Vielen Paaren war es ein zu grosses Risiko, im Jahr 2020 die Hochzeit anzusetzen. Umso grösser ist der Run auf die Daten 2021. Einer der wichtigsten Punkte in den Vorbereitungen ist die Auswahl des Brautkleids. Rund sechs bis neun Monate vor dem grossen Tag soll man sich damit befassen. Das empfiehlt Rebekka Eichenberger-Schoch von «Ursi’s Brautmode» in Matzingen, eines der führenden Geschäfte in diesem Bereich für die Region Thurgau, Ostschweiz, Winterthur. Rebekka Eichenberger oder ihre drei Mitarbeiterinnen Sarah Diefenbacher, Hanna Suhner und Jana Gutjahr kleiden Jahr für Jahr rund 150 Bräute ein.

Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit eines Video-Schnupper-Shoppings. Per «Zoom» kann ein erster Eindruck gewonnen werden. «Man lernt sich kennen und es geht darum, dass die Chemie zwischen der Beraterin und der Braut stimmt. Damit machen wir gute Erfahrungen», sagt Rebekka Eichenberger. Danach gibt es einen Termin vor Ort in Matzingen, um die Wünsche und Träume zu besprechen – und natürlich Kleider anzuprobieren. Der weitere Prozess ist bei jeder Braut unterschiedlich und braucht mal mehr mal weniger Zeit. «Die persönliche Beratung ist das allerwichtigste. Das Kleid muss haargenau zur Frau passen. Wie es wirkt, weiss man meistens erst, wenn man in ein Kleid geschlüpft ist», sagt Rebekka Eichenberger.

Im Video: Das ist «Ursi’s Brautmode» in Matzingen

 

Spezieller Service für Schwangere

Drei der vier Mitarbeiterinnen sind Schneiderinnen und sorgen dafür, dass das Kleid auch wirklich sitzt. Das zählt auch für schwangere Frauen. Da sich der Bauchumfang in den Monaten und Wochen vor der Hochzeit merklich verändern kann, erfolgt der so genannte «Steck-Termin» erst in der Woche vor der Hochzeit. Auch hier kommt das Grund-Kredo von «Ursi’s Brautmode» zum Tragen: «Wir nehmen jede Frau, wie sie ist. Es gibt immer eine Lösung», sagt Rebekka Eichenberger.

Sie hat das Geschäft im Jahr 2009 von ihrer Mutter Ursi übernommen, nachdem diese «Ursi’s Brautmode» gegründet und 14 Jahre erfolgreich geführt hatte. Somit gibt es das Brautkleider-Geschäft im südlichen Teil des Thurgaus schon seit einem Vierteljahrhundert.


Wo das Herz zur Sprache kommt

Und was sind die Trends für das Heirats-Jahr 2021? «Champagner-Töne kommen immer mehr auf, zum Beispiel Champagner-pink. Es gibt eine ganze Palette von Möglichkeiten. Auch Nuss-Farben sind im Trend», sagt Rebekka Eichenberger. Immer beliebter seien zudem 3D-Effekte. Dabei stehen die Spitzen ab und sorgen für ein lebendiges Brautkleid.

Schon seit eh und je ist im Trend, das Brautkleid zu kaufen. Laut Rebekka Eichenberger würden nur rund 20 Prozent der Bräute ihr Kleid mieten. Und ebenfalls traditionell ist, dass Männer bei der Auswahl nicht dabei sind. Zwar komme es vereinzelt vor, dass Männer auch dabei sein wollen, allerdings handle es sich dabei um Ausnahmen. Und dann hat Rebkka Eichenberger noch Tipps: «Wenn Sie es gerne ruhig mögen, dann vereinbaren Sie einen Termin unter der Woche. Nehmen Sie sich wenn möglich den Tag frei, beginnen Sie ihn mit einem herzhaften Frühstück. Stimmen Sie sich ein. Überlegen Sie sich gut, wer Sie bei der Wahl Ihres Brautkleides begleiten soll. Eine oder zwei Personen genügen. Ihr Herz soll vor allem zur Sprache kommen.»