Der Wettbewerb „Kunst am Bau“ für den Sportpark Bergholz ist entschieden. Die Jury unter dem Vorsitz von Stadtrat Daniel Stutz, den Kulturverantwortlichen der Stadt und externen Fachpersonen entschied sich aus einer engeren Auswahl von sechs Eingaben für das Projekt des Müllheimer Künstlers Christoph Rütimann. Seine Idee überzeugte, mit bewegten Bildern das Innenleben des Sportparks auf Aussenbildschirmen zu präsentieren. Renato Turbolini, Leiter Hochbau der Stadt Wil, informierte über den Werdegang des Wettbewerbs. Im zweistufigen Verfahren seien aus 50 Bewerbungen deren Sechs in die engere Wahl gelangt. Turbolini hielt fest, dass alle sechs Vorschläge ausführungsreif präsentiert wurden.

Siegerprojekt „Handlauf Sportpark Bergholz“
Roland Wäspe, Direktor des Kunstmuseum St. Gallen informierte über die Gründe, welche dem Projekt von Christoph Rütimann aus Müllheim zum Sieg verholfen haben. Die Bildprojektionen auf zwei Bildschirmen auf den Aussenwänden des Sportparks ziehen nach Wäspi sehr vielschichtig alle Anlagenteile und die Nutzniessenden in eine Polarität von Warm und Kalt, aber auch Bewegung und Statik.

Nach Ansicht der Jury weist die Installation eine grosse Visibilität auf und veranschaulicht den Betrachtenden ungeahnte und unbekannte Einblicke in die Anlagen des Sportparks, von dem sie letztlich auch Gebrauch machen. Die Bezeichnung Handlauf bezieht sich auf zweierlei Erscheinungen. Zum einen führen die Video-Clips wie einem Handlauf entlang durch die Anlagen, andererseits sind die beiden Bildschirme an den Enden der beiden Handläufe montiert.

Bild und Ton informieren
Der Künstler des Siegerprojektes Christoph Rütimann stellte seine Idee zweier Bildschirme mit bewegten Bildern und Ton vor. Die Platzierung an den Aussenwänden, an beiden Enden der Handläufe hätten zur Projektbezeichnung „Handlauf Sportpark Bergholz“ geführt. Die bewegten Bilder spielten in gleicher Form, sozusagen als „Geh-Länder“ durch die Anlagen des Sportpoarks.

Die beiden Monitore erscheinen nach Rütimann wie Fenster, die Einblicke in das Innenleben ermöglichen. Dabei werde Sichtbares der Anlagen, aber auch Unsichtbares aus dem Untergrund vorgestellt. Mit der Vertonung der Bildfolgen will Rütimann die Anlagenbegehung auch schallmässig aufnehmen.

Nach Rütimann sind die Monitore technisch so eingerichtet, dass seitens des Sportparks auch einmal Ankündigungen eingeblendet werden können. Auch könnten Einblicke in Veranstaltungen eingeblendet werden. Die Monitore, in der Diagonalgrösse von rund 100cm, sollen möglichst durchgehend, also über 24 Stunden in Betrieb sein. Die Details über die wechselnden Bildfolgen müssten noch definiert werden.

Eröffnung
Für den Wettbewerb und die Ausführung liegt ein Kredit über 120'000 Franken vor. Nach Auskunft der Jury kann der Kredit inklusive Künstlerhonorare eingehalten werden.

Die Eröffnung der Installation „Kunst am Bau“ ist auf Juli 2018 vorgesehen.

Ausstellung, Jury
Die Projekte der sechs ausgewählten Wettbewerbsteilnehmer sind bis zum 7. Juli von 17 bis 19 Uhr im „Wilatrium Stadtsaal“, im round Office ausgestellt. Neben dem Siegerprojekt von Christoph Rütimann, Müllheim, sind die Eingaben von Reto Boller/Guido Vorburger, Zürich; Karin K. Bühler, Trogen; Frédéric Dedelley, Zürich; Kunstkollektiv DKÖ, Zürich und Claudia und Julia Müller, Basel Teil der Ausstellung.

Die Jury
Daniel Stutz, Stadtrat Departement BUV (Vorsitz); Blanca Blarer Künstlerin Zürich; Kathrin Dörig, Kulturbeauftragte Stadt Wil; Stadtpräsidentin Susanne Hartmann; Kay Kröger, K&L Architekten St. Gallen; Elisabeth Nembrini, Künstlerin St. Gallen; Marcel Schneller, Geschäftsführer WISPAG; Renato TTurbolini, Leiter Hochbau Stadt Wil; Roland Wäspe, Direktor Kunstmuseum St. Gallen; Katrin Weber, Geschäftsführerin WISPAG und Werner Widmer, Galerist, Eschlikon.