Bettwiesen ist nicht nur die einzige Gemeinde im Bezirk Münchwilen, deren Präsident und Gemeinderat an der Versammlung gewählt wird, sondern auch eine mit der höchsten Beteiligung. Am Montagabend sind 107 von 773 Stimmberechtigten zur Versammlung erschienen. Somit sind zwar 87 Prozent der Stimmbürger ferngeblieben, mit 13 Prozent war die Wahlbeteiligung aber doch ansehnlich hoch.

Die Bettwieser scheinen mit ihrer Regierung zufrieden zu sein. Das zeigt auch das Resultat mit dem Patrick Marcolin wieder als Gemeinde-Präsident gewählt wurde. Er erreichte 98 Stimmen - ohne allerdings einen Gegenkandidaten gehabt zu haben. Die beiden bisherigen Gemeinderäte Michael Ruckstuhl und Marc Steiner wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Um die beiden verbliebenen Sitze im Gemeinderat kämpften drei Kandidaten. Gewählt wurden Ralph Brunschwiler, ehemaliges Mitglied der RPK, und Franziska Pustiasi. Nicht geschafft hat es Fernando Santini. Somit sind nun in allen Hinterthurgauer Gemeinden die Räte für die im Sommer beginnende Legislatur 2019 - 2022 gewählt.

Mehr Steuern – mehr Gewinn

Dank viel höheren Steuereinnahmen als budgetiert schloss die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 162‘700 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 77‘000 Franken gewesen. Marcolin warnte aber vor zu grossen Enthusiasmus, denn die Sozialkosten seien gestiegen und man habe noch keine Hochrechnungen, wie hoch die Steuereinnahmen 2019 sein werden. Bei den Grundstückgewinnsteuern liege man deutlich im Rückstand gegenüber vergangenem Jahr, sagte Marcolin. Die Anträge des Gemeinderats, die Rechnung zu genehmigen und den Gewinn dem Eigenkapital zuzuweisen, wurden denn auch einstimmig angenommen.

„Es bitzli nervös bini scho“

Die drei Einbürgerungsgesuche wurden ebenfalls alle gutgeheissen. Nachdem sich die drei Kandiaten Harisa Kasami, Nderim Misimi und Vekoslav Radovanovic persönlich vorgestellt hatten, wurden die Gesuche in einer geheimen Wahl durchgeführt. Während der Wartezeit verriet Frau Kasami, dass sie schon ein bisschen nervös sei und gespannt auf das Resultat warte.

Dass Bettwiesen eine lebendige Gemeinde ist, beweist der Punktestand im Gemeindeduell. Den direkten Kampf gegen Tobel-Tägerschen gewann man haushoch und in der Kantonsrangliste stehen die Bettwieser an der Spitze. Je0doch holt Salmsach wacker auf. Marc Steiner rief deshalb die Bevölkerung auf, sich bis zur Deadline am kommenden Sonntag (2. Juni) nochmals kräftig einzusetzen um den Sieg heimzubringen. Dank dem Sieg gegen Tobel-Tägerschen wurden die Stimmbürger nach der Versammlung zu einem Apéro Riche eingeladen, der von der unterlegenen Nachbar-Gemeinde übernommen wurde.