Sie gehört zu den schönsten Tagen im Leben: die eigene Hochzeit. Sich einmal wie eine Prinzessin – oder natürlich Prinz – zu fühlen, wer will das nicht? Hinterher stellt sich die Frage: Was passiert mit dem Hochzeitskleid? Eigentlich zu schade, es im Kleiderschrank versauern zu lassen. Doch der Verkauf gestaltet sich oftmals als schwierig. Monarosa Brautmode hat sich genau auf solche Fälle spezialisiert. Secondhandkleider – oder «fast neue» Brautkleider, um es in den Worten der Inhaberin Tanja Melliger auszudrücken – seien sehr gefragt. «Viele besuchen uns, weil ihnen die Nachhaltigkeit wichtig ist und sich wirklich ein Bewusstsein für unsere Umwelt entwickelt hat. Dies freut uns sehr.»

Gerade in Zeiten, in welcher alles teurer wird, seien die Preisgestaltungen der Secondhand Kleider sehr interessant. Als Tanja Melliger damals selber geheiratet hat, und ihr Kleid anschliessend verkaufen wollte, merkte sie rasch, dass es keine gute Plattform dafür gibt. Das war gleichzeitig der Startschuss für monarosa Brautmode.

Bereits zum dritten Mal beteiligt sich Tanja Melliger am Secondhand Day. Als eine tolle Aktion, die der Umwelt guttut, beschreibt sie den Anlass. Der Konsumwahn wird zunehmend zum Umweltproblem. Genau deshalb wurde der Secondhand Day ins Leben gerufen. An diesem Tag wird die Menge an CO2 gemessen, welches durch den Kauf von Gebrauchtwaren im Vergleich zu Neuwaren eingespart wurde. Die Zahlen sprechen für sich: Konnten im Jahr 2020 1'458 Tonnen CO2 eingespart werden, waren es ein Jahr später bereits 1'895 Tonnen CO2. «Damit ist ein weiterer Baustein für ein neues Bewusstsein und eine bessere Zukunft gelegt», findet die Ostschweizerin. Denn das Einzige, was wir nur einmal hätten, sei unsere Welt. «Geben wir auf sie nicht genügend Acht, bleibt nicht mehr viel. Daher finde ich, dass auch Kleines zu Grossem werden kann. Dabei helfe ich von Herzen gerne mit.»