An einem aussergewöhnlichen Ort, in der Badi Gossau, trafen sich die Delegierten der regionalen Bibiliotheken. Thematisch ging es um die Gestaltung um lustvolles Lesen im Sommer und in der Freizeit.

Beteiligte Bibliotheken und die anwesenden Personen
Marianne Hälg, Leiterin der Bibliothek Ludothek Degersheim; Karin Häfliger, Leiterin der Gemeindebibliothek Flawil; Elisabeth Keller, Leiterin der Stadtbibliothek Gossau; Sibylle Eberle, stellvertretende Leiterin der Bibliothek der Gemeinde Kirchberg; Jeannette Bühler, Leiterin der Schul- und Gemeindebibliothek Oberbüren; Ariane Jasek, Leiterin der Bibliothek Waldkirch Bernhardzell; Nancy Flury, Co-Leiterin der Stadtbibliothek Wil; Antonia Schmid, Leiterin der Bibliothek Sproochbrugg, Zuckenriet; Jolanda Erismann, Leiterin Bibliothek Uzwil.

Was ist der Lesesommer 2018?
Das regelmässige Lesen ist die wichtigste Schlüsselkompetenz um Texte zu verstehen. Darum haben sich die neun Bibliotheken der Region zusammengeschlossen um den Lesesommer als Leseförderungs-Projekt zu starten. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zum täglichen Lesen zu animieren. Der Lesesommer soll Spass machen, die Freude am Lesen erwecken.

Lesen ist eine unabhängige Tätigkeit, die ohne Hilfsmittel überall ausgeübt werden kann. In den Sommerferien haben die Kinder und Jugendliche mehr Zeit zur Verfügung als während der Schule, um zu lesen. Deshalb findet dieses Projekt in dieser Zeit statt. Und, lesen ist ortsunabhängig: im Zug, am Swimmingpool oder sonst an einem schönen Plätzchen, am Abend vor dem Einschlafen – überall kann gelesen werden.

Wer kann mitmachen? Wie funktioniert es?
Mitmachen kann jeder vom Kleinkind bis zum Jugendlichen von 16 Jahren. Ziel ist es, dass während 30 Tagen – in den sechs Wochen vom 30. Juni bis 18. August 2018 – mindestens 15 Minuten gelesen wird oder, dass jemand vorliest. Wer gelesen hat oder wem vorgelesen worden ist, trägt es im Lesepass ein. Es werden keine Vorgaben für den Lesestoff gegeben. Ziel ist es Freude, Spass und Durchhaltewille in das Zentrum zu stellen.

Bis am 25. August muss der Lesepass in der Bibliothek abgegeben werden. Dort erhält der Teilnehmende, nach Kontrolle des Lesepasses, einen Gutschein für ein Erinnerungsgeschenk und nimmt an der Verlosung teil, bei der attraktive Hauptpreise und spannenden Überraschungs-Preise zu gewinnen sind.

Das Schlussfest findet in allen Bibliotheken am 8. September 2018 statt.
Auf der Homepage www.lesesommer18.ch sind regelmässig neue Lesetipps zu finden.

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Wie ist der Regionale Lesesommer entstanden?
Die Idee stammt aus Nordamerika, der Leiter der Bibliotheken Winterthur hat sie nach einem Auslandaufenthalt nach Hause gebracht. Das Konzept wurde an schweizerische Verhältnisse angepasst und im Jahr 1999 veranstalteten die Winterthurer Bibliotheken erstmals einen Lesesommer. Durch Netzwerkkontakte wurde die Gossauer Bibliothek auf dieses Projekt aufmerksam. Schnell wurde klar, dass dieses Projekt «eine grosse Kiste» und im Alleingang kaum zu stemmen ist.

Es keimte der Gedanke, dieses Projekt in Gemeinschaft mit anderen Bibliotheken durchzuführen. 2008 lancierten dann vier Bibliotheken aus der Region (Wil, Uzwil, Flawil und Gossau) den ersten Regionalen Lesesommer. 2011 und 2014 folgten weitere Ausgaben. Jedes Mal waren weitere Bibliotheken mit dabei.

Für Kinder, Jugendliche, Eltern, Grosseltern
Finanziert wird der Anlass vor allem von Sponsoren. Das Budget für den Lesesommer 2018 beläuft sich auf über 50'000 Franken, von Bibliotheken und Sponsoren getragen. Dazu kommen Arbeitsstunden des Bibliothekspersonals. Inzwischen führen viele Bibliotheken in der Schweiz dieses Projekt in gleicher oder abgeänderter Form durch (Lesefrühling, Lesesommer, Lesemonat), sei es in Eigenregie oder mit Kooperationspartnern.

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Anlässlich der Checkübergabe über 5'500 Franken.

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche, auch an Eltern, Grosseltern. Alle können mitmachen, Bibliotheksnutzer zu sein ist keine Bedingung. Das Projekt wird von den Schulen unterstützt, indem die Verteilung des Lesepasses über die Klassenlehrkraft erfolgt. Der Lesestoff ist frei, auch Vorlesen an Vorschulkindern ist gestattet/erwünscht. Durch regelmässiges Lesen werden erworbene Fähigkeiten gefestigt

Warum ein regionales Projekt?
Durch die Zusammenarbeit bekommt die einzelne Bibliothek mehr Präsenz und Aufmerksamkeit in der Region und in der Öffentlichkeit. Die unterschiedlichen Ressourcen der einzelnen Bibliotheken werden so eingesetzt, dass alle profitieren. Kleinere Bibliotheken haben die Möglichkeit, sich an einem grösseren Projekt zu beteiligen und auf sich aufmerksam zu machen.

Zusammenarbeit mit den Schulen
Die Bibliotheksverantwortlichen begrüssen die enge Zusammenarbeit mit den Schulen. Der Lesesommer hat in den vergangenen Jahren einen Bekanntheitsgrad erreicht und erfährt viel Wohlwollen von Seite der Schulen. Das ist sehr wertvoll für das Projekt, welches ohne diese Zusammenarbeit nicht dieselbe Beachtung erhalten würde.

Alle Schulhäuser, welche sich im Lesesommergebiet befinden, werden ab nächster Woche von den Bibliotheksmitarbeitenden mit Flyern und Lesepässen beliefert. Dieses Jahr werden von den neun Bibliotheken total Schülerinnen und Schüler durch die Lehrkräfte mit einem Lesepass bedient. Vom Kindergärtner im ersten Kindsgijahr bis hin zum Oberstufenschüler am Ende der obligatorischen Schulzeit.