Frau Denzler, wie funktioniert das Eschliker Dorfwichteln?
Immer im Dezember werden die teilnehmenden Personen einmal mit einem Wichtelgeschenk überrascht. Vorgängig melden sich alle, die mitmachen wollen, bei der Gemeindeverwaltung an und erhalten dann einen Wichtel zugelost.

Warum ist das Wichteln so beliebt und hat sich in der Gemeinde bewährt?
Es ist etwas Spezielles, von jemandem, den man wahrscheinlich nicht kennt, überrascht zu werden. Und es macht Freude, jemanden, den man vielleicht auch nicht kennt, zu überraschen.

Wie ist die Idee zum Dorfwichteln entstanden?
Im Rahmen des 20-Jahre-Jubiläums haben wir nach Ideen gesucht, die die Einwohner von Eschlikon auf eine etwas andere Art miteinander in Verbindung bringen. Spannend ist: Bei jedem unserer Anlässe machen immer andere Personen mit. Ob es nun der Generationenmittagstisch, der Tag der offenen Gärten oder eben das Wichteln ist. Mich freut ganz besonders, dass wir alle drei Angebote aus dem Jubiläumsjahr weiterführen können.

Was darf ein Wichtelgeschenk kosten?
Maximal zehn Franken.

Was wird gerne verschenkt?
Das ist sehr individuell, Schokolade, Tee, Kerzen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wer kann mitmachen?
Alle, die in Eschlikon wohnen. Seit diesem Jahr erwähnen wir den Jahrgang, damit Kinder entsprechend beschenkt werden können.

Wer hat die Auslosung vorgenommen?
Eine extra für diesen Anlass entwickelte Excel-Liste, die ausser der Mitarbeiterin auf der Gemeindeverwaltung niemand kennt.

Wollen am Schluss alle erfahren, von wem sie «bewichtelt», also beschenkt wurden?
Alle nicht, aber viele Personen möchten ihren Wichtel kennenlernen. Die Auflösung in der Stockenholzhütte ist jeweils ein geselliger und schöner Anlass. Und es bleiben Verbindungen, die übers Wichteln anhalten.

Am 16. Dezember wird im Adventsfenster der Waldhütte Stockenholz aufgelöst, wer wem gewichtelt hat.