Die Länderspielpause ist vorbei, der Ball in den nationalen Ligen rollt wieder. Die wiedererstarkten Ostschweizer treffen auf die aktuell eher mittelmässigen Westschweizer. Aber Achtung, nach wie vor geht der Tabellenzweite als klarer Favorit in die Partie. Vor allem Zuhause sind die Genfer seit geraumer Zeit ein äusserst hartnäckiger Gegner.Auch wenn die Wiler schon fast traditionell als Aussenseiter nach Genf reisen, war die Ausgangslage sicher schon klarer. Die Grenats zeigten zuletzt eher durchwachsene Leistungen und Resultate, während die Äbtestädter derzeit einen Lauf haben. Dementsprechend motiviert ist man, um auch gegen die beiden Spitzenteams aus der Romandie zu zeigen was man aktuell draufhat.

Der neue Servette Trainer Bojan Dimic wartet noch auf seinen ersten Heimsieg. Er muss dabei auf Alexandre Alphonse und Boris Cespedes verzichten. Dafür kehren William Le Pogam, Paolo De Ceglie und Kastriot Imeri zurück ins Team. Vor allem De Ceglie bringt jede Menge Erfahrung mit. Der ehemalige italienische Nationalspieler ist wohl der Star in der Brack.ch Challenge League.

Torlosigkeit beenden

Um gar mit einem Vollerfolg die Rückreise antreten zu können, müssen die Wiler eine Negativserie beenden. Seit dem 31. Oktober 2016 haben die Ostschweizer kein Tor mehr gegen Servette Genf erzielt. Turbulent waren die Zeiten dazwischen, so dass das sportliche oft in den Hintergrund rückte. Nun scheint das Team von Konrad Fünstück aber zurück in der Spur zu sein. So dass zumindest ein eigener Torerfolg wohl keine riesen Überraschung wäre.

Es bedarf in Genf aber mehr als nur ein Tor um zu punkten. Es wird enorm wichtig sein, kompakt zu stehen, den Gegner anhaltend zu stören und den Spielfluss der Westschweizer zu unterbinden. Wer in Genf auf Teufel komm raus die Offensive sucht wird meistens nur bestraft. Der FC Wil hat aber im Fussballjahr 2018 bewiesen, dass er eben auch geduldig spielen kann.

Nichts zu verlieren

Die Äbtestädter werden in Genf völlig frei aufspielen können, denn Sie haben nichts zu verlieren und Abstiegssorgen gibt es keine mehr. Anders die Ausgangslage bei den Grenats - ein Sieg ist eigentlich Pflicht um die Aufstiegschancen zu wahren. Man darf gespannt sein, wer mit seiner Ausgangslage besser umgehend wird.

Konrad Fünfstück steht in Genf nahezu das ganze Kader zur Verfügung. Jedoch sicher für einige Zeit nicht mit dabei ist Andelko Savic, der sich im Testspiel gegen Luzern einen Mittelfussbruch zugezogen hat. Mit Sergio Cortelezzi und Il Gwan Jong verfügen die Ostschweizer im Sturm aber über entsprechend starke Alternativen.

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Wieviele Fans finden den Weg am Ostermontag nach Genf?