Vor Jahrzehnten war Uzwil eine Eishockey-Hochburg. Sein Club spielte in der zweitobersten nationalen Liga mit. Noch immer haben Eishockey und Eiskunstlauf einen hohen Stellenwert. Grundlage war und ist die Kunsteisbahn, seit 1985 überdacht. Zur Uzehalle – so die Gemeinde in der Abstimmungs-Botschaft – habe man Sorge getragen und sie durch notwendige Erneuerungen laufend à jour gehalten. So habe die Tragkonstruktion dank grosser Investitionen vor 20 Jahren noch eine längere Lebensdauer vor sich. Nicht aber die Fassade. Die 35 Jahre alten Fassadenelemente seien brüchig und am Ende der Lebensdauer. Neue Element müssten ausserdem nicht nur vor dem Wetter schützen, sondern hätten auch eine energetische Funktion. Sie müssten den Energiebedarf markant reduzieren. Das Kernstück des Vorhabens sind die neue, isolierte Fassade, das neue, gedämmte Dach, die Umrüstung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung und die grossflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach. Der so produzierte Strom wird die Eishalle, die Curlinghalle und im Sommer das benachbarte Schwimmbad versorgen.

Sportförderung und Breitensport

Die Uzehalle dient Vereinen, Schulen und der breiten Bevölkerung. Der EHC Uzwil hat aus einer schwierigen Phase wieder Fuss gefasst. Er vereint acht Mannschaften mit rund 150 Spielern, davon 110 Junioren. Der Eisclub führt jedes Jahr 150 Kinder in die Kunst des Schlittschuhlaufens ein. Ausserdem werden 40 Eiskunstläuferinnen und -läufer sowie 30 Personen in der Sparte Eistanz betreut. Ausserhalb des Vereinssports zählt die Eishalle Eintritte von rund 12'000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die hier sportliche Betätigung und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden. Fast die Hälfte der Eintritte entfallen auf Schüler im Klassenverband. Im Sommer werden in der Eishalle Grossveranstaltungen durchgeführt.


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CVP-Vizepräsident Bruno Cozzio: «Die Sanierung der Eishalle ist ein klares Plus für die Infrastruktur und die Attraktivität der Gemeinde»

CVP: Wert und Attraktivität werden gesteigert

Für die CVP nimmt anstelle des ortsabwesenden Präsidenten Remo Wirth Vizepräsident Bruno Cozzio Stellung: «Die CVP Uzwil befürwortet die Sanierung der Uzehalle klar. Neben der energetischen Sanierung und dem geplanten Solardach wird die Benutzung der Eishalle für grössere Veranstaltungen durch bauliche Massnahmen wesentlich verbessert. Also nicht nur eine Wert- und Attraktivitätsteigerung für Uzwil als Energiestadt, sondern auch für die Benutzer im Allgemeinen, die Eissportvereine und alle anderen Vereine und Veranstalter, welche die Halle für Anlässe auch in der eisfreien Zeit nutzen können.»

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FDP-Präsident Yves Beutler: «Die Betriebskosten sollten künftig gemeindeübergreifend aufgeteilt werden.»

FDP fordert regionale Beteiligung

Präsident Yves Beutler: «Für den Kredit für die Sanierung der Kunsteisbahn gilt Stimmfreigabe. Grundsätzlich sind wir aber zum heutigen Zeitpunkt der Meinung, dass aus Sicht des gesellschaftlichen Nutzens und der technischen Ausgangslage diese Sanierung durchgeführt werden soll, damit die Eventhalle auch weiterhin sicher betrieben werden kann. Kommt hinzu, dass durch diese Investition der Energieverbrauch reduziert und durch die grossflächige Photovoltaikanlage ein Teil des Strombedarfs eigenversorgt werden kann. Da solche Anlagen generell nicht kostendeckend zu betreiben sind, soll in Betracht gezogen werden, das Einzugsgebiet zukünftig an den Betriebskosten mittels transparentem Verteilschlüssel zu beteiligen.»

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SVP-Präsident Marco Baumann: «Die Finanzierung ist gesichert. Die Gasbezüger haben mit den erhöhten Preisen einen Beitrag zur Erhaltung der Eishalle geleistet.»

Ein überzeugtes Ja der SVP

SVP-Präsident Marco Baumann: «Die Eishalle ist eine feste Institution in Uzwil und ist für viele Kinder und Erwachsene ein Ort, an dem sie vor allem im Winter ihre Freizeit verbringen. Die SVP begrüsst zudem, dass in der Sanierungsplanung der Fokus auf eine beutende Reduktion des Energieverbrauchs gelegt wird, was der Gemeinde als Energiestadt wohl ansteht. Das Vorhaben ist zwar nicht günstig. Da aber die Finanzmittel schon vorhanden sind, belastet die Investition die Gemeinderechnung nicht. Die laufenden Kosten werden bereits heute zum Teil vom Steuerzahler bezahlt. Die SVP ist der Meinung: Uzwil braucht die Eishalle.»

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SP-Präsident Burkhard Erne: «Trotz weiterhin hohem fossilem Energiebedarf sagt die SP ja zur Sanierung.»

SP: Der fossile Energieverbrauch bleibt hoch

SP-Präsident Burkard Erne: «Die SP Uzwil hat sich in der Eishalle von Daniel Wyder über das Sanierungsprojekt orientieren lassen. In der Diskussion waren die Pro-Argumente in der Mehrheit und es wurde die Ja-Parole ausgegeben.. Die hohe Auslastung zeigt, dass die Eishalle ein grosses Bedürfnis abdeckt. Während der Saison ist die Halle von früh bis spät mit öffentlichem Eislauf, mit der Nutzung durch die Schulen, durch den Eishockeyclub oder den Eisclub belegt. Viele Uzwiler haben auch einen emotionalen Bezug zur Eishalle, sei es in Erinnerung an die eigenen ersten Schritte auf Schlittschuhen, die Trainings der Kinder und Jugendlichen im Nachwuchs der Vereine, oder als Fan des Eishockeyclubs und seiner legendären Vergangenheit. Zum Aspekt Energie wurde kritisch angemerkt, dass der fossile Energieverbrauch trotz Sanierung und Fotovoltaik hoch bleibe».

Gelegenheit, sich zu informieren

Am kommenden Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr, wird an einer öffentlichen Sprechstunde im Foyer des Gemeindehauses ein Überblick über das Sanierungsprojekt gegeben. Planer, Fachleute und Gemeindevertreter beantworten Fragen.