89 Aussteller sorgten mit ihrer Präsenz dafür, dass die alle vier Jahre stattfindende Eschliker Gewerbemesse zu einem Erlebnis für Teilnehmer und Besucher wurde. 

Ausstelleraufmachungen die anlocken

«Mit dieser grossen Ausstellerzahl sind wir aber definitiv am Anschlag», machte Kurt Gautschi anlässlich der Eröffnung am Freitagnachmittag aufmerksam. Obwohl der OK-Präsident vor vier Jahren zurücktreten wollte, überwand er sich nochmals und stellte sich auch dieses Jahr wieder als Zugpferd zur Verfügung. »Dieses Mal ist aber wirklich Schluss», sagte er eindrücklich.

In der Turnhalle und ihren Nebengebäuden präsentierten sich die Aussteller in ihrem besten Licht. Liebevoll und teilweise aufwändig und fantasievoll gebaute Stände lockten interessierte Besucher an und dank einer grossen personellen Standpräsenz kam es immer wieder zu interessanten Diskussionen oder sogar zu neuen Geschäftsbeziehungen.


Ein Erfolgsmodell

Die ESWA ist ein Eschliker Erfolgsmodell, die ihr Startup bereits 1876 hatte. Kaum zu glauben, aber wahr, wie Gautschi betonte. Sofern diese Geschichte in vier Jahren eine Fortsetzung findet, könnte die neue Turnhalle dazu dienen, dass die Ausstellung noch mehr Gewerbetreibende zum Mitmachen animiert. Doch weder ist die Turnhalle schon gebaut, noch hat sich ein Nachfolger von Kurt Gautschi als neuen OK-Präsidenten gefunden. Die Zukunft der ESWA ist also noch offen.

Zukunftsvision von Eschlikon

Vorgängig zur Ausstellung fand am Donnerstagabend der Eschliker-Gewerbeapéro statt. Knapp 200 Personen nahmen daran teil, hörten den Worten ihres Gemeindepräsidenten Hans Mäder zu, der über die aktuelle Situation und die Zukunftsvisionen der Gemeinde Eschlikon referierte. «Eschlikon will nicht nur modern und innovativ sein, wir sind es bereits», sagte Mäder unter anderem.

Hans Mäder weiter: «Zudem ist unsere Gemeinde stets daran, einen Mehrwert für seine Einwohner zu schaffen. Dies verlangt jedoch nach stetigen Veränderungen und wir sind daran, diese Herausforderungen anzunehmen. Wir wollen zu den innovativsten Gemeinden der Schweiz gehören. Wir starten heute dazu, sind aber auf alle angewiesen. Kommt auf uns zu und engagiert euch. Stammtischgejammer erachte ich nicht als wirkungsvolles Engagement».

Mit Qualitätsansprüchen agieren

Mit Thomas Held, ehemaliger Direktor der Avenir Suisse, konnte ein interessanter Referent für den Anlass gewonnen werden. Held ging auf die Frage ein, ob wir (die Schweizer) am Raum scheitern. Der Referent ging auf diverse Problematiken ein, fast jedoch nur solche, welche Grössstädte betreffen. Für Eschlikon hatte er am Schluss doch noch einen konkreten Vorschlag: «Eine Gemeinde wie Eschlikon muss in Zonen (grösser) denken, aber stets die Qualitätsansprüche in den Vordergrund stellen. Eschlikon ist auf dem besten Weg dazu».

Grenzen ja, aber nicht alle machen Sinn

Praktisch in dieselbe Kerbe schlug Susanne Hartmann, die Stadtpräsidentin von Wil in ihrer Eröffnungsrede zur ESWA ein. «Grenzen sind nicht unnütz. Sie haben einen Sinn. Es gibt allerdings Grenzen in Bereichen, wo sie keinen Sinn machen».

Der Ehrengast aus Wil kam in der Folge auf die «Regio Wil» zu sprechen und meinte unter anderem, dass sie stolz darauf sei, dass die «Regio-Wil-Mitglieder» so pragmatisch mit diesem Thema umgehen können. Und Eschlikon trage zu dieser Aussage ebenfalls ihren Anteil bei.