Das Thema hat eine schon bald dreijährige Vorgeschichte. Das Stadtparlament hatte im Juni 2016 ein neues Polizeireglement erlassen. Nach einer Abstimmungsbeschwerde taxierte das St. Galler Verwaltungsgericht die darin beanstandeten Artikel weitgehend als verhältnismässig. Die Beschwerdeführer zogen in der Folge den Entscheid ans Bundesgericht weiter und beantragten eine aufschiebende Wirkung der strittigen Bestimmungen.

Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wurde nun vom Bundesgericht abgewiesen. Die Bestimmungen zum Betretungsverbot und zum Leinenzwang werden per 3. Juni in Kraft gesetzt. Einzig der vorgesehene Leinenzwang im Wald und an Waldsäumen wurde vom Verwaltungsgericht nicht gestützt. Diese Bestimmung wird deshalb auch nicht angewendet. Damit ist das letzte Wort aber noch immer nicht gesprochen. Denn das abschliessende Urteil des Bundesgerichts über die strittigen Bestimmungen steht noch aus, wie die Stadt Wil am Freitag mitteilte. (gk/red)