Alex Frei kann und muss sich beim FC Wil voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Denn im Cup war das erste Spiel in dieser Saison das letzte. Zwar zwangen die neuformierten Wiler den FC Aarau ins Penaltyschiessen, dort war das Nervenkostüm aber nicht stark genug. Wie schon in der vorletzten Saison, als man im Cup-Sechzehntelfinal an Thun gescheitert war, blieben die Wiler wiederum in der Elfer-Entscheidung hängen. Auch vergangenen Saison war in der zweiten Runde Feierabend gewesen – gegen den FC Zürich nach 90 Minuten.

Vorangegangen waren 120 torlose Minuten, die hätten Treffer abwerfen sollen. Denn beide Mannschaften besassen mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Da die Aargauer die grössere Anzahl hatten, verdienten sie sich den Sieg. Die Rüebliländer waren über weite Strecken der Partie feldüberlegen, wirkten eingespielter, liessen aber zum Teil beste Chanen ungenutzt. Vor allem Liridon Balaj sündigte gleich mehrfach. Auch das leere Tor war ihm nicht leer genug, um zu treffen.

Defensiv mit fünf Verteidigern

Wils Trainer Alex Frei hatte sich für ein 3-4-1-2-System entschieden. Dabei liess er die gelernten Aussenverteidiger Silvano Schäppi und Malik Talabidi auf der Flügelposition laufen. In der Defensivbewegung ergab sich ein Wiler 5er-Riegel. So verwunderte es nicht, dass die Abwehr ziemlich sicher stand. Oder wie Frei hinterher sagte: «Mit der Defensivarbeit bin ich zufrieden, offensiv und vom spielerischen Aspekt her muss aber mehr kommen.»

Frei selber startete einigermassen ruhig in die Partie. Mit zunehmender Spieldauer und grösser werdender Spannung griff er mehr ein, gestikulierte, zeigte, dirigierte. Als wäre er schon fünf Jahre Trainer des FC Wil. In Tat und Wahrheit war er es gerade einmal fünf Tage. Nicht ein Testspiel war zur Verfügung gestanden, um Mechanismen einzuüben.

Alex Frei: «Die Entäuschung ist bei den Jungs grösser als bei mir»


Schäppi als «zufälliger» Captain

In Abwesenheit des gesperrten Spielführers Philipp Muntwiler trug Silvano Schäppi die Captain-Binde. Unter Vorgänger-Trainer Ciriaco Sforza war noch Valon Fazliu Stellvertreter gewesen. Die Ernennung Schäppis sei «zufällig» erfolgt, sagte Frei.

Die Wiler tun gut daran, die richtigen Schlüsse aus dieser Partie zu ziehen. Trotz vielen Umstellungen innerhalb des Kaders waren sie fähig, dem FC Aarau Paroli zu bieten. Kämpferisch war die Leistung gut, ja sogar nahezu einwandfrei. Die Partie zeigte aber auch, dass Trainer Alex Frei noch eine Menge zu tun hat mit dieser Mannschaft. Man werde in der nächsten Woche einige Details anpassen, sagte er. Wichtiger ist ihm der Prozess, welcher in den nächsten fünf bis sechs Wochen durchlaufen werde.

Es bleibt auch dabei: Das Brügglifeld ist alles andere als die Lieblingsdestination des FC Wil. Zum fünften Mal hintereinander hat er einen Gastauftritt im baufälligen Aarauer Stadion verloren. Der letzte Sieg liegt blad vier Jahre zurück und datiert vom 16. Oktober 2016. Die Chance, um diese Serien zu beenden, besteht schon am kommenden Samstag, wenn die Wiler wieder in Aarau auflaufen – zum Auftakt in die Challenge-League-Saison 2020/2021.

FC Aarau – FC Wil 1900 4:3 n.P. (0:0, 0:0)

Brügglifeld: 848 Zuschauer. – Sr: Bieri.

Penaltyschiessen: Fazliu (Enzler hält) 0:0. Thiesson 1:0. Sauter 1:1. Balaj (Köhn hält) 1:1. Kronig (Enzler hält) 1:1. Rrudhani 2:1. Sarcevic 2:2. Jäckle 3:2. Haile-Selassie 3:3. Misic 4:3.

FC Aarau: Enzler; Giger, Thiesson, Bergsma, Verboom (46. Caserta); Jäckle, Balaj, Rrudhani, Zverotic (81. Hammerich), Spadanuda (112. Selishta); Gashi (65. Misic).

FC Wil 1900: Köhn; Izmirlioglu, Kronig, Sauter; Talabidi (110. Mettler), Krasniqi (77. Mätzler), Sarcevic, Schäppi (70. Haile-Selassie); Fazliu; Jones (81. Mayer), Ballet.

Bemerkungen: Aarau ohne Schindelholz (krank), Hajdari, Peralta, Thaler (verletzt), von Arx, Alounga und Lujic (nicht im Aufgebot). Wil ohne Muntwiler (gesperrt), Camara (nicht spielberechtigt), Brahimi, Ismaili, Ndau (verletzt) und Klein (nicht im Aufgebot). – 28. Pfostenschuss Rrudhani. – Verwarnungen: 12. Schäppi (Foul). 14. Bergsma (Foul). 16. Fazliu (Foul). 58. Caserta (Foul).

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse und ein schönes Rest-Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Schon in einer Woche treffen sich die beiden Teams wieder zur Revanche. Gleiches Stadion, gleiche Uhrzeit, anderer Bewerb. Dann zum Challenge-League-Start zwischen dem FC Aarau und dem FC Wil. Auch von jener Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Eine bittere Pille für die junge Wiler Mannschaft. Sie rettet sich gegen den FC Aarau ins Penaltyschiessen. Doch dort versagen ausgerechnet Routinier Valon Fazliu die Nerven. Schade. Aber unverdient ist der Aarauer Sieg nicht. Der Gastgeber war alles in allem die bessere Mannschaft. Aber natürlich: Wenn man so nahe dran ist, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Die Wiler müssen sich für diese Leistung keineswegs grämen. Sie haben sich tapfer gewehrt und hinten die Null gehalten. Trotz Niederlage: Darauf lässt sich aufbauen.

Der FC Aarau qualifiziert sich mit einem 4:3-Sieg im Penaltyschiessen gegen den FC Wil für den Cup-Achtelfinal.

Misic trifft und macht den Sack zu: 4:3. 

Haile-Selassie tut dies und trifft sicher zum 3:3.

Jäckle wuchtig zum 3:2. Wil muss jetzt treffen.

Sarcevic auch souverän zum 2:2.

Rrudhani trifft souverän zum 2:1.

Kronig scheitert an Goalie Enzler. Weiter 1:1.

Balaj läuft an. Goalie Köhn lenkt den Ball an den Pfosten. Weiter 1:1.

Sauter für die Wiler zum 1:1, links getroffen.

Der Ex-Wiler Thiesson trifft sicher zum 1:0.

Fazliu beginnt für den FC Wil und scheitert. Enzler hält. Weiter 0:0.

Die Spieler schreiten zum Mittelkreis. Jetzt muss sie fallen, die Entscheidung.

Vor ziemlich genau zwei  Jahren schieden die Wiler im Penaltyschiessen aus dem Cup aus. Damals nach einem 1:1 gegen den FC Thun. Der damalige Goalie Zivko Kostadinovic konnte keinen Ball halten. Aber eben: In Aarau ist das mit dem Penaltyschiessen auch so eine Sache. Die Barrage gegen Xamax vor etwas mehr als einem Jahr ist noch nicht weit weg. 4:0 hatte Aarau das Hinspiel auf der Maladière gewonnen, dann auf dem Brügglifeld 0:4 verloren. Im Penaltyschiessen setzte sich Xamax durch und hielt noch ein Jahr lang die Klasse.

Abpfiff nach der Verlängerung. Weiterhin keine Tore zwischen dem FC Aarau und dem FC Wil. Das wird sich gleich ändern. Wir erleben ein Penaltyschiessen.

122. Minute: Noch eine letzte Aargauer Welle, wie es hier im ÖV so schön heisst. Diese verebbt aber. Wil-Freistoss aus der eigenen Hälfte. Das dürfte es sein.

120. Minute: Zwei Minuten Nachspielzeit in dieser zweiten Verlängerungs-Hälfte.

120. Minute: Jäckle aus der Distanz. Aber doch gut einen Meter drüber.

118. Minute: Die Wiler schleppen sich Richtung Elfer-Krimi. Auch Izmirlioglu wird vom Krämpfen geplagt und muss gepflegt werden.

116. Minute: Ballet packt den Hammer aus und zwingt Enzler zur nächsten unkonventionellen Tat. Aber wieder geht es gut.

116. Minute: Fünf Minuten noch.

114. Minute: Aber keine Gefahr. 

114. Minute: Nochmals Freistoss Aarau von links, nahe der Seitenauslinie.

113. Minute: Nach einem Wiler Fehler kommt Balaj zum Abschluss. Aber dessen Abend ist es nicht. Zumindest bisher. Ein harmloses Schüsschen geht rechts vorbei.

112. Minute: Auch Aarau wechselt nochmals: Spadanuda wird mit Applaus verabschiedet und durch Selishta ersetzt.

110. Minute: Wechsel beim FC Wil: Talabidi geht raus und macht Platz für Mettler.

109. Minute: Hammerich grätscht da Frei fast um. Frech.

108. Minute: Frei tigert überigens hin und her. Er scheint schon richtig drin zu sein in der neuen Sache. Nach fünf Tagen und knapp zwei Stunden Fussball.

107. Minute: Flanke von Giger in die Hände von Köhn. Kein Problem für den neuen Wiler Goalie.

106. Minute: Der Ball rollt wieder. Aarau mit Anstoss.

Die Spieler haben sich wieder aufgestellt. Gleich geht es weiter.

Zwischenfazit: Die Wiler zittern sich Richtung Penaltyschiessen, halten bisher aber die Null. Viel Konstruktives ist da nicht mehr dabei. Wem gelingt der Lucky-Punch? Alles ist möglich.

Abpfiff der ersten Verlängerungs-Hälfte. Weiterhin warten wir auf das erste Tor. Es wird fallen, so in der nächsten halben Stunde.

105. Minute: Eine Minute Nachspielzeit in der ersten Verlängerungs-Hälfte.

104. Minute: Und wieder beinahe die Aarauer Führung. Und das schon zum x-ten Mal. Ein Balaj-Abschluss von halbrechts geht ganz knapp am rechten Pfsoten vorbei. Wie lange geht das noch gut?

103. Minute: Frecher Versuch von Rrudhani. So quasi auf der "falschen" Seite der Mauer durch. Aussennetz.

102. Minute: Freistoss für Aarau aus rund 24 Metern, halblinke Position. Zuvor hatte es auf der anderen Seite Haile-Selassie versucht. Der Schuss konnte aber geblockt werden.

100. Minute: Nach einer Flanke von rechts versucht es Misic direkt. Aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Einmal mehr durchschnaufen bei den Wilern.

99. Minute: Der Ball rauscht an Freund und Feind vorbei. Aber die Gäste schlagen die Bälle nur noch unkontrolliert weg.

99. Minute: Freistoss für Aarau von nahe der linken Corner-Fahne.

98. Minute: Tja, von den Wilern kommt nicht viel in dieser Phase. Zumindest nicht offensiv.

97. Minute: Nach einem offenen Sohleneinsatz eines Aarauers liegt Talabidi am Boden. Aber es scheint weiterzugehen.

94. Minute: Was für ein Geschoss von Hammerich von der Strafraumgrenze. Hart geschossen - über das Tor und den Zaun in den Wald hinter dem Stadion.

94. Minute: Das Spielgeschehen spielt sich weiterhin grossmehrheitlich in der Wiler Hälfte ab.

92. Minute: Sicher geklärt.

91. Minute: Wir legen los mit einem Aarauer Corner.

91. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben. Wil mit Anstoss.

Die Spieler kommen wieder aufs Feld. Gleich geht es Richtung Entscheidung. Bei der Seitenwahl steht nun übrigens Fazliu, der seit der Auswechslung von Schäppi die Captain-Binde übernommen hat.

Zwischenfazit: Ein munteres Spiel, dem eigentlich nur die Tore fehlen. Die Wiler nehmen diese Verlängerung alles in allem gerne an. Aarau hatte mehr und bessere Chancen. Bei Nadelstichen waren aber auch die Wiler gefährlich. Es bleibt dabei: Kaum zu sagen, wer eine Runde weiterkommt. Beide Teams bilden einen Kreis und schwören sich auf die Verlängerung ein. Und wie war das nochmals mit dem Penaltyschiessen?

Schlusspfiff nach der regulären Spielzeit. Zwischen dem FC Aarau und dem FC Wil fallen keine Tore. Nach einer kurzen Pause gibt es 30 Minuten Verlängerung.

94. Minute: Tatsächlich wird es gefährlich. Zuerst wird die Sache zwar geklärt. Doch in der zweiten Welle kommen die Wiler zu einem gefährlichen Abschluss. Der Schuss von Izmirlioglu ist aber knapp zu hoch. Schöne Vorarbeit von Haile-Selassie, der drei Spieler hat aussteigen lassen.

93. Minute: Corner Wil.

92. Minute: Nochmals Aarau. Misic aus kurzer Distanz. Er wird aber noch bedrängt und vertändlet. Vorbei ist die Chance.

92. Minute: Die Wiler würden die Verlängerung momentan wohl nehmen.

90. Minute: Drei Minuten gibt es noch obendrauf, bis es allenfalls noch 30 Minuten obendrauf gibt.

90. Minute: Balaj versucht es direkt. Aber er bleibt heute glücklos. Köhn ist zur Stelle und holt den Ball aus der nahe Ecke.

89. Minute: Oha: Freistoss für Aarau aus rund 25 Metern. Halbrechte Position.

88. Minute: Fällt hier noch der Lucky Punsch? Aarau ist initiativer, Wil Konter-freudiger.

86. Minute: Mätzler mit einem Abschluss. Aber noch leicht abgefälscht. Es gibt einen Corner, der nichts einbringt.

85. Minute: Ich würde noch kein letztes Hemd darauf verwetten, dass es Verlängerung gibt.

84. Minute: Aber Aarau ist nun wieder spielbestimmend. Rrudhani nimmt einen ungenügend geklärten Ball volley. Das Geschoss kommt aber genau auf Köhn. Der hält die Null weiter.

82. Minute: Beinahe ein Wiler Konter. Enzler muss du weit, weit, weit aus dem Tor eileln, um per Kopf zu klären. Er tut es unkonventionell. Aber er tut es.

81. Minute: Wil zieht gleich nach und wechselt auch ein drittes Mal: Mayer ersetzt Jones.

81. Minute: Aarau wechselt ein drittes Mal: Zverotic hat Feierabend und wird durch Hammerich ersetzt.

80. Minute: Was für ein spannender Start in die Saison.

77. Minute: Direkt danach wechselt der FC Wil ein zweites Mal: Mätzler kommt für Krasniqi.

77. Minute: Und wieder bleibt den 848 Zuschauern der Torjubel im Hals stecken. Was macht denn da Balaj? Der müsste  nur ins Tor schieben nach einer guten Vorlage von Spadanuda. Auch Köhn war schon überwunden. Aber Balaj will den Ball scheinbar nicht. Slapstick im Brügglifeld.

76. Minute: Mit dieser Chance darf man auch mal ein Tor machen. Aaraus Spadanuda kommt im Strafraum ganz frei zum Abschluss. Aber Big-Save von Köhn. Ganz stark vom Wiler Keeper.

75. Minute: Recht ausgeglichene Sache momentan. Keiner will den entscheidenden Fehler machen.

73. Minute: Wils Krasniqi liegt am Boden und muss gepflegt werden. Es sollte bei ihm aber weitergehen.

72. Minute: Langsam aber sicher geht es Richtung Zielgerade, die allerdings ziemlich lange werden könnte.

69. Minute: Apropos Wil-Trainer: Die Gäste wechseln ein erstes Mal: Schäppi geht runter und es kommt Neuzuzug Haile-Selassie.

69. Minute: Wir halten mal ganz grundsätzlich fest: Seit dem letzten Pflichtspiel des FC Wil ist es ruhiger geworden an der Seitenlinie. Überraschend kommt das allerdings nicht.

67. Minute: Wenig Mut macht übrigens die Statistik. Die letzten vier Spiele hier in Aarau hat der FC Wil alle verloren. Es war allerdings kaum ein Wiler Spieler bei diesen Partien dabei. Trotzdem: Der letzte Wiler Auswärtssieg hier im Brügglifeld datiert von Oktober 2016.

65. Minute: Aarau wechselt ein zweites Mal: Gashi macht Platz für Misic.

64. Minute: Die Aaruer sind hier nahe dran. Balaj kommt in vielversprechender Position zum Abschluss. Dieses Mal ist es Sauter, der mit der Fussspitze nach entscheidend klären kann. Wie in der ersten Halbzeit bei Schäppi war dies ganz wichtig.

63. Minute: Alles offen hier. Kaum zu prognostizieren, wer in die Achtelfinals einzieht.

61. Minute: Und schon brennt es wieder auf der Gegenseite, obwohl die Wiler grad eine gute Phase haben. Rrudhani kommt aus rund elf Metern zum Abschluss. Auch er trifft ... den gegnerischen Goalie.

59. Minute: Gute Chance für Wil: Fazliu kann es effektiv besser und bringt eine schöne Flanke zur Mitte. Da stehen gleich drei Wiler. Sauter kommt schliesslich an den Ball und trifft ... genau Goalie Enzler.

58. Minute: Gelbe für Caserta nach einem taktischen Foul an Ballet.

57. Minute: Ballet lässt zwei Spieler aussteigen und sinkt dann im Strafraum hernieder. Aber das ist zu wenig für einen Penalty. Da ist die YB-Leihgabe eher in den Aarauer Verteidiger hineingesprungen als etwas anderes.

55. Minute: Eine Freistoss-Flanke von Fazliu landet im Einwurf - nicht allzu nahe der Corner-Fahne. Das kann er fix besser.

53. Minute: Nächster Aargauer Rush: Caserta flankt von links zur Mitte. Aber Balaj ist nicht gross genug. Zum Glück, aus Wiler Sicht.

52. Minute: Ballet vergisst da irgendwie den Ball mitzunehmen. Eigentlich schade. Er wäre sonst ziemlich frei vor dem Tor gestanden.

50. Minute: Ähnliches Bild wie vor der Pause: Die Aargauer überlegen, die Wiler verteidigen sich bisher aber schadlos - und somit gut.

48. Minute: Ein Hauch von Zauber auf dem Brügglifeld. Mit Hacke und Direktspiel kombinieren sich die Aargauer durch. Doch dann ist wieder Challenge League und der Ball geht ins Nichts.

46. Minute: Ein Wechsel bei Aarau für die zweite Hälfte. Verboom ist nicht mehr erschienen, dafür Caserta. Alex Frei hat beim FC Wil noch nicht gewechselt.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben.

Die Teams sind wieder da. Gleich geht es weiter. Spannung total.

Pausenfazit: Eine muntere erste Halbzeit, die auch gut und gerne hätte Tore bringen können. Die Aargauer sind überlegen und wirken eingespielter, was beim fast komplett neu besetzten FC Wil aber nicht weiter überraschend kommt. Auch die Wiler hatten aber ihre Möglichkeiten, wenn auch meist nach Aarauer Fehlern. Noch fehlt vor dem gegnerischen Tor aber die Entschlossenheit. Alles in allem ist das aber ein Wiler Auftritt, auf dem aufgebaut werden kann. 

Pausenpfiff im Brügglifeld: Zwischen dem FC Aarau und dem FC Wil fallen in der ersten Halbzeit keine Tore.

45.+1. Minute: Köhn muss da noch einmal raus eilen. Er tut es sicher und hält seinem Team die Null.

45.  Minute: Eine Minute gibt es obendrauf.

45. Minute: Mal wieder ein Aarauer Geschenk: Der Ball kommt an der Strafraum-Grenze zu Fazliu. Dieser lässt einmal abtropfen und schliesst dann sofort ab. Er bringt aber zu wenig Druck hinter den Ball. Kein Problem für Enzler.

43. Minute: Sauter schenkt Aarau einen Corner von rechts. Doch Gefahr sieht anders aus.

41. Minute: Geht noch was vor der Pause? Wobei ja ein Penaltyschiessen hier in Aarau auch eine nette Sache wäre. Als letztmals ein solches hier stattfand, war Xamax der Gegner. Tja ...

38. Minute: Es geht hin und her: Auch die Aargauer mit einer Grosschance. Balaj kommt in guter Position zum Abschluss. Doch Schäppi kann im allerletzten Momentan grad noch den Fuss reinstellen und zum Corner klären. Das war eine ganz wichtige Aktion des Wiler Captains, der heute auf dem Flügel spielt. Der Corner bringt dann nichts.

37. Minute: Die Wiler versuchen nachzulegen. Fazliu fasst sich ein Herz und schliesst aus halblinker Position ab. Aber etwa zwei Meter am rechten Pfosten vorbei.

36. Minute: Eine Körpertäuschung genügt Ballet, um plötzlich alleine vor dem Tor zu stehen. Er will Goalie Enzler umlaufen, bleibt aber an diesem hängen. Von Giger wurde er auch noch leicht gestört. Ach, das war ein Ding.

35. Minute: Aarau ist hier dem Führungstreffer näher. Da unterläuft Schäppi einen Ball. Die Aktion versandet aber.

32. Minute. Wieder die Platzherren: Giger flankt von rechts rein. Rrudhani ist dann knapp zu klein gewachsen. Er wäre vor Köhn am Ball gewesen. So kann der Wiler Keeper klären.

30. Minute: Da drücken die Aargauer aufs Gaspedal: Zverotic legt dann quer auf Balaj. Dieser ist in guter Position, kann aber das Spielgerät nicht kontrollieren. Sonst wäre das ganz heiss geworden.

27. Minute: Und dann schepperts auf der anderen Seite am Gebälk. Rrudhani hat alle Zeit der Welt, zieht aus rund 20 Metern ab und trifft den rechten Pfosten. Da wäre Köhn nie und nimmer rangekommen. Glück für die Wiler.

26. Minute: Die Wiler kommen zu Chancen, wenn sie von den Aarauern eingeladen werden. Und das war jetzt schon zum dritten Mal der Fall. Dieses Mal schliesst Jones ab. Sein Knaller wird von Enzler geblockt. Dann versandet die Szene.

24. Minute: Aarau ist nun feldüberlegen, aber nicht wirklich drückend. Die Wiler konzentrieren sich auf schnelle Gegenstösse. Einen Abschluss hatten die Gäste im ersten Viertel des Spiels aber noch nicht.

20. Minute: Aarau versucht das Spiel nun an sich zu reissen. In der Rückwärtsbewegung sind das dann jeweils fünf Wiler Verteidiger. Talabidi und Schäppi, die gelernten Verteidiger, weichen von der Flügelposition zurück.

16. Minute: Das Karten-Festival geht weiter. Wils Fazliu steigt da unnötig hart ein und wird völlig zu recht verwarnt. Somit sind nun alle beiden Wiler Routiniers mit Gelb bedacht.

15. Minute: Alex Frei verbrachte die ersten paar Minuten stehend, setzte sich dann hin, um sich nun wieder zu erheben. Und sich dann wieder zu setzen. Allzu laut ist er nicht. Noch nicht?

13. Minute: Auch Aarau sieht Gelb: Und zwar Bergsma wegen einem Foul in der Mittelzone.

12. Minute: Wils Ersatz-Captain Schäppi steigt wie Original-Captain Muntwiler ein und erhält früh eine Verwarnung.

11. Minute: Auch Aarau kombiniert sich flott durch: Zverotic schliesst dann ab - und verfehlt das Ziel knapp. Der Ball ist noch abgefälscht und es gibt Corner. Dieser bringt erneut Gefahr. Goalie Köhn verschätzt sich und Zverotic kommt zum Kopfball. Der Ball ist im Netz. Aber auf dem Torach. Also kein Treffer.

8. Minute: Wieder Überzahl für die Wiler: Dieses Mal eine 3-gegen-2-Situation. Krasniqi schliesst dann zentral vor dem Tor aus etwa 20 Metern Entfernung ab. Wir aber geblockt. Auch diese Überzahl zieht keine Wiler Torchance nach sich. Lancierte worden war die Szene mit einem schönen Doppelpass der Wiler.

7. Minute: Alex Frei ist übrigens ziemlich legère gekleidet. Der Trainer im Trainer.

5. Minute: Dann muss Köhn ein erstes Mal eingreifen. Er pflückt eine Flanke von links von Verboom sicher runter. Keine Gefahr.

3. Minute: Schon mal ein Riesen-Ding für die Wiler: Zwei Äbtestädter haben nur einen Aarauer vor sich. Ballet wartet aufreizend lang, bis er dann doch noch zu Jones querspielt. Dieser müsste direkt abschliessen, vertändelt aber. Tja, das wäre ein Auftakt nach Mass gewesen. Wäre.

1. Minute: Der Ball rollt.

So, die Mannschaften laufen auf. Die Wiler übrigens angeführt von Captain Silvano Schäppi. Auf geht's.

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Noch wird eingelaufen. In wenigen Minuten gilt es ernst in der neuen Saison. (Bild: Simon Dudle)

Geleitet wird das Spiel vom Super-League-Schiedsrichter Alain Bieri aus Bern.

Der FC Aarau beginnt in einem 4-5-1-System mit Enzler im Tor, und nicht mit Ammeter. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Giger, Thiesson, Bergsma und Verboom. Im Mittelfeld spielen von rechts nach links Jäckle, Balaj, Rrudhani, Zverotic und Spadanuda. Einziger Stürmer ist Gashi.

Kommen wir nun zu den Mannschaftsaufstellungen. Die Wiler beginnen in einem 3-4-1-2-System mit Köhn im Tor. Die Verteidigung bilden von rechts nach links Izmirlioglu, Kronig und Sauter. Im Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Talabidi, Krasniqi, Sarcevic und Schäppi. Hängende Spitze ist Fazliu. Die beiden Stürmer heissen Jones (rechts) und Ballet. Das Alter der Wiler Startformation beträgt zarte 20,6 Jahre. Die Spieler auf der Ersatzbank sind im Mittel 18,8 Jahre jung. Ergibt einen Durchschnitt von 20,0 Jahren. Auffällig: Es fehlt Captain Muntwiler. Er hat in der vergangenen Saison in beiden Cupspielen je eine Verwarnung kassiert und muss nun die fällige Sperre absitzen.

Da muss man sich bei den Wilern an viele neue Gesichter gewöhnen. Einmal mehr ist es eine nahezu Rundum-Erneuerung, was diesen Sommer vor sich geht. Aber das ist ja das Los eines Ausbildungsvereins, wie der FC Wil einer ist. Wie gut harmoniert die neue Mannschaft schon? In den Testspielen gab es keinen Sieg – gegen allerdings lauter ebenbürtige oder oberklassige Gegner. Und wie erwähnt: Alex Frei war bei allen vier Vorbereitungspartien noch nicht dabei. Welches System wählt er? Wie offensiv lässt er spielen? Fragen über Fragen, die schon in wenigen Minuten beantwortet werden.

Im Zentrum steht aus Wiler Sicht die Frage: Gelingt das Debüt von Alex Frei? Noch bevor der neue Trainer so richtig in der Ostschweiz angekommen ist, gilt es bereits ernst. Da auch die Kader-Zusammenstellung noch nicht abgeschlossen ist, wird das für den neu formierten FC Wil eine ziemliche Challenge. Allerdings haben auch die Aarauer personell einiges verändert und einen Verjüngungsprozess eingeleitet. Eine Prognose für dieses Spiel abzugeben, ist schwierig. Frei sieht sein Team in der Aussenseiter-Rolle. Ich schlage vor: Lasset uns Fussball sehen.

Überwintert der FC Wil im Cup? Diese Frage wird bereits heute geklärt – bevor die Meisterschaft überhaupt begonnen hat. Denn es ist die einzige Cup-Runde, welche noch in diesem Jahr gespielt wird. Herzlich willkommen aus dem Aarauer Brügglifeld-Stadion zum Spiel der zweiten Cup-Hauptrunde zwischen den FC Aarau und dem FC Wil. Zwei Challenge-League-Klubs im Vergleich. Der Sieger dieser Partie steht im Achtelfinal. Simon Dudle tickert durch den Vorabend.

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Die Vorschau (10.9.20)

Bei der Teampräsentation wurde eines klar: Der FC Wil setzt weiterhin konsequent auf die Karte Jugend. Genau drei Spieler sind älter als 25-jährig: Silvano Schäppi (26), Mergim Brahimi (28) und Philipp Muntwiler (33). Man darf gespannt sein, ob der Bergholz-Klub den eigenen Rekord aus der vergangenen Saison knacken kann. Im Jugend-Fördersystem hatte er 213 Punkte gesammelt und mit deutlichem Abstand gesiegt. Zum Vergleich: In der Super League brachte es der FC St. Gallen auf 113 Punkte und gewann ebenfalls.

Bemerkenswert ist vor allem, dass mittlerweile Spieler aus den Nachwuchsabteilungen grosser Klubs wie Leipzig oder Salzburg den Weg nach Wil finden: So geschehen mit Noah Jones (U18-Nationalspieler USA), Malik Talabidi (U19-Nationalspieler Deutschland) und Philipp Köhn (U21-Nationalspieler Schweiz). Eben dieser Köhn kam diese Woche mit positiven Emotionen zurück aus dem Nationalmannschafts-Zusammenzug. Mit der Schweizer U21 gab es zwei Siege gegen die Slowakei – und Köhn stand beide Male über die volle Zeit im Tor.

Im Video: Wie gut schneidet der FC Wil in der neuen Saison ab?

 

Kader noch nicht komplett

Zu den neuesten Kader-Mutationen gehören diese: Im Sturm soll der 22-jährige Sékou Camara für Tore sorgen. Er unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag bis Sommer 2022 mit Option auf Verlängerung. Camara stammt aus Guinea, in dessen Nationalteam er bisher zu zwei Einsätzen gekommen ist. Nach seiner Ausbildung in seinem Heimatland wechselte er im Sommer 2019 in die höchste Liga Marokkos, wo er bei Difaa El Jadida allerdings nur zu acht Einsätzen gekommen ist. Beim Cupspiel in Aarau am Samstag dürfte Camara fehlen, da die Spielberechtigung noch nicht eingetroffen ist.

Nicht mehr im Dress der Wiler auflaufen wird Andrea Padula. Der Aussenverteidiger mit Offensivdrang war bei der Teampräsentation bereits nicht mehr dabei, weil er an Vertragsverhandlungen weilte. Am Freitag wurde publik, dass er zum FC Basel wechselt. Die Transferaktivitäten sind beim FC Wil noch nicht abgeschlossen. Präsident Maurice Weber kündigte an, dass man noch einiges lesen werde in den nächsten Tagen. Das Transferfenster bleibt bis am 12. Oktober geöffnet.


Bio-Waschmittel-Hersteller als neuer Hauptsponsor

Präsentiert wurde am Donnerstagabend ein neuer Hauptsponsor. Es ist der Bio-Waschmittel-Hersteller Planet Pure, der von Österreich aus vor allem den deutschsprachigen Raum bedient. Der bisherige Hauptsponsor, Mahrberg Library, bleibe dem FC Wil über Plant Pure verbunden, liess der FC Wil verlauten.

Los geht es für die Wiler in der neuen Saison mit gleich zwei Auswärtsspielen auf dem Brügglifeld – zuerst im Cup, eine Woche später in der Meisterschaft. Die Aargauer haben diesen Sommer einen Verjüngungsprozess eingeleitet. Nicht mehr dabei sind zum Beispiel Markus Neumayr und Marco Schneuwly. Gekommen sind jüngere Spieler. Und wie offensiv stellt der beste Torschütze der Schweizer Nationalmannschaft, Alex Frei, die Wiler in seinem ersten Spiel in Aarau auf? «Wir wollen offensiv spielen, aber mit Intelligenz», sagte Frei. Verzichten müssen die Wiler auf ihren Captain Philipp Muntwiler, der aus der vergangenen Cup-Saison noch eine Sperre mitbringt.

Vom Cupspiel FC Aarau gegen FC Wil gibt es keine Live-Bilder. Die Partie kann heute Samstag ab 18.30 Uhr an dieser Stelle im hallowil.ch-Liveticker mitverfolgt werden.