Bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 61 Prozent rechnet das Budget 2020 der Politischen Gemeinde mit einem Verlust von 249‘800 Franken. Dieser reduziert das Eigenkapital auf 3,268 Millionen Franken. Dank des prognostizierten Bevölkerungswachstums werden wiederum Steuer-Mehreinnahmen im Bereich der natürlichen Personen erwartet. Dem gegenüber stehen jedoch die vom Kanton prognostizierten Mindereinnahmen aufgrund der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) von rund 250'000 Franken im Bereich der juristischen Personen. Die Steuereinnahmen für das Jahr 2020 werden mit 6,130 Millionen Franken veranschlagt.

Im Bereich Einwohnerdienste/Steuern wurden im Jahr 2019 zusätzlich 50 Stellenprozente geschaffen. Das Steueramt sieht sich neben steigenden Fallzahlen auch mit immer anspruchsvolleren Kundschaft konfrontiert. Der Bezug wird immer schwieriger und es müssen mehr Betreibungen eingeleitet werden. Mehrarbeit verursacht auch die daraus resultierende Verlustscheinbewirtschaftung. Bei den Einwohnerdiensten wirkt sich ebenfalls das Bevölkerungswachstum aus, darum musste auch dieser Bereich personell um 30 Stellenprozente verstärkt werden, schreibt die Gemeinde Münchwilen im aktuellen Mitteilungsblatt.

Die Netto-Investitionen belaufen sich auf 2,015 Millionen Franken. Ein Drittel der Investitionen fallen im Bereich der Abwasserversorgung (Spezialfinanzierung) und dem Hochwasserschutz an, sowie ein Drittel im Strassenbau inklusive Sanierung der Brücke im Eigen. Der Rest ist für die Planungen des Mehrzwecksaales sowie eines neuen Werkhofs und der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs vorgesehen. (gk/red)