futhura konnte ihr Ziel, dank professionellen Dienstleistungen Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung ein Zuhause anzubieten – und dies auch «unter Corona» in möglichst hoher Normalität – auch im zweiten Pandemie-Jahr erfolgreich umsetzen. «Auch mit den notwendigen Schutzmassnahmen konnten wir unserem Anspruch ‹365 Tage Individualität› treu bleiben», blickt Geschäftsführer Manuel Enzler zurück. «Wir hatten unter unseren Bewohnerinnen und Bewohnern keine Corona-Fälle zu beklagen, und zu ihrer Freude konnten wir auch alle geplanten saisonalen und kulturellen Anlässe durchführen.»

Konstant hohe Auslastung

«Als Institution mit gezielt niederschwelligem Zugang stellen wir seit einigen Jahren fest, dass die Nachfrage nach unserem Angebot konstant hoch ist», stellt Stiftungspräsident Raphael Kühne fest. «Entsprechend blicken wir dankbar auf ein weiteres Jahr mit annähernd durchgehender Vollbelegung zurück.» Mit Blick auf die besonderen Anforderungen, welche die Schutzmassnahmen gegen Corona mit sich brachten, zeigte sich einmal mehr der Wert der variablen räumlichen Verhältnisse, welche der Institution «im und ums Haus» an der Wilerstrasse 2 bis 6 in Bazenheid zur Verfügung stehen.

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Ob zum 1. August oder zu anderen Gelegenheiten – das futhura-Team konnte 2021 trotz der Einschränkungen aufgrund von Corona alle geplanten Anlässe mit den Bewohnerinnen und Bewohnern durchführen.  


Interdisziplinär und erfahren

Bewährt hat sich 2021 auch die im Vorjahr angepasste Organisation mit den zwei Bereichen «Wohnen» und «Tagesstruktur». In der neuen Struktur können sich die 18 Mitarbeitenden des interdisziplinären futhura-Teams noch intensiver auf ihre Kerntätigkeit konzentrieren, die Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag zu unterstützen. «Unser interdisziplinäres Team vereinigt breite und grosse Erfahrung, und es harmoniert hervorragend», freut sich Manuel Enzler. «Das zeigt sich auch darin, dass wir 2021 keine Fluktuation hatten – mit Ausnahme der Besetzung zweier vakanter Stellen Anfang Jahr.» 

365 Tage Individualität – ein Zuhause für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung

futhura ist eine vom Kanton St.Gallen bewilligte Institution und IVSE-anerkannt. Der Betrieb finanziert sich über die IV-Renten und Ergänzungsleistungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Pauschalen gemäss kantonaler Leistungsvereinbarung. Maximal 26 Personen leben in den zentralen Gebäuden an der Wilerstrasse 2–6 in Bazenheid SG. Weitere Personen werden in eigenen Wohnungen betreut. Um den Alltagsbetrieb von futhura zu gewährleisten, sind die Mitarbeitenden sieben Tage pro Woche und rund um die Uhr im Einsatz. Die Gründerin Erika Baumgartner hat die Institution im Jahr 2006 in eine Trägerstiftung überführt. Seit 2013 heisst die Einrichtung der Erika Baumgartner-Stiftung «futhura». Die Zusammensetzung aus Futur (das Zukünftige) und Thur verkörpert das Ziel, das futhura anstrebt: der Zukunft ihrer Bewohnerinnen und Bewohner eine Chance zu geben.