirchenbesuchen an Allerheiligen und am Jubiläumskonzert der 30-jährigen Orgel das hohe Niveau der Auftritte bewundern konnte.

Ein Blick zurück
Vereinspräsidentin Vroni Krucker eröffnete den geschäftlichen Teil mit einer amüsanten CD-Geschichte von Peter Räber. Sie warf in ihrem kurzen Jahresbericht den Blick zurück auf das sängerisch anspruchsvolle Vereinsjahr. In den 43 Probeabenden und einem Probentag in Zuckenriet seien die motivierten Sängerinnen und Sänger auf die insgesamt neun Einsätze vorbereitet worden. Als herausragende Auftritte erwähnte sie den Festgottesdienst an Allerheiligen mit der „Krönungsmesse“ von W.A. Mozart und das Konzert mit dem Trio „Exsultate“. Beide Anlässe hätten dem Johanneschor sehr viele Komplimente eingebracht, sagte die Präsidentin. „Die Zusammenarbeit mit den professionellen Musikern ist hervorragend gelungen. Es war für uns alle eine neue, interessante und wertvolle Erfahrung“, bekannte Vroni Krucker. Im Zusammenhang mit dem Orgelgeburtstag gab sie bekannt, dass die drei Chormitglieder Walter Stähelin, Frida Brändle und Ernst Inauen als damalige Mitglieder der Kirchenverwaltung massgeblich zur Realisierung des Orgelneubaus beigetragen hätten.

Frohe Stunden
Die Präsidentin stellte fest, dass bei den Probenbesuchen die Anzahl der Absenzen etwas hoch sei. Sie zeigte allerdings Verständnis, dass die mehrheitlich pensionierten Mitglieder ihre Ferien nicht in der Hauptsaison verbringen wollen. Wenn immer möglich seien aber die Proben zu besuchen. Neben dem Lernen der zum Teil neuen Werke seien die gemütlichen Stunden für die Gemeinschaft wertvoll. „Ich wünsche uns weiterhin viele frohe gemeinsame Stunden des Singens und freue mich auf das Gemeinschaftskonzert mit der Musikgesellschaft und dem Männerchor. Wir werden dann das Potpourri „Im Weissen Rössel am Wolfgangsee“ singen“, informierte sie. Nach einem grossen Dank an den Chorleiter, die Organistin und allen Mitgliedern las Vroni Krucker eine tierische Geschichte vor, deren Pointe „Man muss reden miteinander“ war. Zwischenzeitlich präsentierte Vicky Hauser ihre gelungene Tonaufnahme vom „Ave verum corpus“, das am Orgelkonzert gesungen wurde.

Dirigent überrascht
Bernhard Zingg überraschte seinen Chor in seiner Meinungsäusserung zum Jahresverlauf mit neuen Ideen. Für jedes Mitglied erforschte er die interessanten Namensbedeutungen und nannte die Ergebnisse seiner Recherchen. In seinem spannenden Rückblick erwähnte er, dass der Johanneschor in den 36 Jahren seiner Tätigkeit als Chorleiter zu einer treuen Sängerfamilie zusammen gewachsen sei. „Musizieren und Singen sind heilsam für das körperliche und das seelische Wohlbefinden. Auch wenn grosse Werke zusätzliche Ansprüche stellen, so führen sie in den gelungenen Aufführungen zu einer Zufriedenheit und einem Glücksgefühl “, stellte er fest. Allen Mitgliedern dankte er für ihr Engagement. Er schenkte den Männern eine Flasche Wein aus dem Piemont und den Frauen einen grossen Sack knusprige Cantuccini. Er freut sich auf die weitere gemeinsame musikalische Reise.

Sechs Jubilarinnen und Jubilare
Zur schönen Aufgabe des Vorstandes gehören jeweils die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Astrid Staehelin, Frida Brändle, Sales Huber und Ernst Inauen können auf drei Jahrzehnte aktives Singen im Johanneschor zurückblicken. Im Alt, Sopran und Bass sind sie bewährte Stützen des Chors. Seit 25 Jahren kann der Sopran auf die ausgezeichnete Stimme von Klär Keller zählen. Vor fünfzehn Jahren begann die Zusammenarbeit mit Antonia Widmer, die regelmässig an der Orgel oder am Klavier die Proben und Auftritte des Johanneschors begleitet. Marlene Rupp fand vor zehn Jahren den Weg in den Verein und fühlt sich darin wie in einer Familie. Mit einem Präsent dankte der Verein den treuen Mitgliedern. Walter Staehelin, der zusammen mit seiner Gattin Astrid die nächstjährige Reise nach Sachseln und ins Berner Oberland organisiert, informierte über den Vorbereitungsstand.