Drei bis vier Tonnen Fische sind betroffen. Weil die tierschutzkonforme Betreuung der Tiere nicht mehr gewährleistet war, musste das Veterinäramt des Kantons Thurgau in Balterswil eine Fischzucht auflösen. Ein Teil der Tiere konnte in anderen Fischanlagen untergebracht werden, die restlichen Tiere wurden zwei Zoos als Futtermittel abgegeben oder fachgerecht entsorgt. Die eingeschränkte Qualität der Fische liess eine Verwendung als Nahrungsmittel für den Menschen nicht zu, schreibt der Kanton Thurgau in einer Mitteilung.

Das kantonale Veterinäramt wurde am 31. Oktober durch die Kantonspolizei Zürich informiert, dass der im Kanton Zürich wohnhafte Bewilligungsinhaber und Betreiber einer Indoor-Fischzuchtanlage in Balterswil fürsorgerisch untergebracht werden musste. Eine einwandfreie Tierbetreuung war damit nicht mehr gewährleistet. Das Veterinäramtes schritt sofort ein.

Fische aus Australien und Afrika

Nach umfangreichen amtlichen Abklärungen mit Experten und potentiellen Abnehmern von Speisefischen musste in der Folge der Entscheid gefällt werden, die Fischzucht aufzulösen. Ein Teil der Fische konnte dabei in anderen Fischanlagen untergebracht werden. Aufgrund der Qualitätsanforderungen war es nicht möglich, die Fische in nützlicher Frist an den Mann oder die Frau für den menschlichen Verzehr zu bringen. Die übrigen Tiere wurden deshalb fachgerecht getötet, anschliessend soweit wie möglich zugunsten zweier Zoos für die Fütterung ihrer Zootiere abgegeben. Die restlichen Fische wurden fachgerecht entsorgt.

Bei den Fischen handelt es sich um die exotischen Fischarten Baramundi und Tilapia, die hauptsächlich in Australien und Afrika vorkommen und in der Schweiz nicht heimisch sind, schreibt der Kanton weiter. Einem Artikel des Gemeindeblatts von Bichelsee-Balterswil von Sommer 2016 ist zu entnehmen, dass in besagter Zucht seit dem Jahr 2015 exotische Fische gezüchtet wurden. Mehrere hundert Kilogramm Fische konnten «geerntet» werden – pro Woche. (pd/sdu)