Die zweite Etappe der Sanierung der Gemeindebibliothek Flawil steht unmittelbar bevor. Während den Hauptarbeiten bleibt die Bibliothek ab Freitag, 7. Juli 2017, bis voraussichtlich Ende September 2017 geschlossen. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen aber keine literarische Durststrecke befürchten.1974 ist die Gemeindebibliothek von den Räumen unter der Turnhalle Grund an die Bahnhofstrasse ins Bezirksgebäude umgezogen. Seither wurde in der Bibliothek praktisch nichts mehr verändert. Nun werden die Bibliotheksräume saniert, umgebaut und neugestaltet. Das umfassende Sanierungsprojekt hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 24. Januar 2017 für gut befunden und genehmigt.

Bis jetzt wurden Arbeiten im Betrag von rund 740‘000 Franken vergeben. Fast 80 Prozent dieser Aufträge gingen an Flawiler Unternehmen. Die geplanten Kosten des Gesamtprojektes belaufen sich auf 1,1 Millionen Franken.

Hauptarbeiten beginnen am 10. Juli
Derzeit wird die erste Etappe des Umbaus und der Sanierung durchgeführt. Dabei erfolgen die brandschutztechnischen Anpassungen sowie der Ausbau des Archivs/Sitzungszimmers im Untergeschoss. Demnächst steht die zweite Etappe bevor. Die Hauptarbeiten beginnen am 10. Juli 2017. Während des zweiten Teils des Umbaus bleibt die Gemeindebibliothek von Freitag, 7. Juli 2017, bis voraussichtlich Ende September 2017 geschlossen.

Die zweite Sanierungsphase wird genutzt, um den behindertengerechten Zugang zu realisieren, die Glaskonstruktion beim Windfang zu entfernen, die Eingangstüre, Beleuchtung, Fenster und Böden zu ersetzen, Wände und Decken zu streichen, die sanitären Einrichtungen zu sanieren, eine Teeküche zu installieren und schliesslich alle Räume neu zu möblieren.

Mehr Bücher mit nach Hause nehmen
Für die Umbauzeit wurde aufgrund von finanziellen Überlegungen auf ein Provisorium verzichtet. Obwohl die Gemeindebibliothek bis voraussichtlich Ende September geschlossen bleibt, müssen die Nutzerinnen und Nutzer keine literarische Durststrecke befürchten. Während dieser Zeit werden alle gültigen Bibliotheksabonnemente um drei Monate verlängert.

Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit, sich vor den Sommerferien mit einer grösseren Anzahl von Büchern und Medien als üblich einzudecken. Besitzer eines Familienabonnements können insgesamt 20 Bücher und Inhaber eines Einzel- oder Kinderabonnements insgesamt 10 Bücher mit nach Hause nehmen. Im Weiteren steht die digitale Bibliothek Ostschweiz auch während der Umbauzeit uneingeschränkt zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bei den Verbundbibliotheken Bücher auszuleihen.

Wenn alles wie geplant läuft, werden im Oktober die sanierten, umgebauten und neugestalteten Bibliotheksräume für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein.

WEITERE THEMEN
Vier neue Wildbienenhotels eröffnet

Seit 2013 steht im Botsberger Riet ein Wildbienenhotel. Nun sind gleich vier weitere solcher Nisthilfen für Wildbienen dazugekommen – drei im Botsberger Riet, eine im Girenmoos. Gebaut wurden sie von den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Flawil unter der Leitung von Werklehrer Werner Angst.

Um Wildbienen anzusiedeln wird ein Futter- und Nistangebot benötigt. Futter ist dank den Blumenwiesen der Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung ausreichend vorhanden. Nun wurde das Nistangebot ausgebaut. Zum seit 2013 bestehenden Wildbienenhotel im Botsberger Riet sind gleich drei weitere Nisthilfen dazugekommen. Ein weiteres Wildbienenhotel wurde im Girenmoos eröffnet. Gebaut wurden die Nisthilfen in vielen Arbeitsstunden von den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Flawil unter der Leitung von Werklehrer Werner Angst.

Bei der Eröffnung der Wildbienenhotels wies Schulratspräsident Christoph Ackermann auf die Wichtigkeit der Bienen für das Ökosystem hin. Ausserdem ermunterte er die Schülerinnen und Schüler dazu, wieder einmal die Nisthilfen zu besuchen. Werner Gehrig bedankte sich bei den Jugendlichen für ihren Einsatz zugunsten des Naturschutzes. An der Eröffnung nahmen auch Silja Marano, Präsidentin des Naturschutzvereins Flawil und Umgebung, sowie Ruedi Steurer, Präsident der Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung, teil. Im Anschluss an die Eröffnung wurde den Schülerinnen und Schülern von der Gemeinde ein Znüni offeriert.

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Einblick in die Seele von Mädchen
Ein Dreivierteljahr haben die 15 Schülerinnen im Wahlfach Theater unter der Leitung von Stefan Rindlisbacher und Javier Diaz an ihrem Stück gearbeitet. «Die Message» begeisterte Mitschüler, Familienangehörige und Neugierige.

Ein Feuerwerk an Spielfreude bot die Theatergruppe des Oberstufenzentrums Flawil während den beiden Schulaufführungen am Freitag und an der öffentlichen Aufführung am Samstagabend im gut besetzten Lindensaal. Unterstützt von einem wirkungsvollen Einsatz an Licht und von stimmungsvoller Musik zog das ernste Stück «Die Message» die Zuschauerinnen und Zuschauer in seinen Bann.

«Angefangen hat alles mit einem Brainstorming», sagen die beiden Lehrpersonen. «Zusammen wurde in der Gruppe nach Themen gesucht, welche inszeniert werden sollten. Schon bald waren sich die Mädchen einig, dass das Theater etwas mit ihrem Leben zu tun haben musste. Das Stück sollte aufzeigen, welche Probleme die Mädchen von heute umtreibt, und das Publikum zum Nachdenken anregen. Angetrieben von dieser Idee wurden dann die Drehbücher in Gruppen geschrieben.»

Ansprechende schauspielerische Leistung
Wer das Wahlfach Theater belegt, muss in der Schlussaufführung auf der Bühne zu sehen sein. Darauf legen Stefan Rindlisbacher und Javier Diaz Wert. «Obwohl es zu Beginn des Kurses Begabungsunterschiede gab, hat jede einzelne Darstellerin in den vergangenen Monaten grosse Fortschritte im darstellenden Spiel gemacht», sagt Rindlisbacher mit sichtbarem Stolz. Wenn man die erbrachte Leistung am Samstagabend als Massstab nimmt, kann man dem nur zustimmen. Alle schienen in ihre Rollen hineingewachsen zu sein und wussten durch ausdrucksstarkes Spiel, klare Sprache und gutes Timing zu überzeugen.

Das Fach Theater fordert und fördert Fähigkeiten und Fertigkeiten wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, sprachlichen und körperlichen Ausdruck, Präsenz im Auftritt, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Fantasie und soziale Erfahrung. Davon sind Stefan Rindlisbacher und Javier Diaz überzeugt. Umso überraschender ist für sie, dass für das kommende Schuljahr nur eine Anmeldung für dieses vielseitige Fach eingegangen ist. «Wir zählen darauf, dass ‹Die Message› nachhaltige Werbung fürs Fach Theater war und die Anmeldezahlen in Zukunft trotz des späten Zeitfensters im Stundenplan wieder steigen», hält Diaz hoffnungsvoll fest.

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Jugendliche bekämpfen Neophyten
Die Schülerinnen und Schüler der 1. Oberstufen-Kleinklasse haben einen Schultag im Freien verbracht – zugunsten eines Naturschutzprojektes.

Kürzlich standen die Schülerinnen und Schüler der 1. Oberstufen-Kleinklasse am Morgen im Rehwald bereit, um dem Drüsigen Springkraut, dem Asiatischen Knöterich und dem Berufkraut den Kampf anzusagen. Diese Neophyten, eingeführt aus Asien und Nordamerika, können sich rasch ausbreiten und die einheimische Flora verdrängen. Um dem entgegenzuwirken werden befallene Gebiete Jahr für Jahr kontrolliert und die Problempflanzen in aufwendiger Handarbeit ausgerissen.

Angeleitet von Fachpersonen von Zyklus Gartenbau und Verein Grünwerk kämpften sich die Schülerinnen und Schüler durch Sumpf sowie Brennnesseln und wurden dabei von zahlreichen Fröschen und farbenprächtigen Feuersalamandern begleitet. Ein Standortwechsel zeigte, dass auch die hübschen Pflanzen am Strassenrand (Berufkraut) nicht stehen gelassen werden durften. Zum Abschluss wurde im Osten von Flawil mit vereinten Kräften der grossgewachsene Asiatische Knöterich ausgerissen. Kein Blatt durfte liegen bleiben, ansonsten die Vermehrung gleich wieder beginnt.
Die Kehrrichtverbrennungsanlage kümmerte sich schliesslich um den gesammelten Pflanzenberg, währenddem das gesamte Arbeitsteam beim wohlverdienten Feierabendgetränk auf den anstrengenden, aber interessanten Tag zurückblickte.

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Kulturpunkt feiert – Mühlegasse gesperrt
Der Verein Kulturpunkt Flawil feiert am Samstag, 24. Juni 2017, sein bereits zur Tradition gewordenes Saison-Abschlussfest. Aus diesem Grund wird die Mühlegasse gesperrt.

Das «Festareal» befindet sich in den Betriebsräumlichkeiten des Kulturpunkts sowie auf dem privaten Vorplatz und auf einem Teilabschnitt der Mühlegasse. Deshalb wird die Mühlegasse am Samstag, 24. Juni, von 13 bis 23 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Eine Umleitung wird signalisiert.

Der Verein Kulturpunkt Flawil hat die Auflage, die Musiklautstärke ab 22 Uhr zu reduzieren, die Musik ab 24 Uhr ganz einzustellen und den Anlass um 2 Uhr zu beenden. Innerhalb der Betriebsräumlichkeiten ist Musik bei geschlossenen Fenstern und Türen bis 1 Uhr möglich. Die Gemeinde bittet die Bevölkerung um Verständnis und wünscht dem Verein Kulturpunkt Flawil ein schönes Saison-Abschlussfest.