Seit einem Vierteljahrhundert treffen sich rüstige Jahrgänger der Region Wil regelmässig zu den Aktivitäten, die in ihrem abwechslungsreichen Jahresprogramm angeboten werden. An der Jubiläums-Hauptversammlung wurde die bewegte Geschichte in Wort und Bild in Erinnerung gerufen.In der Aula des Berufsbildungszentrums Lindenhof nahmen gegen 80 Mitglieder und Gäste an der Jubiläumsveranstaltung teil. Die Vertreter der drei Wiler Männer-Jahrgängervereine 1926-30 mit Präsident Otto Brunner, 1936-40 mit Präsident Ueli Kuhn und 1941-45 mit Präsident Bruno Schönenberger gaben dem jubilierenden Verein ebenfalls die Ehre. Der Vorstand mit Präsident Ernst Gmür und Aktuar Erhard Hauser an der Spitze investierte viel Zeit und Herzblut, um den Kameraden zum 25-jährigen Bestehen des Jahrgängervereins 1931-35 ein würdiges Geburtstagsfest zu bieten. „Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass wir in unserem Alter das Jubiläum unseres erfolgreichen Vereins in so grosser Zahl feiern können“, bemerkte der Präsident einleitend. Nach den traktandierten Geschäften der Hauptversammlung folgten ein feines Jubiläums-Nachtessen und ein Unterhaltungsteil.

Vielfältige Aktivitäten
In seinem ausführlichen Jahresbericht erwähnte Ernst Gmür die gut besuchten Vereins-Anlässe wie die Neujahrsbegrüssung, die HV und die Ausflüge. Jede zweite Woche ist eine Wandergruppe unterwegs. Adolf Looser organisierte für die Kulturgruppe die spannende Exkursion zum Jugendheim Plantanenhof Oberuzwil und ins Kloster Fischingen mit einer Führung und einem Orgelkonzert. Den Junibummel mit Partnerinnen rund um Henau, organisiert von Max Auer, nahmen über 40 Wanderfreudige unter die Füsse. Ein Höhepunkt war die tolle Vereinsreise in die Zentralschweiz nach Klewenalp, welche bei traumhaftn schönem Wetter bleibende Eindrücke hinterliess. Am Zopfturnier versuchten gegen 50 Jasserinnen und Jasser ihr Glück.

Wandern für Fitness und Kameradschaft
„Jede Bewegungstherapie , so auch das Wandern, zielt auf den langfristigen Erhalt der Fitness und damit der Gesundheit ab. Dabei kommt auch der Geselligkeit und der Kameradschaft ein gebührender Stellenwert zu“, stellte Ernst Gmür fest. Die Wandergruppen erbrachten auf 24 Halbtagestouren respektable Leistungen. Das neue Jahresprogramm 2018 wurde den Mitgliedern vorgestellt und genehmigt. Es sieht ebenfalls zahlreiche Anlässe und Aktivitäten vor, welche die Kameradschaft, die geistige Regsamkeit und die körperliche Betätigung fördern. Die weiteren Geschäfte der ordentlichen HV warfen keine hohen Wellen. Die Versammlung gedachte der verstorbenen Kameraden Hans Rudolf Holenstein, Alfred Wyser und Oskar Stalder. Die Mitglieder genehmigten die Jahresrechnung und stimmten dem vorgeschlagenen Jahresbeitrag von 50 Franken zu. Der Mitgliederbestand reduzierte sich um sieben auf 108 Personen. Seinen Vorstandskameraden attestierte Ernst Gmür eine beispielhafte Harmonie und grossen Einsatz.

Jugend trifft Senioren
Im dritten Teil der Jubiläumsveranstaltung standen der Rückblick auf die 25 Jahre Vereinsgeschichte, die musikalischen Beiträge der Starterkids der Musikschule Wil und die Witze des Appenzeller Komikers Seppe-Toni im Mittelpunkt. Durch das Unterhaltungsprogramm führte wie bereits vor fünf Jahren Tamara Stolz, eine Enkelin des Präsidenten. Auch sie sei wie der Jahrgängerverein 25 Jahre alt, gab sie schmunzelnd bekannt. Die charmante Moderatorin stellte als erstes die Starterkids vor. Unter der Leitung von Andreas Signer präsentierten die acht- bis zwölfjährigen Jugendlichen in zwei Blöcken gefällige, abwechslungsreiche Blasmusikstücke. Beim urchigen, manchmal gar spitzzüngigen Appenzeller Humor von Seppe-Toni gab es viel zu lachen.

Rückkehrer aus dem Wallis
Als Ehrengast nahm auch Peter Summermatter an der Versammlung teil. Als ehemaliger Wiler Politiker gehörte er zu den Mitbegründern des Jahrgängervereins. In seinem kurzen Rückblick griff er einige Reminiszenzen aus den ersten Jahren auf. Mit seinem Konkurrenten um den Titel des Gründungspräsidenten habe er mit Werner Wick vereinbart, dass er ihn nach dem ersten Jahr ablöse. Dieses Amt führte er dann zehn Jahre lang aus, bevor ihm Ernst Gmür nachfolgte. „Mein Ziel, eine Mitgliederzahl von 200 Männern zu erreichen, habe ich allerdings verfehlt, was mich in meinem Stolz getroffen hat“. 2001 sei der Verein mit 190 Personen auf die höchste Zahl gekommen. Als weitere Erlebnisse erwähnte Summermatter den peinlichen Diebstahl in der Garderobe bei einem Kochkurs und den erfolgreichen Lehrgang in der Schaukäserei Seewen.

Vereinsgeschichte im Rückblick
Ernst Gmür rief in Wort und Bild prägende Ereignisse der Vereinsgeschichte während seiner bereits fünfzehnjährigen Amtszeit in Erinnerung. „Menschen brauchen nicht nur Brücken aus Beton und Stahl. Sie brauchen Brücken von Mensch zu Mensch, Brücken die aus Wohlwollen, Sympathie, aus Gemeinsamkeiten und Geborgenheit entstehe“, begründete er den Vereinszweck. Von den zahlreichen kollegialen Treffen, den interessanten Veranstaltungen und den schönen Ausflügen hätten alle beteiligten Mitglieder profitieren können. Das Motto des neuen Jahresprogramm heisse „Schöne Erinnerungen für später musst du jetzt in die Tat umsetzen“, drückte Ernst Gmür seine Wünsche aus.