Zuerst der Jodelnachwuchs von Irma Schatt. Will heissen, die Eröffnung an diesem Konzertabend macht das Kinderjodelchörli Tannzapfenland. Dies unter anderem mit dem unzerstörbaren «Dini Seel achli la bambälä la» und einem feinen Naturjodel. Eine Zugabe? Natürlich, so will es das Publikum. Kurze Umbauphase und dann ist die Zeit reif, für Blasmusik der hochstehenden Art. Der Einzug der Musikgesellschaft, unter der Leitung von Bruno Uhr, verläuft problemlos, so, wie auch das eröffnende «Apollo» von Jan van der Roost. Kleine Schwierigkeiten dann bei einem jungen Musikanten in der vordersten Reihe. Das Notenblatt des zweiten Arrangements, «Pilatus – Mountain of Dragons», lässt sich nicht finden. Doch er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und blättert so lange, bis das richtige Papier auf dem Notenständer liegt; das Publikum goutiert es mit einem scheuen Schmunzeln.

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Ehe die hiesige Musikgesellschaft auftritt, jodelte sich das Kinderjodelchörli Tannzapfenland, mit ihrer Leiterin Irma Schatt (links), in die Herzen der vielen Zuhörer.


Musikant zu sein braucht Mut

Es ist ja nicht so, dass ein Mitglied einer Musikgesellschaft lediglich auf der Bühne sitzt und sein Instrument beherrschen muss. Nur den Mutigsten von ihnen kommt nämlich auch die Ehre zu teil das Mikrophon in die Hand zu nehmen und das grosse Publikum zu den gespielten Stücken zu informieren. Fabienne und Daniel haben es dieses Mal geschafft. Ohne zittrige Stimmen sprachen sie in den Akkustikverstärker und wussten derweil allerlei informatives zu Liedgut und Komponisten. Eigentlich schade, wird der musikalische Teil nach gut 70 Minuten schon beendet, denn hierbei, hätte man gut und gerne noch etwas länger zugehört – nicht nur der Entschleunigung wegen, einfach, weil es gut war.