Noch sind die Bagger bei der Raststätte Thurau Nord vor Ort und die Umgebungsarbeiten dauern bis voraussichtlich Ende Jahr an. Seit Samstagnachmittag ist der Neubau – in Fahrtrichtung Zürich – aber belebt. Das alte Gebäude wurde abgerissen und durch ein neues ersetzt. Rund 180 Sitzplätze plus deren 30 auf der Terrasse werden angeboten, wenn nicht das Coronavirus für einen reduzierten Betrieb und abgesperrte Tische sorgt wie derzeit gerade. Es sind gleich viele Plätze wie vor dem Umbau, auf einem aber deutlich grösseren Raum.

Rund 7,5 Millionen Franken werden bis Ende Jahr verbaut sein – wirtschaftliche schwierige Zeiten für die Raststätte-Thurau-Gruppe hin oder her. Hauptsächlich regionale Unternehmen waren und sind am Umbau beteiligt. Von Konzept her hat man sich an die zur Gruppe gehörende Raststätte «Rheintal Ost» angelehnt. Jene wurde bereits im Jahr 2017 nach dem Modell der «Frische-Theke» umgebaut.

Als Tor zur Region

Eine solche «Frische-Theke» ist nun auch auf der Nordseite der Raststätte Thurau entstanden. So können nicht nur Pizzas, Burger und Pasta bestellt werden, sondern es sind auch Smoothies und diverse Frischprodukte zu kaufen. Auf die Regionalität wurde geachtet. So hängen an der Decke diverse Landschaftsbilder des Grossraums Wil und stellen ein Tor zur Region dar. Künftig sollen auch Produkte aus der Region angeboten werden – und Weine. «Wenn immer möglich, kaufen wir regional ein und produzieren im Haus», sagt Peter Hofstetter, CEO der Raststätte-Thurau-Gruppe.

Im Video: Rundgang durch die neue Raststätte Thurau Nord

 

Der Betreiber verspricht: «Bei uns bekommen alle Gäste in höchstens sieben Minuten eine warme Mahlzeit. Auch wenn ein Bus mit 50 Leuten vorfährt.» Man habe dies in den vergangenen beiden Jahren in der Raststätte «Rheintal Ost» üben und die sieben Minuten selbst bei regem Andrang fast immer einhalten können. Für den Produktionsvorgang werden höchstens fünf Minuten eingerechnet.

Gelingt der Turn-Around?

Mit der Wiedereröffnung von Thurau Nord hofft man auf den Turn-Around. Denn die Nordseite war zuletzt das Problemkind gewesen. Rückläufige Umsatzzahlen hatten sich zusehends negativ auf das Gesamtergebnis ausgewirkt. Nun hofft man auf mehr Gäste und Einnahmen. Wie viel mehr es werden soll, liess sich Verwaltungsratspräsident Erwin Scherrer an einem Medienanlass am Montagvormittag nicht entlocken. Es soll aber deutlich mehr sein. Zuerst gilt es aber, die Corona-Phase zu überbrücken. Man sei deswegen «im luftleeren Ram».