Auch im 2020 entschied sich der grösste Teil der Uzwiler Schulabgängerinnen und Schulabgänger für eine Berufslehre. Die Jugendlichen nutzten dabei die grosse Palette an möglichen Berufsbildern. Sie starteten ihre Ausbildung in mehr als 30 verschiedenen Berufen. Von A wie Anlagen- und Apparatebauer/-in bis Z wie Zimmermann/Zimmerin. Meistgewählter Lehrberuf der Uzwiler Jugendlichen war auch 2020 Kauffrau/Kaufmann. 18 Jugendliche starteten in diesen Beruf. Neun Jugendliche zog es in den Detailhandel. Je fünf Jugendliche führte der Weg Richtung Konstrukteurin/Konstrukteur, Fachfrau/Fachmann Gesundheit oder in die Logistik.

Schnuppern als Entscheidungshilfe

Die Uzwiler Gemeindeverwaltung bildet Kaufleute aus. Ein Beruf, der oft auch in Konkurrenz zur Kantonsschule steht. Monika Lehner, Leiterin des Personaldienstes: «Viele unserer potenziellen Lernenden könnten problemlos auch den gymnasialen Weg einschlagen. Sie entscheiden sich trotzdem für eine Bewerbung als Kauffrau oder Kaufmann bei uns, weil sie diesen Weg einer anspruchsvollen praxisorientierten Ausbildung in unserer Verwaltung als Erfolg versprechend erkennen.»

Als Lehrbetrieb investiere die Gemeinde viel, um für Lernende attraktiv zu sein. Einen Schlüssel in der Rekrutierung von Lernenden sieht Monika Lehner im Schnuppern: "Zwischen den letzten Herbstferien und den Frühlingsferien 2021 ermöglichten wir 24 Schülerinnen und Schülern, bei uns als Kauffrau oder Kaufmann zu schnuppern. Die Jugendlichen schätzen diese Möglichkeit. Sie werden beim Schnuppern gleich selber aktiv in den Arbeitsprozess einbezogen und können so erfahren, wie sich der Alltag in der Berufswelt anfühlt."

Lernende als Botschafter

Verwaltungsleiter Thomas Stricker ergänzt, dass auf der Gemeindeverwaltung Jugendliche durch Jugendliche angesprochen würden, weil sie in ihrer Sprache besser zu erreichen seien: «Darum zeigen unsere Lernenden potenziellen Lernenden im Instagram ihren Alltag. Sie planen, realisieren, übernehmen Verantwortung. Sie erleben dabei, wie anspruchsvoll es sein kann, Teil der Unternehmenskommunikation zu sein. Und sie wachsen daran. Sie zeigen beim Schnuppern den Schülerinnen und Schülern ihre Welt, arbeiten mit ihnen, erklären, geben Tipps. Schliesslich wissen sie am besten, wie es bei uns in der Lehre läuft. Sie sind nicht nur unser Nachwuchs, sie sind unsere Botschafterinnen und Botschafter.» (gk/red)