Freude und Stolz bei Eitzinger Sports & Travel in Eschlikon. Ihr ehemaliger Lehrling, David Muri, hat es an der Europameisterschaft in Wien allen gezeigt und den Titel des besten Fahrrad-Mechaniker gewonnen. Muri wusste sowohl mit der Geschwindigkeit in der Erledigung der gestellten Arbeiten als auch in der Genauigkeit zu überzeugen. Rund 50 andere Berufsfachleute aus ganz Europa hatten gegen ihn das Nachsehen.

Muri bleibt dem Lehrmeister erhalten

David Muri, der aus Wängi stammt, war bis im Sommer 2018 Lehrling bei Eitzinger Sports & Travel. Um nach Wien für die Schweiz entsandt zu werden, musste sich der junge Berufsmann zuerst auf nationaler Ebene durchsetzen, was ihm auch gelang.

Muri bezeichnet die Teilnahme an der Europameisterschaft in jeglicher Hinsicht als interessantes Erlebnis. «Unter den Teilnehmern waren teilweise riesige Unterschiede im Ausbildungsstand festzustellen. Einige waren lediglich in theoretischer, andere in nur praktischer Hinsicht genügend ausgebildet.» Der guten Stimmung unter den Teilnehmern habe das aber keinerlei Abbruch getan.

Das eigene Können bestätigt

«Wir Schweizer kamen am Donnerstag an und machten mit zahlreichen Teilnehmern aus anderen Nationen zuerst einmal einen Ausflug in die Stadt. Mit hat der Stephansdom sehr gut gefallen.» Am Freitag war Wettkampf und am Samstag reisten die Schweizer bereits wieder zurück.

Was nahm Muri aus Wien mit? «Ein paar wunderschöne Erlebnisse. Aber in erster Linie die Bestätigung des eigenen Könnens.» Trotz dieses Titels und auch einiger Anfragen bleibt David Muri seinem Lehrmeister erhalten. «Ich werde nach der Rekrutenschule, die bis Mitte Mai dauert, in einem 50-Prozent-Pensum weiterarbeiten. Zusätzlich will ich als Biker möglichst grosse Fortschritte erzielen.»

Mitglied im RMC Gossau

David Muri ist einer von 30 Radlern, die sich im Schweizer U23-Mountainbike-Sichtungskader befinden. Als zweitjüngster kann er in der Eliteklasse noch grosse Fortschritte erzielen. Er bestreitet sämtliche Rennen als Mitglied des RMC Gossau. Ebenso beteiligt er sich an ausländischen Rennen, an denen Weltcup-Punkte zu gewinnen sind.

Im RMC Gossau fühlt er sich bestens unterstützt. «Der RMC verfügt über eine sehr gute Nachwuchs-Förderung. Im Jahr 2017 war er sogar Sieger in der Club Gesamtwertung.»

Mit dem Ziel, Profi zu werden

In fünf Jahren will er den Profistatus im Mountainbike erreichen. In der ganzen Welt herumreisen und Rennen bestreiten. Aber nicht nur dabei sein, sondern Spitzenplätze herausfahren. Muri ist sich zwar bewusst, dass bis dahin ein weiter Weg ist. «Ein Weg ohne Ende.»

Solange es ihm jedoch Spass mache, wolle er den Bike-Sport ausüben. Er hofft dabei auf die Zeit nach der Rekrutenschule. Im Jahr 2018 sei er, was die Form anbelangt, etwas zurückgeworfen worden. Die Gründe sind bekannt: Der Lehrabschluss und die Vorbereitung auf die EM in Wien.

In der Rekrutenschule, wo er bei den Motorfahrern Dienst leistet, hat er noch keinen Spitzensport-Status. Stören tut ihn das aber wenig. «Ich kann diese Zeit nutzen, etwas abzuschalten und meine Batterien wieder neu aufladen.»

By Urs Nobel