Ende Januar hatte ein Blitzkasten auf der Autobahn A1 nahe der Raststätte Thurgau landesweit für Gelächter gesorgt, weil er eines morgens ausser Rand und Band war und jedes einzelne Auto fotografierte – ob nun mit 103 oder 137 Stundenkilometern unterwegs. Der Grund dürfte ein gestörter Messsensor gewesen sein. Das Problem war rasch behoben und der Blitzer ist mittlerweile entfernt, unabhängig dieses Zwischenfalls.

Berühmt berüchtigt ist auch ein anderes Radargerät auf der A1 nahe Wils. Nämlich jenes zwischen der Äbtestadt und Münchwilen, das schon seit Jahren dort auf Thurgauer Boden steht. Für manch einen Wiler ist – von Zürich kommend – an jener Stelle der richtige Zeitpunkt, um langsam den Bleifuss vom Gaspedal zu nehmen. Was wohl kaum einer wusste: Im vergangenen Jahr wäre dies während zwei Monaten nicht nötig gewesen, wenn man nur den Aspekt «Bussgeld» betrachtet. Denn der Blitzer hat zwei ganze Monate gestreikt, wie die «Thurgauer Zeitung» berichtet. Die Herstellerfirma soll nach einem Defekt entschieden haben, die Anlage auszutauschen statt sie zu reparieren. Offenbar sei nicht sofort Ersatz bereitgestanden.

Viel weniger Einnahmen an Bussengeldern

Wie viel Geld der Polizei durch die Lappen ging, will sie in besagtem Artikel nicht sagen. Fakt sei aber, dass im Vergleich mit dem Vorjahr im Kanton Thurgau um 1,7 Millionen Franken weniger an Bussgelder eingenommen wurden und Radaranlagen auf den Autobahnen A1 und A7 einen grossen Anteil ausmachen.